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Lest bitte die allgemeinen Hinweise im Kapitel 1!

Während ich dieses Kapitel meiner Story geschrieben habe, wurde am 11. September 2001 die Welt durch einen unaussprechlichen Terrorakt entsetzt, als Terroristen New York, Washington und Shanksville angegriffen haben. Niemals werden Worte die grauenhaften Ereignisse beschreiben können. Die Lücke in der Skyline New York's wir für alle Zeit ein Symbol für die Kluft in den Herzen vieler Menschen sein, und das nicht nur in New York, sondern in der ganzen Welt.

Ich begreife wie glücklich ich mich schätzen kann, dass meine Geliebte, Familie, Freunde und geliebte Menschen, sowohl hier als auch in den USA wohlbehalten und sicher sind. Während ich meinen Segen würdige, geht mein Herz zu denen die weniger Glück hatten. Ich hoffe und bete, dass sie irgendwie die Stärke und den Mut finden werden, um die harte Zeit durchzustehen.

Ich danke meiner Freundin Cyndi die diesen Teil korrekturgelesen hat, und so wie immer, widme ich diese Story der Frau, die mein Herz und meine Seele hält, meiner Seelengefährtin und Geliebten TCB.

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The Reef - Kapitel 8

   

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The Reef
by Lois Kay

Kapitel 8

 

Die Polizeistation wurde mit einem Überfluss von Sonnenstrahlen überschüttet. Das kleine Gebäude wurde von einigen hohen Bäumen umgeben, die den sehr erwünschten Schatten für die außerhalb parkenden Autos bereitstellten. Alles sah ruhig und friedlich aus und seufzend parkte Jody ihren Wagen neben einem Streifenwagen. Sie stellte den Motor ab und warf einen Blick zu Sam, die mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck neben ihr saß.

"Glaubst du das wir einen Anpfiff kriegen, weil wir die ganzen Informationen nicht schon früher herausgerückt haben?" Fragte Jody. "Carol Wong wird nicht gerade begeistert sein."

Mit einem warmherzigen Lächeln blickte Sam zu Jody.

"Mach dir darüber keine Sorgen, Liebling. Wir hatten nicht alle Informationen, erinnerst du dich? Wir hatten einige Vermutungen, aber den wirklichen, fundamentalen Beweis, haben wir erst letzte Nacht erhalten, als Tom mir diese Dateien geschickt hat." Sam griff nach vorne und drückte zärtlich Jody's Knie. "Ich glaube, das Carol Wong sehr zufrieden sein wird."

"Ich hoffe es," seufzte Jody und legte ihre Hand auf Sam's. "Doch auch wenn sie es nicht sein sollte, so bin ich froh, dass die Polizei die Sache übernehmen wird. Der Gedanke das diese... Idioten versucht haben sich an meine Schwester ranzumachen macht mich furchtbar wütend."

Kichernd beugte sich Sam nach vorne und gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange.

"Dann lass uns losgehen, oder?"

"Okay, lass es uns hinter uns bringen."

Jody stieg aus dem Wagen und folgte Sam zum Haupteingang.

"Oh Mann, es wird ein heißer Tag werden," bemerkte Jody, als sie fühlte wie die frühe Morgensonne mit erstaunlicher Geschwindigkeit ihre Haut erwärmte.

Genau in dem Moment, als Sam die Tür öffnete und auf die Seite schritt, um ihre Geliebte das Gebäude betreten zu lassen, klingelte Jody's Handy. Das Klingeln kam so überraschend, dass die bereits angespannte Jody, sehr zu Sam's Vergnügen, fast zur Seite gesprungen wäre.

Finster blickend griff Jody in ihre Handtasche und zog ihr Telefon heraus. Sie schaute auf das Display und Sam sah wie sie ihre Augenbrauen hochzog.

"Unbekannter Anrufer," erklärte sie, bevor sie eine Taste drückte.

"Jody McDonnell."

Sam sah, wie sich ihr Gesichtsausdruck von neugierig zu überrascht veränderte.

"Fiona? Solltest du nicht in der Schule sein? Von wo rufst du an?"

Sam's Augen weiteten sich und sie beobachtete Jody's Gesicht wie ein Habicht, als sie gespannt der einseitigen Unterhaltung zuhörte.

"Was!!? Wo bist du jetzt?.... Warte eine Sekunde, ja?"

Jody's Gesichtsausdruck war vollkommen schockiert und ihre Hände zitterten leicht, als sie zu Sam blickte, die angestrengt versuchte nicht zu ungeduldig auszusehen.

"Was ist los?"

"Fiona ist in der Schule und sie sagt, das einer von den Kerlen, die gestern vor dem Geschäft waren, direkt vor der Schule ist. Er bat einen ihrer Mitschüler sie zu ihm zu schicken und sagte dem Jungen, das er Gerald wäre."

Sam's Gesicht wurde kreidebleich und mit einem grimmigen Gesichtsausdruck nahm sie das Telefon an sich. Sie ergriff Jody's Hand und zog sie mit sich zum Wagen.

"Fiona? Ich bin's. Bist du jetzt im Schulgebäude?... Bleib dort. Beweg dich nicht von der Stelle. Wir kommen und holen dich ab... Ja, jetzt, wir sind auf dem Weg. Was immer du tust, verlass nicht das Gebäude!"

Sam beendete die Verbindung und warf einen beunruhigten Blick zu Jody.

"Verdammt!!! Diese Sache wird mit jedem Tag schlimmer."

"Aber Sam, vielleicht sollten wir..."

"Wir holen Fiona ab und kommen wieder hierher. Ich habe genug von der Sache. Ich will, das die Polizei deine Familie beschützt."

Jody bemerkte, das Sam aufgeregt war und sie wusste, dass es nicht ratsam war mit ihr in diesem Zustand zu diskutieren. Sie wusste das Fiona, solange sie sich im Schulgebäude aufhielt, sicher war, außerdem musste sie zugeben das Sam das Richtige tat, wenn sie hinfuhren und sie dort abholten, um sie mit zu der Polizeistation zu nehmen, wo sie Carol Wong ihre eigene Geschichte erzählen konnte. Es würde den Ernst der Lage nur noch unterstreichen.

Sie brauchten wegen des starken Verkehrs zwanzig Minuten um die Schule zu erreichen, und jedes Mal, wenn Jody anhalten und warten musste wurde Sam besorgter. Sie trommelte ungeduldig mit ihren kräftigen Fingern auf ihrem Knie herum und aus dem Augenwinkel konnte Jody sehen, wie sie sich auf ihre Lippe biss, ein Zeichen das sie nervös war. Als sie endlich ihr Ziel erreichten sprach Sam zum ersten mal.

"Park so nah an der Schule wie möglich," sagte sie. "Ich will keine unangenehmen Überraschungen."

"Sam, ich darf dort nicht parken, das ist nur den Schulbussen erlaubt."

"Das schert mich nicht," erwiderte Sam. "Wenn wir einen Strafzettel bekommen, werde ich ihn bezahlen und fertig damit. Außerdem würde es mich nicht stören, wenn im Augenblick ein paar Polizisten anwesend wären." Sie sah sich um und tastete mit scharfen Augen die Umgebung ab. "Ich weiß nicht wo diese Clowns sind und das gefällt mir überhaupt nicht."

Sam öffnete die Tür, stieg aus und während sie ihre lange Figur ausstreckte, blickte sie zu den parkenden Autos auf der gegenüberliegenden Seite. Sie sah nichts ungewöhnliches.

Sie betraten das Gebäude und als sie sich einem kleinen Mann näherten, der offensichtlich eine Perücke trug, beschloss Sam, Jody die Führung zu überlassen.

"Kann ich ihnen helfen?" Fragte er nicht gerade freundlich.

