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Lest bitte die allgemeinen Hinweise im Kapitel 1!

 

 

Wie immer danke ich dir Cindy für deine Korrekturlesung. Du bist eine tolle Freundin!

 

TCB, du weißt, dass dies für dich ist. Alle Kapitel sind es, weil du ein solch großer Teil von mir bist; meine bessere Hälfte (oder sollte ich besser sagen, gute Hälfte? (SmilieSmilieSmilie). Gleichgültig was das Leben noch alles für mich parat hat, ich kann damit fertigwerden, weil du immer für mich da bist. Ich liebe dich bis in alle Ewigkeit.

 

 

The Reef - Kapitel 10

   

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The Reef
by Lois Kay

Kapitel 10

 

Ohne nachzudenken schob Lucy ihre Mutter in den Wagen, schlug die Tür zu und rannte auf die andere Seite um selbst einzusteigen. Innerhalb weniger Sekunden hatte sie den Motor angelassen und fuhr mit halsbrecherischer Geschwindigkeit los.

"Was machst du Lucy? Was ist los?" Fragte Joan McDonnell zum viertenmal, ihre eigenen Probleme und Kummer vergessend.

"Ich erzähl es dir später Mom, aber wir müssen so schnell wie der Teufel hier weg."

"Aber... aber ich habe einen Schuss gehört. War das eine Pistole? Sollten wir nicht...?"

"Keinesfalls," unterbrach sie Lucy mit einem blassen jedoch grimmigem Gesicht. "Dieser Schuss ist der beste Grund den Ort zu verlassen."

Ihre Augen schossen vom Rückspiegel nach vorne zur Strasse und wieder zurück. Ruhelos. Besorgt. Aufgeregt. Ihr Herz hämmerte und ihre Handflächen waren feucht. Der eiserne Griff um das Lenkrad ließ ihre Knöchel weiß hervortreten und Lucy tat ihr Bestes um nicht in Panik zu geraten.

"Ich verspreche, dass ich es dir später erklären werde, Mom. Aber zuerst müssen wir hier weg."

"Wo fahren wir hin?"

Das war eine gute Frage. In den vergangenen Minuten hatte sich Lucy, dafür das sie so blöd war ihr Handy zu vergessen, mehrmals selbst verflucht. Sie hätte ihre Mutter, Sam und Jody anrufen lassen können. Und die Polizei. Das war die Lösung. Am besten fuhren sie zum Polizeirevier. Dort würden sie sicher sein.

Ein Blick in den Rückspiegel sagte Lucy, dass sie von einem Wagen verfolgt wurden, der alle Ampeln und Stoppzeichen ignorierte, die sie und ihre Mutter gerade passiert hatten. Lucy fluchte in sich hinein. Ihnen lief die Zeit davon. Das Polizeirevier war noch einige Kilometer entfernt und es war einfach zu starker Verkehr um schneller fahren zu können. Und es war auch nicht so, das ihre Verfolger dadurch zurückgehalten wurden.

Als sie hörte wie Brian zu ihr geschrieen hatte, genügte Lucy ein Blick um zu wissen, dass im The Reef diejenigen Männer waren, die Sam und Jody verfolgten. Sie begriff, dass sie nach ihnen suchten. Sie hatte es in den Augen des größeren Mannes gesehen. Er erkannte sie, obwohl er sie noch nie gesehen hatte. Aber da sie wusste, dass sie hinter Fiona hergewesen waren, machte ihr klar, dass sie sie als Jody's Schwester erkannt hatten.

Der Schuss hallte noch immer in ihren Ohren und mit einem widerlichen Gefühl wusste sie, dass auf Brian geschossen worden war. Sie hatte gesehen wie er zu Boden fiel und versuchte den Mann hinter ihm von seinen Füssen zu holen.

Oh Gott. Und jetzt ist er hinter uns her. Bitte, lass es mich rechtzeitig schaffen. Wir müssen das Polizeirevier erreichen. Ich muss Sam informieren. Und Jody. Dies alles gerät außer Kontrolle. Verdammt! Warum hab ich mein Handy liegen lassen?