"Das hoffe ich," lächelte Jody. "Mein Name ist Jody McDonnell und ich bin hier um meine Schwester Fiona abzuholen."

Mark Richards antwortete ihr nicht sofort. Seine Augen schweiften neugierig über Jody, und als sie anfingen über ihren Körper zu streifen musste sich Sam ernsthaft zurückhalten ihn an seiner Krawatte zu schnappen und sie fest um seinen Hals zu wickeln. Stattdessen räusperte sie sich und blickte ihn drohend an.

"Ähm... richtig... Fiona. Nun, es ist heute Unterricht und da ich keine Nachricht von ihren Eltern bekam, befürchte ich, das ich ihr nicht erlauben kann das Schulgelände zu verlassen. Verstehen sie, es ist gegen die Vorschrift."

Jody konnte spüren, wie sich Sam's Körper hinter ihr anspannte, und mit einem kleinen Wink hielt sie ihre Geliebte davon ab sich einzumischen.

"Es ist ein Notfall, Mr. Richards," antwortete Jody höflich. "Fiona muss wirklich mit mir kommen."

Mark Richards schmutzigbraune Augen bekamen einen unnachgiebigen Ausdruck und er zog seine Schultern gerade, um zweifellos größer auszusehen als er in Wirklichkeit war.

"Es tut mir leid Miss McDonnell, aber wie ich bereits sagte..."

Jody spürte wie sich Sam hinter ihr bewegte, und bevor sie wusste was geschah, hatte Sam sie zärtlich zur Seite geschoben und stand zu ihrer vollen Größe ausgestreckt vor dem Lehrer und blickte ihn mit gefährlich glänzenden Augen an.

"Meine Freundin hier, sagte das es sich um einen Notfall handelt. Jetzt sagen sie mir wo Fiona ist, damit wir sie mitnehmen können, oder ich werde sicherstellen, das ihre Unterrichtstage vorüber sind. Es liegt an ihnen."

Um ihr ins Gesicht sehen zu können musste Mark Richards seinen Hals strecken, und Jody sah wie er heftig schluckte. Er hatte noch nicht die Absicht nachzugeben.

"Ich weiß nicht wer sie sind Miss, aber sie können sich hier nicht einfach so einmischen und mich bedrohen. Ich schlage ihnen vor, das sie gehen bevor ich die Polizei rufe."

"Oh bitte, nur zu, machen sie das," schnurrte Sam lächelnd und entblößte ihre Zähne zu einem bösen Grinsen. "Vielleicht können sie der Polizei erklären, warum es für eine ihrer Schülerinnen möglich war, unbemerkt das Schulgelände zu verlassen und dabei beinahe entführt worden wäre. Ich würde gerne ihre Version der Geschichte hören."

"Ent... Entführt?" Wiederholte der Lehrer und Jody konnte sehen wie sich Schweiß auf seiner Stirn bildete, obwohl es im Gebäude eine Klimaanlage gab. "A... Aber..."

"Hat Fiona ihnen nicht erzählt was geschehen ist?" Erkundigte sich Sam mit extrem hochgezogenen Augenbrauen.

"Ähm... nun... sie hat mir gesagt, das jemand vorgegeben hatte ihr Bruder zu sein, aber... ich... ähm... nun, wissen sie wie Kinder sind?"

"Natürlich," lächelte Sam, ihre Augen waren jedoch Eissplitter. "Sie erfinden alle Geschichten darüber entführt zu werden, oder nicht? Und natürlich reagieren alle Familien gleich. Ich wette, das sie bereits eine Menge besorgter Eltern heute morgen wieder weggeschickt haben, oder nicht?"

Sam's Worte tropften vor Sarkasmus und Jody sah wie der blasse Lehrer noch weißer wurde. Er sah so aus, als ob er jeden Moment in Ohnmacht fallen würde.

"Ich frage sie zum letzen Mal, wo ist Fiona? Wir würden sie gerne mitnehmen. Sofort."

Das letzte Wort war mehr ein Grollen und plötzlich realisierte Jody, dass ihre Geliebte in jedem Sitzungssaal eine würdige Gegnerin sein würde. Nicht zu erwähnen wie sich jemand eine kleinere Körpergröße zunutze macht! Als sie sah, wie ihre große Geliebte den erschütterten Lehrer überragte, musste sie, trotz der ernsten Situation, ein Kichern unterdrücken.

"Sie... sie ist im Englischunterricht, ich werde sie holen... ich..."

"Nicht nötig, ich bin bereits hier," erklang eine helle Stimme über den Flur, und als sie sich umblickten sahen sie wie sich Fiona's schlanke Gestalt annäherte. Ihre Schultasche hing über ihrer Schulter und ein großes, schelmisches Grinsen breitete sich über ihrem sommersprossigen Gesicht aus. Jody wusste durch den Gesichtsausdruck ihrer Schwester, das sie zumindest den letzten Teil des Gesprächs mitbekommen hatte.

"Danke für ihre Zusammenarbeit, Mr. Richards," bemerkte sie beiläufig während sie an ihm vorbeiging und Jody sich dadurch beinahe verschluckte.

"Wo kommst du her?" Fragte Sam, erleichtert sie zu sehen.

"Ich habe gesehen wie ihr zwei angekommen seid, also habe ich Mrs. Davids gesagt, das ich gehen muss. Keine Sorge, sie hat mich gehen lassen," antwortete sie, einen Blick zu Mark Richards werfend.

"Lasst uns gehen," drängte Sam. "Ich möchte so schnell wie möglich zur Polizeistation." Sie warf einen Blick zu dem Lehrer. "Mr. Richards."

Ohne sich umzublicken ging sie, dicht von Jody und Fiona gefolgt, zur Tür.

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Leise murmelnd und sehr mürrisch aussehend legte Klein Steven sein Handy weg. Seine Hände umgriffen das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel weiß wurden.

"Was ist los?" Fragte Fred, der es nicht gewohnt war seinen Partner so fassungslos zu sehen.

"Wir sind abgerufen worden," zischte der große Mann neben ihm durch seine Zähne.

Als Fred realisierte was das bedeuten konnte, wurde sein Gesicht blass. Haifischfutter. Es lief ihm kalt am Rückgrat herunter und er musste sich zusammennehmen um nicht zu zittern.

"W... was machen wir jetzt?"

Seine Worten waren kaum mehr als ein Flüstern. Er hatte plötzlich Magenschmerzen und er bemerkte, das er kurz davor stand sein Frühstück zu verlieren.

"Der Boss will, dass wir uns mit ihm treffen. Der Plan hat sich geändert. Gottverdammt!!! Wir waren so nah dran!!"

"Was will er von uns? Ich meine... sind... sind wir in Schwierigkeiten?"

Klein Steven warf einen Blick zu dem jungen Mann auf dem Beifahrersitz, und als er die Angst in seinen Augen sah, hatte er etwas Mitleid mit ihm. Sein Gesichtsausdruck milderte sich und er lächelte sogar ein wenig.

"Nee. Er braucht uns. Mach dir keine Sorgen, Kumpel. Deine Tage sind noch nicht vorüber. Genauso wenig wie meine."

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Das sich in die Länge ziehende Schweigen wurde immer unbehaglicher. Das beharrliche Ticken der Uhr war der einzige Ton in dem Raum. Ein Paar prüfende, braune Augen in einem stoischen Gesicht wanderten langsam zwischen den drei Personen, die vor dem Schreibtisch saßen. Eine verschränkte nervös ihre Finger, eine sah sich, mit offensichtlich vor Vergnügen strahlenden dunkelgrünen Augen um, und die Letzte sah sehr ruhig und entspannt aus und erwiderte den kühlen Blick ihres Gegenübers mit einer Menge Selbstvertrauen.

"Warum ist mir das nicht vorher gesagt worden?" Fragte Carol Wong schließlich zu Sam blickend.

"Weil ich es nicht wusste," antwortete Sam höflich.

"Kommen sie Sam," höhnte die Polizistin provozierend. "Ich weiß, das sie intelligenter sind. Sie müssen wissen, das ich meine Hausaufgaben gemacht habe."

Als Antwort hoben sich ein paar Augenbrauen über einem Paar hellblauer Augen. Sam reagierte nicht, aber ihre Augen waren verengt und ihr Blick war kühl.

"Es ist erstaunlich was man bei einigen Telefonanrufen alles erfahren kann. Ich weiß, dass sie die Tochter von Richard Stevens sind, dem eine Hotelkette über die ganze Welt verteilt, neben einigen anderen Dingen gehört. Ich weiß auch, dass sie intelligent genug sind, um ihren Wirtschaftsabschluss mit cum laude abzuschließen, genauso wie ihren Juraabschluss, und was war das andere noch mal? Weltweites Marketing?"

Sam hörte ein überraschtes Keuchen und obwohl sie Jody's Gesicht nicht sehen konnte, spürte sie, wie Jody's Augen auf ihr ruhten und verzweifelt versuchte sie nicht zu grinsen. Noch immer das wissbegierige Starren von Carol Wong erwidernd, zuckte Sam fast unmerklich mit ihren Schultern.

"Also, geben sie nicht vor etwas zu sein, was sie nicht sind," fuhr die Polizistin erbarmungslos fort. "Sie sind keine Närrin, Miss Stevens, genauso wenig wie ich eine bin. Ich frage sie noch mal, warum haben sie nichts davon gesagt als die Feuerwehr sie vom Dach geholt hatte."

"Weil ich's nicht wusste," antwortete Sam wieder. "Ich hatte einen Verdacht, aber keine Beweise. Ich wollte sicher sein, das etwas im Busch war. Ich habe die Informationen darüber letzte Nacht erhalten. Daraufhin haben wir beschlossen zu ihnen zu gehen und es ihnen zu zeigen."

Carol Wong's Augen wanderten zu Jody, die offensichtlich noch von der Aufzählung Sam's akademischer Titel beeindruckt war. Ihre Augen waren weit aufgerissen und ihr Gesichtsausdruck zeigte schiere Überraschung.

"Jody, ist das wahr?"

"Wie?" Jody's Kopf drehte sich zu der ihr gegenübersitzenden Frau und ihre Augen verloren langsam ihren träumerischen Ausdruck. "Ähm... ja es stimmt. Sam sagt die Wahrheit. Letzte Nacht hat Tom Stevens ihr die Resultate seiner Auswertung zugeschickt und ab dem Zeitpunkt wussten wir, das was im Busch war. Ehrlich."

Carol Wong's Gesicht verlor etwas von dem stoischen Ausdruck und ein kleines Lächeln verzog ihren Mundwinkel.

"Okay, ich nehme an, das ich ihnen glauben kann."

"Hör sich das einer an, danke," murmelte Sam und brachte Fiona damit zum Kichern.

Diese Bemerkung brachte ihr einen verärgerten Blick von der Polizistin ein, wodurch sich Sam jedoch keineswegs beeindrucken ließ. Sehr zu Jody's Unbehagen, kämpften ihre Augen eine schweigende Schlacht. Oh, du meine Güte. Ein Kampf zwischen zwei willensstarken Frauen. Das bringt uns kein Stückchen weiter.

Jody streckte ihre Hand aus und berührte liebevoll Sam's Knie. Es war eine schweigende Bitte und als Sam ihr einen Blick zuwarf, konnte Jody sehen wie sie ein wenig entspannte. Lächelnd legte sie ihre Hand auf Jody's und drückte sie zärtlich.

"Also, was machen wir jetzt?" Fragte Jody, ihre Aufmerksamkeit wieder Carol Wong zuwendend, die ihr einen dankbaren Blick schenkte.

"Nun ja, natürlich werden wir jetzt den Fall übernehmen. Wir werden einen Blick auf diese Disketten werfen und danach nehme ich an, dass wir mit William Jensen reden werden. Mal sehen was er über die ganze Sache zu sagen hat."

"Was ist mit diesen Schlägern, die hinter Fiona her waren?" Fragte Sam grimmig. "Wir wissen nicht wer sind und wer sie geschickt hat. Ich will meine Familie in Sicherheit wissen."

Diese letzten Worte waren ohne nachzudenken gesprochen worden und ein glückliches Erröten überzog Jody's Gesicht, während Fiona in purer Anbetung mit ihren ausdrucksstarken Augen zu Sam blickte. Carol Wong bemerkte ihre Reaktionen und unterdrückte ein Lächeln.

"Wir werden unser Bestes tun um das so schnell als möglich herauszufinden, Sam," antwortete sie mit dem Wissen, dass Sam ihre Antwort nicht akzeptieren würde. "Sobald wir es wissen, zitieren wir sie hierher. William Jensen könnte uns dabei behilflich sein."

"Das reicht nicht," wandte Sam ein. "Ich will, dass sie in Sicherheit sind. Kein Risiko. Ich will nicht, das diese Idioten in die Nähe von Fiona, Jody oder sonst wem kommen."

"Ich kann nichts versprechen, Sam," folgerte Carol Wong. "Ich verstehe ihre Gefühle, aber wie sie wissen, haben wir keine Ahnung um wen es sich handelt und wo sie sich aufhalten."

"Wie steht's mit Polizeischutz?"

Die kleine Polizistin presste ihre Fingerspitzen zusammen und legte ihre Stirn in tiefe Falten. Ihre Augen ruhten für eine Weile auf Fiona und dann seufzte sie.

"Ich werde meinen Vorgesetzten fragen, Sam. Aber ich muss ihnen sagen, dass ich nicht glaube, das er zustimmen wird. Wir sind schrecklich unterbesetzt. Ich kann ihnen nur versprechen, das wir um das McDonnell Haus und Fiona's Schule öfter Streife fahren werden. Jede weitere Entscheidung hängt von meinem Vorgesetzten ab. Wie ich schon sagte, ich kann nichts versprechen. Es tut mir leid."

"Dann wird Fiona nicht zur Schule gehen," entschied Sam ohne Jody überhaupt anzublicken. "Ich werde selbst auf sie aufpassen."

"Cool," strahlte Fiona. "Von meiner Seite kommen keine Einwände."

Ihre dunkelgrünen Augen glänzten unternehmenslustig und Jody seufzte als sie den Gesichtsausdruck ihrer jüngsten Schwester sah.

"Du verstehst, das dies keine Ferien sind," schimpfte sie, aber Fiona zuckte, mit einem breiten Grinsen auf ihrem Gesicht, nur ihre Schultern.

"Oh, sie wird auf jeden Fall lernen," fügte Sam hinzu. "Nur nicht in der Schule."

Fiona's triumphierendes Grinsen verschwand schnell und sie schoss Sam einen verärgerten Blick zu.

"Spielverderber," brummte sie.

Sam lächelte und strubbelte ihr spielerisch durchs Haar.

"Komm schon Fi," ulkte sie. "Es ist besser als mit Mr. Richards im Klassenzimmer zu sitzen."

"Nun, es ist einfacher nur ein Auge auf das Haus zu behalten," stimmte Carol Wong zu.

"Sie wird nicht dort sein," sagte Sam sehr bestimmt.

Jody's Augenbrauen verschwanden unter ihrem Haaransatz und sie sah wahrlich verblüfft aus.

"Wird sie nicht?" Erkundigte sich die Polizistin. "Wo wird sie sein? Wir können nicht auf sie aufpassen, wenn..."