Der Wagen hinter ihr kam näher und Lucy klagte leise, sie wusste das sie schneller fahren musste, wenn sie aus seiner Reichweite bleiben wollte.

"Halt dich fest Mom," presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Sie erhöhte die Geschwindigkeit auf fast 8o km/h, obwohl nur 60 km/h erlaubt waren. Sämtliche Muskeln spannten sich an, als sie sah wie ein großer Lastwagen auf ihre Spur kam, und sie wechselte verzweifelt auf die andere Fahrbahn indem sie, das Hupen und die obszönen Gesten ignorierend, ihren Wagen in eine kleine Öffnung zwischen dem Lastwagen und einem Bus quetschte. Joan McDonnell unterdrückte einen Schrei und schloss ihre Augen, und um ihre Finger vom Zittern abzuhalten krallte sie sie in das weiche Leder ihrer Handtasche.

Mit einigem Können und einer Menge Glück schaffte es Lucy den Wagen in der Spur zu halten, und als sie leise fluchte bemerkte sie, das sie die Luft angehalten hatte. Schlotternd seufzte sie und warf einen Blick auf die Strasse hinter sich. Zufrieden sah sie, dass ihre Verfolger es nicht mehr geschafft hatten an dem Lastwagen vorbeizukommen, und ihre Panik legte sich ein wenig.

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"Aber Jody, es ist doch nichts dabei einen kleinen Spaziergang zu machen," jammerte Fiona. "Ich verspreche, dass ich in der Nähe des Hauses bleiben werde. Ich brauch wirklich etwas frische Luft! Weißt du, ich leide an einem schlimmen Fall von Klaustrophobie. Du willst doch nicht, dass ich wahnsinnig werde, oder?"

"Warum solltest du wahnsinnig werden?" Stöhnte Jody, während sie versuchte den flehenden Blick ihrer jüngeren Schwester zu ignorieren.

"Weil alle Symptome dafür vorhanden sind," antwortete Fiona schnell. "Ich bin eingeschlossen, unter einer Menge Stress, mir ist langweilig und ich bin extrem intelligent. Ich schwöre, das alles reicht aus um wahnsinnig zu werden."

Ein leises Kichern von der Veranda richtete ihre Aufmerksamkeit zu Sam, die der Unterhaltung der Geschwister zuhörte, jedoch schlau genug war, sich nicht einzumischen.

"Sam, sag du auch etwas dazu!" Forderte Fiona sie auf, da sie glaubte das Sam nachgiebiger als ihre Schwester sein würde.

Ein Paar funkelnde, blaue Augen sahen von Fiona zu Jody und wieder zurück. Langsam schüttelte Sam ihren Kopf.

"Du magst ja extrem intelligent sein," grinste sie. "Aber ich habe keine Selbstmordabsichten. Jody hat recht, du solltest für eine Weile hier drin bleiben."

Die Enttäuschung auf dem Geicht des Mädchens sehend, machte Sam einen großen Schritt auf sie zu und legte tröstend eine Hand auf Fiona's Schulter.

"Es ist zu gefährlich Fi," erklärte sie mit todernstem Gesicht. "Ich weiß, dass es hier recht isoliert ist, aber wir wissen nicht wer, oder wo dieser... Abschaum ist, und ich glaube nicht das es sehr klug wäre, alleine da draußen herumzustreifen. Aber ich verspreche dir folgendes: Am späten Nachmittag nehm ich dich für einen Spaziergang mit. Okay? Wir können ein wenig den Hügel hinaufwandern und du kannst etwas frische Luft holen."

Bevor sie Sam's Angebot annahm, zuckte Fiona mit ihren Schultern und starrte eine Zeitlang auf ihre Füße.

"Darf ich auch mitkommen?" Fragte Jody leise schmollend, jedoch mit fröhlich strahlenden Augen.

Sam runzelte ihre Stirn und blickte zu Fiona, so als ob sie sie um Erlaubnis fragen würde.