"Ich werde selbst auf sie aufpassen," unterbrach Sam sie. "Keine Sorge, sie wird in Sicherheit sein."

Diese letzten Worte sprach sie zu Jody und wurden von einem beruhigenden Lächeln und einem Blick unterstrichen, der Jody zu verstehen gab, das sie ihre Pläne später erklären würde.

"Wollen sie mich in ihr Vorhaben einweihen?" Fragte Carol Wong, die durch Sam's kontrollierendes Verhalten leicht gereizt war.

"Eigentlich nicht," antwortete Sam unverblümt. "Ich will damit nicht sagen, das ich ihnen nicht vertraue. Fiona wird bei mir sein und ich bin jederzeit über mein Handy erreichbar."

"Aber..."

"Das wird für uns beide die Dinge leichter machen, Miss Wong."

Carol Wong war von Sam's Entschlossenheit und ihrer standhaften Haltung ehrlich beeindruckt. Nicht sicher, ob sie sich bei Sam dafür bedanken sollte, das sie ihr die Arbeit erleichterte oder ob sie sie windelweich prügeln sollte, lehnte sie sich in ihren Stuhl zurück. Das Letztere wäre keine so gute Idee, da Sam erheblich größer als sie war und auch wesentlich stärker zu sein schien.

"Okay," sprach sie gedehnt. "Ich denke, das ich damit leben kann. Sie haben also nicht vor mir zu sagen, wo sie drei sich aufhalten werden?"

"Sie können mich auf meinem Handy erreichen," entgegnete Sam. "Das sollte reichen."

"Und lassen sie uns dann unsere Arbeit machen?"

"Natürlich," lächelte Sam, doch irgendwie wusste Carol Wong, das diese sture holländische Frau immer noch ihre eigenen Untersuchungen durchführen würde.

Sie muss in jedem Sitzungssaal eine höllische Gegnerin sein. Mein Gott, diese Frau hat ein Rückgrat aus Stahl.

"In Ordnung. Ich nehme an, dass sie mich informieren, wenn irgendetwas passiert?"

"Sicher," antwortete Sam immer noch lächelnd. "Ich werde mich wie ein mustergültiger Staatsbürger verhalten."

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Der lange Krankenhausflur schien endlos zu sein. Es war ruhig, da die Besuchszeit noch nicht angefangen hatte. Joan McDonnell zog ihre Nase kraus als sie den typischen Krankenhausgeruch bemerkte. Eine Mischung aus trockener, kühler Luft und Desinfektionsmittel. Es roch... steril. Farblos und gefühllos. Kalt und distanziert. Bei jedem Schritt realisierte sie, das es die Gefühle in ihrem Herzen wiederspiegelte. Als sie ihm zum ersten Mal begegnete, war David McDonnell ein leidenschaftlicher junger Mann gewesen, gottesfürchtig und voller Ideen. Sein größter Wunsch war es, eine große Familie zu gründen und nah bei der Natur zu leben. Das Land zu bebauen und von dem zu leben was es bereitstellte. Seine Familie vor schlechten Einflüssen zu beschützen. Seinen Kindern die Liebe für Gott und der Natur zu lehren. Ihnen zu helfen zu verantwortungsbewussten Erwachsenen heranzuwachsen, die fähig waren sich in der Gesellschaft zu behaupten.

Zuerst hatte Joan seine Ideen geteilt, fand seine Lebensanschauung interessant und das sie es wert waren das man darum kämpfte. Aber während ihrer Ehe hatte sich ihr Mann in eine Person verändert die sie nicht mehr kannte. Oder um es deutlicher zu sagen, nicht mehr liebte. Er hatte seine Vorstellungen seinen Kindern aufgezwungen, forderte sie zu Gehorsamkeit auf und akzeptierte nichts, von dem er nicht überzeugt war. Das funktionierte, solange die Kinder klein waren, sobald sie aber zur Hochschule gingen und mit der Außenwelt konfrontiert wurden hatte sich alles verändert. Jody hatte schon immer ihren eigenen Kopf, aber als sie mit den sturen und starren Prinzipien ihres Vaters in Konflikt geriet, zog sie sich zurück. Sie tat was er wollte ohne sich jemals zu beschweren, aber Joan hatte sehr früh dieses feurige Funkeln in ihren smaragdgrünen Augen bemerkt. Eine Entschlossenheit die sie beneidete. Sie wusste, dass ihre älteste Tochter nur auf ihre Chance wartete um gehen zu können. Sie war geduldig, nie rebellisch, aber sie hatte schon sehr früh in ihrem Leben ihre Pläne gemacht. Joan verglich sie manchmal mit einer Gefangenen. Gefangen zwischen Wänden, ihre Zeit absitzend und auf den Tag wartend um in die Sonne schreiten zu können. Darauf wartend frei zu sein.

Lucy war eine völlig andere Geschichte. Sie akzeptiere nie ein Nein als Antwort, war immer bereit zu debattieren, streiten und rebellieren. Bei jeder geeigneten Gelegenheit zog sie an ihren Ketten und hörte nie auf, sich über ihre Frustration oder Unzufriedenheit zu äußern. Öfter als ihr lieb war, musste Joan ihre Tochter vor einer Bestrafung und manchmal sogar vor Schlägen retten, wenn sie wieder mal ins Schlachtfeld geschritten war, indem sie ihrem Mann sagte, dass sie sich darum kümmern und mit ihr reden würde. Was sie auch versuchte, aber Lucy blieb so dickköpfig wie sie war. Und mehr als einmal stimmte sie ihrer Tochter schweigend zu, wenn sie sich über eine ungerechte Behandlung beklagte. Nachdem Jody gegangen war, wurden die Zustände zu Hause schlimmer und ein Jahr später ging auch Lucy fort. Sie kam nie zurück.

Joan erreichte die Tür zum Zimmer ihres Mannes. Schwer seufzend versammelte sie die ganze Kraft und ihren Mut und versuchte das tiefsitzende, ekelerregende Gefühl herunterzuschlucken.

Sobald sie den Raum betrat, wurde sie von entrüsteten Augen begrüßt, die ihr sagten, das dies kein einfachrer Besuch sein würde. David McDonnell saß in einen Stuhl neben dem Fenster und blickte sie missbilligend an.

Bevor sie überhaupt ein Wort sagen konnte gestikulierte er ihr, sich hinzusetzen.

"Pater Jamison sagte, dass du gestern nicht in der Kirche warst."

Joan McDonnell hatte nicht erwartet, dass sich die Nachricht so schnell verbreiten würde, und bereite sich auf den schnell anrückenden Sturm vor.

"Ich habe Jody besucht," antwortete sie wahrheitsgemäß.

"Jody?" Spuckte er beinahe. "Du hast eine Sünderin Gott vorgezogen?"

Sie ist meine Tochter, David. Sie ist unsere Tochter. Sie braucht mich und ich brauche sie auch. Sie ist keine größere Sünderin als du oder ich. Nun weiß ich das. Ich wünschte, du würdest das gleiche tun.

"Ich wollte sehen ob es ihr gut geht. In ihre Wohnung ist eingebrochen worden."

"Sie ist nicht länger ein Teil unseres Lebens, Joan. Sie hat dieses Recht verloren als sie von zu Hause fortgegangen ist und sich dazu entschieden hat ein sündhaftes Leben zu führen. Ich will über sie nicht reden. Sie ist nicht mein Kind. Sie wählte den Teufel, anstatt Gott. Für sie ist in unserem Leben kein Platz."

Joan blickte schnell zu Boden, um die Tränen zu verbergen, die drohten in ihre Augen zu treten. Seine Worte schnitten in ihre Seele wie ein zweischneidiges Messer und ihr Herz blutete für ihre älteste Tochter. Sie wusste wie sehr es Jody schmerzte von ihrer eigenen Familie verleugnet zu werden. Und sie war nicht fähig den unsäglich schmerzerfüllten Blick Jody's zu vergessen, als ihr Vater ihr sagte, das Sam fort war.

Bald David. Sehr bald wird sie zumindest die Unterstützung ihrer Mutter haben. Da wir gerade über Sünder sprachen. Was bist du? Was bin ich, da ich die Bedürfnisse meines eigenen Kindes vernachlässigt habe? Sie hat das nicht verdient. Kein Kind verdient das. Eltern sollen ihr Kind lieben, sollen ihnen Liebe und Hilfe geben. Was haben wir gemacht? Wir haben sie fortgestoßen als sie uns am meisten brauchte. Es ist ein Wunder, das sie uns nicht hasst. Sie war hier, um zu sehen wie es dir geht. Sie kam um mich zu trösten. Mich! Und das, obwohl ich nicht die Mutter war, die ich hätte sein sollen. Unsere Tochter ist eine strahlende Seele, David. Eine warmherzige, vergebende Erwachsene, mit mehr Spürsinn in ihrem kleinen Finger als du und ich zusammen besitzen. Sie verdient jedes bisschen Glück, das sie bekommen kann. Und das wird sie, nun da Sam wieder in ihrem Leben ist. Diese Vorurteile und dieser Hass müssen aufhören, David. Ich möchte wirklich... Ich kann nicht glauben, das dies ist was Gott will. Ich weigere mich zu glauben, dass...

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"Seid ihr euch sicher, Sarah?" Fragte Jody zum zweiten Mal während sie das Gesicht ihrer Freundinnen nach irgendeinem Anzeichen von Unbehagen durchsuchte.

"Selbstverständlich, Jody," antwortete Megan und legte eine Hand auf die Schulter ihrer Geliebten. "Fiona kann, solange es nötig ist hier bleiben. Macht euch keine Sorgen. Wir sind froh euch helfen zu können."

"Danke," antwortete Sam, wobei ihre Augen die Dankbarkeit ausdrückten die sie fühlte. "Ich weiß das wirklich zu schätzen. Es tut mir leid, das wir keine Zeit hatten zu fragen, bevor wir euch das aufgehalst haben, aber..."

"Es ist in Ordnung, Sam," wandte Sarah mit einem mitleidigen und verstehenden Blick in ihren grauen Augen ein. "Ich weiß, wie schwer diese Situation für euch sein muss, aber wie Meg schon sagte, wir helfen euch gerne."

Jody drehte sich zu ihrer jüngsten Schwester, die lässig an der Küchentür lehnte, um. Fiona's Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Neugier und Unfug. Mit hochgezogenen Augenbrauen warf Jody ihr einen warnenden Blick zu. Einfach nur lächelnd hielt Fiona den smaragdgrünen Augen stand.

"Keine Sorge, Schwesterherz, ich werde mich benehmen," grinste sie. "Ich kann darauf verzichten, diesen Idioten wieder zu begegnen. Ich werde tun, was mir gesagt wird."

"Gut," seufzte Jody.

Sie wandte sich an Sam und warf ihr einen ernsten Blick zu.

"Ich will mit dir reden, Sam," sagte sie und ohne eine Antwort abzuwarten ging zum gemeinsamen Gästezimmer im Haus.

Sam hob eine Augenbraue und ihr Gesichtsausdruck war so komisch, das Fiona anfing zu kichern.

"Du bist in Schwierigkeiten Sam," musste sie einfach von sich geben und amüsierte sich köstlich.

Sam warf ihr einen entrüsteten Blick zu, und ohne ein Wort zu sagen folgte sie ihrer Geliebten, die schon im Haus verschwunden war.

Jody lehnte an der Fensterbank und sah mit ihren um sich geschlungenen Armen sehr verwundbar, jedoch entschlossen aus. Ihre grünen Augen sahen ruhig zu Sam, aber tief im Innern schwelte ein Feuer, das durch das kleine Funkeln zutage trat. Sam schloss die Tür hinter sich und ging zu ihrer Freundin, aber auf halben Weg blieb sie stehen, da sie plötzlich realisierte das es eine gewisse Distanz zwischen ihnen gab, die nicht durch die Entfernung im Raum verursacht wurde.

"Warum Sam?" Jody's Stimme war ruhig, aber Sam konnte den verletzten Unterton und den Zorn darin heraushören.

"Warum was, Liebling?" Entgegnete Sam verwirrt.

Seufzend versuchte Jody mit allen Kräften sich nicht von dem verwirrten Blick ihrer Geliebten gefangen nehmen zu lassen.

"Warum hast du mich auf dieser Polizeistation wie ein Kind behandelt? So, als ob es nicht von Bedeutung wäre was ich davon halte? Alle Entscheidungen heute morgen waren von dir, Sam. Ich fühlte mich zurückgesetzt."

Mit ein paar Schritten ihrer langen Beine schloss Sam die Entfernung. Bevor Jody überhaupt blinzeln konnte, stand Sam vor ihr, legte eine Hand auf ihre Schulter und mit der anderen hob sie ihr Kinn an, um ihrer Freundin in die Augen sehen zu können.

"Es tut mir leid, das ich dir dieses Gefühl gegeben habe Liebling, wirklich," flüsterte Sam reuig mit einem traurigen Blick. "Du hast absolut recht, ich hätte dich nach deiner Meinung fragen sollen, anstatt das ganze zu übernehmen, als ob ich in einem verdammten Sitzungssaal wäre und in... Hintern trete. Aber es..." sie hielt inne während sie nach Worten suchte. "Ich war so sauer! Was natürlich keine Entschuldigung ist, aber..."

Jody hob ihre Hand und legte zärtlich ihre Finger auf Sam's Lippen, was sie effektiv zum Schweigen brachte. Die Gewitterwolken in ihren Augen waren vorbeigezogen und Sam seufzte erleichtert.

"Ich verstehe es, Sam. Ich wollte nur, das du weißt wie ich mich gefühlt habe, zudem ich in diese Sache genauso verwickelt bin wie du. Ich denke, als du heute morgen mit Carol Wong gesprochen hast, da habe ich begriffen das es da einige Dinge gibt mit denen ich nicht vertraut bin." Lächelte Jody, während sie mit ihrem Daumen eine Linie an Sam's Lippen entlang fuhr. "Ich wusste, dass du hartnäckig sein kannst, aber ich habe vorher noch nie diese... übernehmende, Geschäftsarroganz gesehen. Ich nehme an, das mich das an einer schwachen Stelle erwischt hat. Es war nicht die Sam, die ich kannte."

"Das war nicht wirklich ich," antwortete Sam leise. "Das ist mehr eine Schauspielerei. Ich habe gelernt, dass ein solches Auftreten, die Leute gewöhnlich so aus den Socken haut, das sie beeindruckt sind, und in Geschäftssitzungen ist dies eine hilfreiche Fähigkeit. Es tut mir leid, wenn ich dich damit überrascht habe, Liebling. Ich habe das nicht gewollt, aber zu diesem Zeitpunkt schien es mir der beste Weg zu sein."

Jody grinste, als sie sich an Carol Wong's Gesichtsausdruck erinnerte, als Sam ihr sagte wie die Dinge zu handhaben waren.

"Ich bin mir sicher, das Carol Wong genauso überrascht wie ich war," lachte sie. "Hast du ihr Gesicht gesehen? Sie war wirklich schockiert."

Sam lächelte und strich eine Haarsträhne zurück, die sie auf Jody's Wange entdeckt hatte. Sie beugte ihren Kopf und küsste ihrer Geliebten zärtlich auf die Stirn.