"Ich weiß nicht. Was denkst du Fiona? Darf sie mit uns kommen? Ich kann mich nicht erinnern, ob sie eins jener Mädchen ist, die in Ohnmacht fallen, wenn sie eine Schlange sehen. Ich habe wirklich keine Lust sie zurückzutragen."

Ihre miese Laune vergessend grinste Fiona, sah in das entrüstete Gesicht ihrer Schwester und hatte plötzlich das brennende Verlangen noch etwas Brennstoff hinzuzufügen.

"Ich bin mir nicht sicher Sam," sprach sie gedehnt und zog ihre Stirn in Falten. "Ich erinnere mich daran, wie wir einmal zum Zelten draußen waren und Jody laut schreiend aus dem Zelt gerannt kam, weil etwas in ihren Schlafsack gekrochen war. Verstehst du, es war nicht gerade ein abgeklärtes Verhalten in der freien Natur. Sie ist vielleicht zu sehr ein Stadtmädchen."

"Dieses etwas entpuppte sich als eine Rotbauch-Schwarzschlange, du kleine Stänkerin," verteidigte sich Jody, die diesmal wirklich beleidigt war. "Ich bin mir sicher, dass du, wenn du an meiner Stelle gewesen wärst, genauso schnell gerannt wärst."

Sam lachte, legte einen Arm um die Schulter ihrer Geliebten und genoss den rosa Farbton auf Jody's Gesicht.

"Gib acht Fi, sie ist dabei sich in einen kleinen Hitzkopf zu verwandeln."

Sie beugte ihren Kopf und küsste Jody schnell auf die Stirn.

"Wer hat die Schlange fortgeschafft?"

Fiona und Jody tauschten Blicke aus und brachen plötzlich in Gelächter aus.

"Mom hat das gemacht," erklärte Jody. "Sie hat uns alle zurücktreten lassen, schnappte sich einen langen Stock und schleppte den Schlafsack aus dem Zelt. Vogel rief zu ihr, die Schlange nicht zu töten, da es nicht sein Fehler war, das wir unsere Zelte dort aufgestellt hatten. Fiona fing mit ihm eine Diskussion über das Geschlecht der Schlange an. Ich schrie zu meiner Mutter sie solle vorsichtig sein, und Matthew schrie zu uns allen, das wir unsere Klappe halten sollten, damit sich Mom konzentrieren könne."

"Ich nehme an, dass durch unsere Geräuschkulisse soviel Vibration entstanden war, dass die Schlange davongerannt ist," grinste Fiona. "Oder um es richtiger auszudrücken, sich davongeschlängelt hat."

Sam grinste und wollte gerade einen pfiffigen Kommentar dazu abgeben, als ihr Handy summte. Schulterzuckend und mit einem entschuldigenden Blick zog sie ihr Nokia aus der Tasche und drückte die Sprechtaste.

"Hallo?"

Jody und Fiona, die beide Sam's Gesicht betrachteten, sahen wie ihr Gesicht sämtliche Farbe verlor, bis es so weiß wie ein Laken war. Unbewusst griff Jody nach vorne und packte, mit besorgten dunklen Augen, Sam's Arm.

Ihre Blicke trafen sich und Jody bemerkte wie Sam's hellblaue Augen dunkel, kalt und distanziert wurden.

Sam sagte zu der anderen Person am Telefon nicht viel. Sie nickte einige Male und beendete die Unterhaltung mit einem grimmigen: "Ich werde so schnell wie möglich da sein."

Nachdem sie das Gespräch beendet hatte steckte sie ihr Handy weg und blickte zu Jody. Als sie den besorgten Blick ihrer Geliebten sah, nahmen ihre Augen einen weicheren Ausdruck an.

Zärtlich legte sie eine Hand auf Jody's Schulter, drückte sie auf einen Stuhl und während sie sich vor sie hockte nahm sie Jody's Hände in ihre.