"Es war recht effektiv," murmelte sie und hörte wie Jody für eine Sekunde den Atem anhielt.

Ihre Lippen glitten nach unten und küssten Jody's Augenbrauen, Augen und schließlich ihre Nase. Unbewusst lehnte sich Jody in die Liebkosung, bis sich ihre Körper berührten und sie fühlte wie sich Sam's Arme um sie legten. Mit einem zufriedenen Seufzer legte sie ihren Kopf gegen eine bekleidete Schulter, und ihre Augen schließend, badete sie in der ihr erwiesenen Zärtlichkeit.

"Was machen wir jetzt, Sam?" Fragte sie leise. "Es ist Montag. Ich müsste zur Arbeit gehen, aber irgendwie glaube ich nicht, das du damit einverstanden bist."

"Da hast du vollkommen recht," antwortete Sam. "Ich bin sicher, wer zum Teufel sie auch sind, sie werden das The Reef im Auge behalten. Ich möchte dich nicht dort sehen. Das verstehst du doch, oder nicht?"

"Ich verstehe es," gab Jody zu. "Aber ich sollte Brian Bescheid geben und ihm sagen, das ich heute nicht komme."

"Ruf ihn an," schlug Sam vor. "Sag ihm, das er dich erreichen kann, wenn es ein Problem geben sollte, das sie nicht selbst lösen können. Glaubst du, dass er dazu fähig ist?"

"Ja, das ist er. Er hat mich schon vorher vertreten, aber es war nur für ein oder zwei Tage."

"Ich sag dir was," Sam legte ihre Hände auf Jody's Schultern und hielt sie auf Armlänge, um ihr in die Augen zu sehen. "Da William Jensen nicht so schnell zurückkommen wird, wenn wir mit ihm fertig sind, warum geben wir dann nicht Brian die Möglichkeit Assistenzmanager zu werden? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ihn zu beweisen, das er dazu fähig ist. Gibt es jemanden, den du für seine derzeitige Position vorschlagen würdest?"

"Ich... ich glaube," stotterte Jody. "Aber Sam... das ist mein Job."

"Ich weiß Liebling, und ich will die Entscheidung nicht für dich treffen. Aber wir werden einen neuen Manager brauchen, und wenn du am The Reef bleiben willst, nun, dann sehe ich keinen Grund, warum nicht du diese Position einnehmen solltest."

Jody lehnte sich ein wenig zurück um Sam in die Augen zu sehen.

"Du hast das alles schon ausgebrütet, oder nicht?" Fragte sie bestürzt.

"Es ist nur ein Vorschlag Liebling, nicht mehr."

Und was wirst du machen, Sam? Zurück nach Holland gehen? Mich hier lassen? Wieder einmal? Oder erwartest du von mir, dass ich mit dir gehe? Würde ich das tun? Weg von meiner Familie in ein anderes Land gehen, dessen Sprache ich nicht spreche?

Ihre Gedanken müssen auf ihrem ausdrucksvollem Gesicht zu lesen gewesen sein, da Sam's Augen äußerst sanft und liebevoll wurden und sie Jody in eine enge Umarmung nahm.

"Ich bin mir nicht sicher, wie die Dinge funktionieren werden, Liebling. Aber sie werden es. Das verspreche ich. Ich werde dich nicht verlassen, in diesem Punkt musst du mir vertrauen. Sobald dieser Schlamassel bereinigt ist, will ich mit dir zusammenleben. Ich weiß, das es einige Hindernisse geben könnte, aber lass uns diese Brücken überqueren, wenn wir sie erreichen. Okay?"

Sam konnte Jody's Nicken spüren, schwer seufzend vergrub sie ihr Gesicht in dem duftenden Haar, und atmete den ihr so eigenen Duft ein. Als Jody's Hände anfingen über ihren Rücken und ihre Schultern herumzustreifen, konnte Sam fühlen wie ihre Körper zusammenschmolzen. Sie bewegte ihren Kopf, um Zugang zu einem wohlgeformten Ohr zu erhalten, das danach bettelte geküsst zu werden und der Frau in ihren Armen ein Stöhnen entlockte.

"Gab es da nicht noch etwas unerledigtes, was wir nachholen wollten?" Dröhnte Sam's verspielte Stimme in ihr Ohr, was Jody zum Kichern brachte.

"Irgendwie habe ich erwartet, das du das erwähnen würdest," antwortete sie und presste ihre Lippen auf die weiche Haut von Sam's Hals.

"Aber ich fürchte, dass du dich ein wenig länger kontrollieren musst, meine Liebe. Ich hörte wie Sarah etwas von einem Essen erwähnte und ich glaube nicht, das du sehr glücklich darüber wärst, von einem Ruf zum Essen unterbrochen zu werden, oder?"

"Hmmm... ich glaube nicht," erwiderte Sam während sie auf dem Weg zu einem paar weichen Lippen, eine feuchte Spur auf Jody's Wange hinterließ. "Obwohl ich zugeben muss, das ich am verhungern bin."

"Warum denke ich nur, das du nicht von Lebensmitteln sprichst?" Lächelte Jody. "Ich glaube, dass..."

Aber sie wurde von ein paar Lippen unterbrochen die sich hungrig auf ihre pressten. Alle Gedanken verschwanden, als sie Sam's forschende Lippen spürte und als eine ungeduldige Zunge nach Einlass suchte, willigte sie gerne ein und ließ ihre Geliebte eindringen. Ihre Hände wanderten zu Sam's Genick hinauf und zog sie noch näher an sich. Mit donnerndem Herzen ließ sie die Welt außen vor, bis es ausschließlich nur noch Sam und sie gab.

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Die Tür schloss sich mit einem leisen Klicken, und schwer seufzend und mit traurigen Augen machte sich Joan McDonnell auf den Rückweg, den langen Flur hinunter zu ihrem Wagen, der neben dem Eingang des Krankenhauses geparkt war. Von den nackten Wänden hallten ihre langsamen Schritte zurück, die im Einklang mit dem dumpfen Schmerz, der sich wie eine Stahlkette um ihr Herz geschlungen hatte und sie innerlich frieren lies, standen. Sie hatte das Gefühl verloren zu sein, so als ob sie auf einem weiten Ozean unbekannter Gefühle dahintrieb, ohne das ein sicherer Hafen in Sicht war.

Ihr Besuch war sehr unerfreulich gewesen und sie war mit einer langen Liste von tu es und tu es nicht Dingen gegangen, von denen sie wusste, dass sie nicht damit leben konnte. Nicht mehr. Die Zukunft lastete schwer auf ihren leicht hängenden Schultern, und obwohl sie wusste, dass sie Entscheidungen treffen musste, weigerte sich ihr Gehirn zu kooperieren. Das einzige an was sie denken konnte, war die kalte Aufforderung ihres Mannes, als er ihr sagte ihre älteste Tochter nicht mehr zu besuchen. Nie mehr.

Joan McDonnell spürte wie ein Schauer an ihrem Rückgrat herunterlief, als sie realisierte wie ihr Mann reagieren würde, wenn er herausfand, dass sie sich ihm wiedersetzte. Während ihrer ganzen neunundzwanzig Ehejahre hatte er nur einmal seine Hand gegen sie erhoben, und diese Handlung sofort bereut, aber sie wusste, dass er nicht zögern würde sie wieder zu schlagen. Er hatte sich so sehr verändert.

"Mom," unterbrach eine heitere Stimme ihre Gedanken und bei dem Anblick einer schlanken, dunkelhaarigen Frau, die gerade um die Ecke kam, leuchteten ihre Augen auf.

"Lucy," antwortete sie und fühlte wie sich eine tröstende Wärme in ihrem Körper ausbreitete.

Ihre Tochter warf einen Arm um ihre Schulter und gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange.

"Bist du gerade der Löwengrube entflohen?" Flachste Lucy, als sie den erschöpften Gesichtsausdruck ihrer Mutter sah. "Wie geht's Griesgram?"

In der Vergangenheit hätte Joan McDonnell ihrer Tochter gesagt, das sie respektvoller über ihren Vater sprechen sollte, aber sie konnte dafür nicht mehr den Mut oder die Kraft aufbringen. Also ließ sie die Bemerkung durchgehen.

"Dein Vater erholt sich schnell," antwortete Joan McDonnell ihrer Tochter mit emotionsloser Stimme. "Der Doktor sagte, das er bald fähig sein wird nach Hause zu gehen. Vielleicht in einigen Tagen."

"Du scheinst darüber nicht sehr glücklich zu sein," bemerkte Lucy, während sie ihrer Mutter einen neugierigen Blick zuwarf. "Was ist los? Bist du in Ordnung, Mom?"

Joan McDonnell versuchte den Kloß in ihrer Kehle herunterzuschlucken und bemühte sich die dunkelgrünen Augen, die ihr Gesicht nach einer Antwort durchsuchten, zu meiden.

"Dein Vater sagte mir, dass ich nicht mehr zu Jody gehen und sie nicht mehr sehen sollte. Er war sehr bestimmend," antwortete sie leise und Lucy konnte die Verbitterung in ihrer Stimme heraushören.

"Das ist nicht seine Entscheidung Mom," sagte Lucy während sie ihrer Mutter die Schulter drückte. "Jody ist auch deine Tochter. Er hat kein Recht dir zu sagen was du zu tun hast. Wie lang wirst du dir das noch gefallen lassen?"

Joan McDonnell antwortete nicht sofort und Lucy konnte sehen wie sich ihre Kiefermuskeln anspannten. Sie kannte ihre Mutter immer als freundliche Person, die nur sehr schwer zu verärgern war, und die wenigen Male, in der ihr Temperament mit ihr durchgegangen war, konnten an einer Hand abgezählt werden. Aber ohne Schwierigkeiten erkannte Lucy die Anzeichen. Sie legte ihre Hand auf den Arm ihrer Mutter, hielt sie an und drehte sie herum, damit sie ihr ins Gesicht sehen konnte.

"Ich will keinen Ärger zwischen dir und Dad anstiften, weil ich kein Recht dazu habe," sagte sie und ihre Augen bekamen einen sanfteren Ausdruck als sie in den Augen ihrer Mutter den Schmerz sah. "Aber Mom, es ist okay wütend zu sein. Gott weiß, dass du jedes Recht dazu hast. Es ist nicht gesund alles in sich hineinzufressen. Du musst es, auf dem einen oder anderen Weg herauslassen. Und es ist mir egal wie du es machst, aber ich glaube wirklich das du es tun solltest."

"Ich weiß nicht ob ich es kann, Liebling." Seufzte Joan. "Es könnte einfach zuviel sein. Es erschreckt mich."

Jene letzten drei Worte waren kaum geflüstert und Lucy fühlte einen qualvollen Stich als sie realisierte, wie einsam und verloren sich ihre Mutter anhörte.

"Oh Mom. Komm her," seufzte sie und zog ihre Mutter in eine liebevolle Umarmung. "Gibt es etwas, das ich für dich tun kann? Irgendetwas?"

"Nun, da gibt es tatsächlich etwas," antwortete Joan, schälte sich aus der Umarmung ihrer Tochter und sah sie an. "Könntest du Fiona für mich abholen? Ich muss noch etwas erledigen."

"Da wir gerade über Fiona reden," lächelte Lucy. "Das ist der Grund warum ich hier bin. Jody hat mich angerufen und mich gebeten dir zu erzählen was heute morgen passiert ist. Hör zu..."

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Fahrig warf Brian O'Conner einen Stapel Akten in eine der Ablagen, die sich hinter der Rezeption befanden. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte ihm, das seit seinem letzten Blick zur Uhr nur drei Minuten vergangen waren. Seufzend sah er auf seine Armbanduhr um sicherzugehen, das die andere Uhr richtig ging und zog besorgt seine Stirn in Falten, als er erkannte, das die Uhrzeit stimmte. Jody kam nie zu spät zur Arbeit, und er versuchte krampfhaft die schrecklichen Szenarien zu verdrängen die ihm in den Sinn kamen. Das Verhalten seines Managers am vorherigen Tag hatte ihn äußerst beunruhigt und er wollte dringend mit Jody darüber reden.

Ich könnte sie ja anrufen. Sie hatte mir gesagt, sie außer bei einer Katastrophe nicht zu stören, jedoch...

Seine Grübeleien wurden durch ein Telefonklingen unterbrochen und automatisch griff er nach vorne um den Hörer abzunehmen und ans Ohr zu halten.

"The Reef, Brian O'Conner am Apparat. Sie wünschen?"

"Hallo Brian, ich bin's, Jody."

Die Erleichterung, die durch seinen Körper strömte, war so gewaltig, dass Brian gegen die Theke fiel.

"Jody!" Seufzte er. "Ich habe mir Sorgen über sie gemacht. Geht es ihnen gut?"

"Mir geht es gut Brian," antwortete Jody. "Aber ich werde heute und morgen nicht zur Arbeit kommen."

"Ein kleiner Urlaub wie?" Versuchte Brian zu scherzen, doch versagte kläglich darin, seine Besorgnis zu verbergen.

Jody bemerkte sofort seine Stimmung, und nach einem kurzen Schweigen konnte Brian hören, wie sie sich räusperte.

"Was ist los Brian?" Fragte sie behutsam.

"Der Chef war gestern hier," platzte Brian heraus. "Er hat ein Bild von Miss Stevens. Jody, ich weiß nicht was los ist, aber ich traue ihm nicht. Er hatte diesen seltsamen Gesichtsausdruck."

"Ein Bild von Sam?" Wiederholte Jody. "Woher hat er... oh, Moment mal, die Kopien. Hat er die Kopie von ihrem Pass genommen?"

"Ich wollte sie ihm nicht geben Jody, doch er hat gedroht mich zu feuern." Antwortete Brian gedämpft. "Es tut mir leid."

"Das ist in Ordnung Brian," seufzte Jody. "Ich verstehe es. Sie hätten da sowieso nicht viel machen können. Machen sie sich keine Sorgen deswegen."

"Was ist los Jody?"

"Ich kann ihnen das jetzt nicht sagen Brian, aber ich möchte das sie ihre Ohren und Augen offen halten. Jedes Mal, wenn sie etwas ungewöhnliches hören oder sehen, dann rufen sie mich an. Okay?"

"Das werde ich, Jody."

"Hören sie Brian, ich werde für ein paar Tage, oder vielleicht auch länger nicht kommen. Ich möchte das sie mich vertreten. Ich weiß, das es für sie wie ein Sprung ins kalte Wasser ist, aber ich habe vertrauen in sie. Fragen sie Miriam ihre Position einzunehmen, sie wird die Chance gerne nutzen. Sam bat mich ihnen zu sagen, das mit der neuen Verantwortung auch eine Gehaltserhöhung verbunden ist."

"Glauben sie, dass Mr. Jensen damit einverstanden sein wird?"

"Machen sie sich darüber keine Sorgen Brian," beruhigte Jody ihn. "Sam wird sich darum kümmern."

"Okay," stöhnte Brian, der nicht wusste ob er beunruhigt oder glücklich sein sollte. "Falls ich mit etwas nicht zurecht komme, kann ich sie dann anrufen?"

"Jederzeit Brian," antwortete Jody und er konnte das Lächeln in ihrer Stimme hören. "Aber ich weiß, dass sie eine gute Arbeit machen werden."