"Was?" Flüsterte Jody, die wusste, das irgendetwas schlimmes geschehen war.

Sam schluckte mehrmals und holte tief Luft.

"Auf Brian ist geschossen worden," antwortete sie schließlich.

Jody's gesunde Gesichtsfarbe verschwand augenblicklich, und Sam konnte spüren wie sich die Fingernägel ihrer Freundin in ihre Handflächen gruben.

"Sie haben ihn zum Tweed Heads Krankenhaus gebracht und er ist im Augenblick im OP. Sein Zustand ist kritisch. Anscheinend hat er viel Blut verloren." Seufzte Sam und rieb sich müde die Augen. "Er wurde in den Unterleib geschossen."

Jody versuchte ihre trockenen Lippen und ihren Mund anzufeuchten. Ihre Hände hielten immer noch Sam's in einem eisernen Griff, und die Sommersprossen in ihrem Gesicht stachen durch ihre blasse Haut hervor.

"W... Was ist passiert?"

"Es waren zwei Männer mit Brian in der Eingangshalle. Sie gingen gerade zur Tür als sich Brian fallen ließ und versuchte einen von ihnen zu treten. Der Bursche zog eine Waffe und schoss auf ihn."

"Der Bursche, der hinter mir her war?" Fragte Fiona hastig, wobei ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern war.

Sam sah in das Gesicht des bestürzten Teenagers, und obwohl Sam nicht sofort antwortete kannte Fiona die Antwort.

"Oh mein Gott."

"Und der Gleiche, der in meiner Wohnung war?" Fragte Jody mit weit aufgerissenen Augen.

"Ich nehme es an," seufzte Sam. "Es hängt alles zusammen."

"Wir sollten die Polizei anrufen und sehen ob..."

"Es war Carol Wong die mich gerade angerufen hat, Liebling," unterbrach sie Sam. "Sie ist im Augenblick am The Reef und ich denke, das es das Beste ist, wenn wir zu ihr dorthin gehen. Danach möchte ich ins Krankenhaus, um zu sehen wie es Brian geht."

Fiona schob ihr Haar aus der Stirn und sah mit einem verlorenen Gesichtsausdruck zu Sam.

"Wo bleib ich?"

"Du kommst mit uns," antwortete Sam sofort. "Ich werde dich, oder Jody nicht aus meinen Augen lassen. Nicht, bis dieser ganze Schlamassel aufgeklärt und erledigt ist."

Fiona sah erleichtert aus, und in diesem Augenblick war von dem vorwitzigen Teenager mit mehr Schneid als Verstand nicht viel übriggeblieben.

Sam's Handy summte wieder und hektisch zog sie es aus ihrer Tasche.

"Hallo? Lucy? Ich.... WAS? Du warst da? ....Wo bist du jetzt? ...Hast du? ...Okay.... richtig. Nein, sie sind beide hier bei mir.... Nein, ich nehme sie mit... Wir machen uns jetzt auf den Weg. Okay, wir sehen uns gleich."

Mit einem Ächzen legte Sam ihr Gesicht gegen Jody's Schulter und spürte sofort wie sich ein Arm um ihre Schulter legte und sie näher zog.

"Okay, spuck es aus." Erklang Jody's Stimme neben ihrem Ohr. "Was ist es diesmal?"

Sam seufzte schwer und erhob ihren Kopf von seinem bequemen Platz. Einen Moment lang wünschte sie sich, es wäre alles nur ein Traum. Das sie und Jody ihre neugefundenen Liebe ausleben und genießen, und sich auf eine tropische Insel zurückziehen könnten, wo die größte Sorge wäre, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Aber die Realität sah so anders aus, und wenn Wünsche Fische wären...

"Lucy ist auf dem Polizeirevier. Sie war am The Reef als auf Brian geschossen wurde."

Sam hörte ein scharfes Einatmen und zärtlich nahm sie Jody's Gesicht zwischen ihre Hände.