"Danke Jody. Nur noch eine Frage... Da sie nicht kommen, wer bearbeitet dann die Gehaltschecks?"

"Das ist schon erledigt, Brian. Die Hauptverwaltung kümmert sich darum. Die Gehaltsabrechnungen könnten ein wenig später als gewöhnlich erfolgen, aber sie können jedem sagen, das ihr Gehalt pünktlich auf ihrem Konto sein wird."

"Es läuft über die Hauptverwaltung, aber..."

"Ich kann es jetzt nicht erklären Brian, aber sobald wie möglich, werde ich ihnen die ganze Geschichte erzählen. Es tut mir leid."

"Ist das The Reef in Schwierigkeiten? Ich meine, muss ich mich nach einem anderen Job umsehen?" Scherzte Brian schwach, und Jody konnte die Besorgnis in seiner Stimme hören.

"Nein, mit dem The Reef ist alles in Ordnung, machen sie sich keine Sorgen."

"Gott sei Dank," seufzte Brian. "Nun ja Jody, ich werde mein Bestes tun, das hier alles glatt geht."

"Das weiß ich Brian. Danke. Ich muss jetzt Schluss machen, aber ich werde sie morgen für einen Zustandsbericht anrufen. In Ordnung?"

"Geht klar, Jody. Wir reden dann später. Tschüss!"

Brian legte den Hörer auf und starrte auf den Brunnen der im Zentrum der riesigen Eingangshalle stand. Seine Augen nahmen den schönen Anblick nicht wahr, weil sein Gehirn eifrig die Dinge, die Jody ihm gesagt hatte, verarbeitete und einordnete. Jody brauchte ihm nicht zu sagen, das etwas mit William Jensen nicht stimmte, er hatte das bereits gespürt, als der Manager die Kopie von Sam's Pass verlangte.

Seufzend kratzte sich Brian am Genick und machte sich in Gedanken eine Liste über alles was er zu erledigen hatte. Zuerst musste er Miriam Gonzales, eines von den Zimmermädchen, anrufen. Seit sie sich ihr Bein bei einem Fahrradunfall verletzt hatte, hatte Jody sie gelegentlich an der Rezeption arbeiten lassen, um ihr eine notwendige Pause zu gönnen. Brian vermutete, dass sie sehr glücklich darüber sein würde, ihr Bein für eine Weile schonen zu können. Die Gehaltserhöhung nicht zu vergessen. Miriam's Ehemann besaß eine kleine Bananenplantage. Sie hatten drei Kinder und schafften es kaum bis zum Monatsende über die Runden zu kommen. Brian lächelte, als er sich Miriam's überraschtes Gesicht vorstellte, wenn sie von ihrer neuen Verantwortung erfuhr.

"Nun ja, ich rufe sie lieber vorher an und erkundige mich, ob sie heute anfangen kann. Und danach sehe ich besser mal nach dem Safe. Jody hat darüber nichts erwähnt, aber es könnte keine schlechte Idee sein die Kombination zu verändern. Ich traue unserem Manager nicht. Gott weiß was er vor hat."

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Breit gähnend ließ sich Megan auf das Bett fallen, und ohne sich darum zu scheren welchen Anblick sie darbot, streckte sie schwerfällig ihre abgespannten Muskeln.

"Du meine Güte, Liebling," kicherte Sarah. "Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man glauben, dass du den ganzen Tag schwer gearbeitet hast."

"Was zum Beispiel?" Erklang Megan's müde Stimme vom Bett her.

"Oh, ich weiß nicht," antwortete Sarah vergnügt über die augenscheinliche Erschöpfung ihrer Partnerin. "Sand schippen? Löcher graben? Einen halben Wald abholzen?"

"Ha ha," entgegnete Megan, rollte sich auf die Seite und stützte ihren Kopf auf ihrer Hand ab. "Weißt du, du bist mit Entschiedenheit die komischste Person im ganzen Universum. Es muss deiner Aufmerksamkeit entgangen sein, aber ich habe Fiona bei dieser furchtbaren Mathe-Aufgabe geholfen."

"Also, Fiona hat dich fertiggemacht, wie?" Frotzelte Sarah liebevoll. "Nun, ich denke, das dies überaus logisch ist meine Liebe. Deine Hochschulzeit muss schon Jahre zurückliegen."

Megan grinste und sah zu wie ihre Geliebte ihr Kopfkissen in Form klopfte, bevor sie selbst ins Bett kroch.

"Auf den Köder fall ich nicht herein," antwortete sie. "Außerdem bist du zwei Jahre älter als ich, also..."

Sarah lächelte mit einem schelmischen Flackern in ihren grauen Augen. Sie rollte sich zur Seite, um ihre Partnerin, die sie mit einer Unschuldsmine anblickte, ansehen zu können.

"Dann schalten wir besser das Licht aus, wie?" Bemerkte sie. "Ich brauch meinen Schlaf, wenn ich mit dir mithalten will."

"Mmm, klar, das wäre besser," antwortete Megan. "Aber bevor du schläfst, möchte ich dich fragen, ob es dir recht ist, das Fiona auch hier wohnt?"

"Natürlich. Warum sollte ich etwas dagegen haben? Jody und Sam sind unsere Freundinnen und ich bin froh, das wir ihnen helfen können. Fiona kann solange hier bleiben wie es nötig ist. Ich mag die Göre, sie ist Lucy so ähnlich!"

"Ich habe mich nur gefragt," fuhr Megan fort. "Weißt du, in Anbetracht deines Alters könnte es zuviel für dich werden..."

Sarah grinste als es ihr dämmerte, das Megan sie ganze Zeit auf den Arm genommen hatte, und mit einer schnellen Bewegung steckte sie ihre Partnerin auf dem Bett fest.

"Liebling, ich denke das es an der Zeit ist diese Altersgeschichte ein für alle Mal aus der Welt zu räumen. Ich denke das es an der Zeit ist mich dir zu beweisen."

Megan sah in das so nahe Gesicht und wiederstand dem Drang ein paar feuchte, volle Lippen zu küssen. Ihre Augen funkelten und Sarah spürte wie der Körper unter ihr von dem lautlosen Gelächter zitterte.

"Das ist eine ausgezeichnete Idee," stimmte sie zu. "Aber hast du für dieses Ereignis nicht ein bisschen zuviel an?"

Sarah blickte an sich hinunter, sah auf ihr T-Shirt und den Schlüpfer, bevor ihr Blick wieder mit Megan's verschmolz.

"Irgendwie glaube ich, dass du fähig sein wirst dich darum zu kümmern," schnurrte sie verführerisch, bevor sie mit ihren Lippen wieder Megan's Berührte.

Sofort spürte sie, wie ein paar warme Hände unter ihr Shirt schlüpften und die Haut darunter streichelten. Megan veränderte ihre Position, damit ihre Körper sich völlig berührten und spreizte leicht ihre Beine, um Sarah die Möglichkeit zu geben ihre Schenkel zwischen ihren legen zu können. Sie stöhnte leise als ihre Geliebte den Druck verstärkte und zerrte ungeduldig am Shirt, das zu einer Schranke zwischen ihren schnell erhitzten Körpern geworden war. Sarah hob ihren Oberkörper und spürte wie der Stoff von ihrem Körper gezogen wurde. Das war das Letzte was ihr Gehirn für lange Zeit registrieren konnte, da sie, als Megan's Lippen, auf der Suche nach ihren Brüsten, an ihren Hals herunterfuhren, jeden zusammenhängenden Gedanken verlor und bereitwillig ihrem Körper die Führung überließ.

 

~~~ ENDE - Kapitel 8 ~~~

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Wie es weiter geht könnt ihr in Kapitel 9 lesen.

Kommentare und Feedback: loisk@hotmail.com

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