"Sie ist okay, Jody. Es geht ihr gut und sie ist in Sicherheit. Die Burschen, die auf Brian geschossen haben, hatten sie verfolgt, aber Gott sei Dank ist deine Schwester schlau! Sie fuhr direkt zum Polizeirevier und vorläufig wird sie dort auch bleiben."

Sam sah die Erleichterung auf Jody's Gesicht und lächelte beruhigend.

"Mit deiner Mutter," fügte sie hinzu.

"Meine Mutter?" Wiederholte Jody. "Was...?"

"Ich weiß es nicht, Liebling," entgegnete Sam. "Ich weiß nur, dass beide dort in Sicherheit sind und nirgendwo hingehen werden, bis wir alle wissen was zum Teufel heute morgen passiert ist. Okay?"

Sam stand langsam auf und zuckte zusammen als ein stechender Schmerz durch ihr rechtes Bein schoss, was gewöhnlich eine Warnung war, ihr nie völlig geheiltes Bein nicht so sehr zu belasten.

"Bist du okay?" Fragte Jody liebevoll, sprang von ihrem Stuhl auf und ergriff Sam's Arm.

Sam nickte und lächelte schwach.

"Mein lediertes Bein," erklärte sie. "Solange ich heute nicht fahren muss, wird alles fein sein."

"Ich werde fahren," sagte Jody und schnappte sich die Autoschlüssel vom Tisch. "Lasst uns gehen."

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Trotz des kühlen Operationssaales spürte die Chirurgin wie sich auf ihrer Stirn Schweißperlen bildeten. Sie und ihr Team arbeiteten krampfhaft daran, die starke Blutung des Patienten zu stoppen, während sie nach der Verletzung suchten die diese verursachte.

Ihre Augen von der blutigen Szene unter ihren Händen abwendend, suchten ihre dunkelbraunen Augen nach einer der Krankenschwestern, die sofort die unausgesprochene Bitte verstand und das Gesicht der Ärztin mit einem weichen Tuch abtupfte.

"Danke," murmelte sie, und konzentrierte sie wieder völlig auf ihre schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe.

Das Gewebe mit einer weiteren sterilen Gaze abtupfend, fanden ihre scharfen Augen schließlich was sie gesucht hatte.

"Die Milz," sagte sie ruhig, und versuchte nicht an die Tatsache zu denken, dass das Leben des jungen Mannes hier auf dem Tisch, nun vollkommen in ihren Händen lag. "Wir müssen sie entfernen. Paul, kümmere dich um diese Arterie. Missy, wie sind seine Vitalwerte?"

Die Narkoseärztin schaute auf die zischenden und piepsenden Maschinen vor sich.

"Temperatur 36,2, Puls 116, Blutdruck 78/49," war die prompte Antwort.

"Füge zwei Einheiten Blut und 500 Kochsalzlösung hinzu. Wir müssen verhindern das er in einen Schockzustand fällt."

Die einzigen Töne die zu hören waren, kamen von den Geräten, die Brian's Leben überwachten, die hin und wieder von leisen Kommandos oder Fragen unterbrochen wurden.

Die Chirurgen arbeiteten schnell und stellten sicher das keine Zeit verschwendet wurde, sie hatten ihr Zeitgefühl völlig verloren, bis schließlich die zerstörte Milz entfernt war und die Blutung aufgehört hatte.

"Okay Leute. Um sicherzustellen das wir nichts übersehen haben, lasst uns nochmals einen Blick auf ihn werfen. Stellt fest ob sein Magen, die Nieren und der Dickdarm in Ordnung sind. Es sieht so aus, als ob es nur die Milz war. Ich denke, er hatte Glück. Vitalwerte, Missy?"

"Temperatur 36,1, Puls 92, Blutdruck 91/68."

"Lasst ihn uns stabilisieren, wie? In Ordnung. Jetzt liegt es an dir, Junge."

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"Ich kann nicht glauben, das du einfach auf ihn geschossen hast," fauchte Fred blinzelnd. "Bist du wahnsinnig?"

"Halt deine Klappe, Fred. Du hast keine Ahnung! Er wollte mich von den Beinen holen."

"Du hättest ihm mit Leichtigkeit einen Tritt verpassen können, es war nicht nötig auf ihn zu schießen!"

"Er hätte uns wiedererkannt, du Irrer! Bist du blöd?"

"Nein, du bist es," schrie Fred beinahe. "Es gab noch mehr Leute dort, oder hast du das nicht gesehen? Was hattest du vor? Wolltest du sie alle erschießen?"

"Er hat das Miststück gewarnt," bellte Klein Steven. "Wir hatten die Chance sie zu bekommen und er war im Weg. So einfach ist das. Oder hast du vergessen, das Joe uns den Haien verfüttern wird, wenn wir Mist bauen, he? Hast du das vergessen?"

"Nein, das hab ich nicht vergessen," fauchte Fred zurück. "Aber wie nennst du das, was gerade passiert ist? Eine glatte Durchführung? Wir haben auf jeden Fall Mist gebaut, du Idiot."

"Wen nennst du hier einen Idioten?" Kochte Klein Steven. "Ich habe versucht auch deine Haut zu retten, du kleines Stück Scheiße!"

"Klar, richtig! Seit wann interessiert dich meine Haut? Das wäre das erste Mal."

"Ich rate dir deine Klappe zu halten Freddie," murrte Klein Steven. "Du solltest wissen, das ich auf dich genauso einfach schießen kann, wie ich auf ihn geschossen hab. Und es würde mir auch noch wesentlich mehr Vergnügen bereiten."

Fred schoss einen Blick zu dem großen Mann, der neben ihm saß. Er wusste, das Klein Steven keine leeren Drohungen machte. Aber irgendwie hatte die Gewalt, die er gerade miterlebt hatte, ihm klargemacht, was für ein Fehler es gewesen war, einer von Joe Michaels Mitarbeitern zu werden.

Ohne nachzudenken öffnete er die Wagentür.

"Ich steige aus," sagte er. "Vergiss das Ganze. Ich bin nicht mehr dabei. Ihr Burschen seid verrückt."

"Setzt einen Fuß aus diesem Wagen, und ich werde dich erschießen," flüsterte Klein Steven, sehr ruhig und äußerst entschlossen.

Fred drehte sich herum und sah geradewegs in den Lauf einer Waffe, die auf seinen Kopf zielte.

"Du würdest mir einen Gefallen tun," lachte er humorlos. "Erlös mich von meinem Elend."

"Oder, vielleicht sollte ich mich an deine Schwester ranmachen," grinste Klein Steven mit kalten Augen. "Schau nicht so überrascht, Freddie. Oder wusstest du nicht, das Joe seine Hausaufgaben macht. Er weiß alles über deinen süßen Daddy und der Grund warum du von zu Hause fortgelaufen bist. Er weiß auch, dass du eine Schwester hast, eine süße kleine jüngere Schwester. Auf welche Art sollen wir sie den Haifischen verfüttern, he? Natürlich erst, nachdem wir unseren Spaß mit ihr gehabt haben."

"Du dreckiger, kranker Scheißkerl!" Flüsterte Fred mit vor Schreck weitaufgerissenen Augen. "Lass meine Schwester da raus."

"Nur, wenn du hier bleibst, mein Freddie Junge. Sei brav und hör auf mich. Es liegt an dir."

Fred spürte die Tränen in seinen Augen aufsteigen und verzweifelt versuchte er sie wegzublinzeln, da er nicht wollte, dass sein Begleiter sie sah. Langsam, sehr langsam ließ er sich in seinen Sitz zurücksinken und schloss mit einem leisen Klicken die Tür.

"Guter Junge," grinste Klein Steven, der sehr zufrieden mit sich war. "Ich wusste, dass ich auf dich zählen kann."

 

~~~ ENDE - Kapitel 10 ~~~

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Wie es weiter geht könnt ihr in Kapitel 11 lesen.

Jegliches Feedback ist willkommen unter: loisk@hotmail.com

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