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Lest bitte die allgemeinen Hinweise im Kapitel 1

 

 

 

 

 

 

Tropical Storm - Kapitel 3

   

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Tropical Storm
by Melissa Good

Kapitel 3

 

Der Wecker summte höchst aufdringlich und das war um so ärgerlicher da es Samstagmorgen war. In dem gedämpften Licht öffnete sich ein blaues Auge und starrte den Gegenstand wütend an, dann schoss eine Hand unter der Decke hervor und versetzte dem Wecker einen Schlag dass er vom Nachttisch flog und dabei das Kabel aus der Steckdose riss.

"Autsch." Fluchte Dar und griff nach ihrer Hand während sie sich auf ihren Ellbogen drehte und zusammenzuckte als sie ihre Handknöchel untersuchte. Der ganze Handrücken war angeschwollen und verfärbt, sie ließ sich auf die Kissen zurückfallen als sie sich daran erinnerte wie sie zu der Verletzung gekommen war. "Vergiss das." Murmelte sie und schloss ihre Augen wieder.

Sie hatte vergessen wie hart der menschliche Schädel sein konnte und wie sehr es weh tat, wenn man ohne Schutz auf einen Kopf schlug. Nicht das sie anders reagiert hätte, sogar wenn sie sich daran erinnert hätte - das feste Krachen hatte sich sehr... befriedigend angefühlt... zumindest bevor die Schmerzen eintraten, und sie bereute nicht den Schaden den sie einem von Kerry's Angreifern, oder dem Rest zugefügt hatte. Obwohl sie besser Tritte hätte einsetzen sollen... das wäre weniger schädlich für ihren Körper gewesen.

Aber jetzt konnte sie kaum eine Faust machen und sie wusste, dass es einige Tage dauern würde bis sich das änderte. "Hey... sieh mal Dad..." Flüsterte sie zur Zimmerdecke und hielt ihre Hand hoch. "Ich bin eine Heldin. Stell dir das mal vor."

Es war verdammtes Glück für Kerry, dass sie in der Nähe war... sie war in Richtung Norden zum Haulover Park gefahren, und verbrachte dort eine halbe Stunde mit ziellosem herumstreifen auf der Strandpromenade und beobachtete wie die Kinder mit ihren Hundewelpen vorbeigingen. Sie war gerade von der 2nd Strasse heruntergefahren als Kerry angerufen hatte, eigentlich wollte sie an der Bayside halten um sich ein Eis zu kaufen, bevor sie zurück ins Büro fuhr um ihre Arbeit zu beenden.

Anstelle von Eis hatte sie, Ärger, eine verletzte Hand, und einen Geistesblitz in letzter Minute bekommen, und... ihr Verstand beschwor ein Bild von Kerry's schmaler Figur herauf, wo sie in einem zu großen Sweatshirt eingewickelt an ihrer Autoscheibe stand, als sie die jüngere Frau zu Hause abgesetzt hatte. Sie hatte eine Hand auf Dar's Arm gelegt und drückte ihn.

"Ich werde Ihnen das Shirt am Montag zurückbringen... danke, das sie es mir geliehen haben."

Dar hatte leicht verlegen abgewunken. "Behalten sie es... ich habe ein Dutzend davon... glauben sie mir." Sie hatte sich umgeblickt und sah den Mustang, mit ordentlich abgeklebter Seitenscheibe, in der Nähe stehen. "Sie kommen damit zurecht?"

Die grünen Augen waren ihren gefolgt und Kerry hatte geseufzt. "Sicher... einer von den Jungs hier arbeitet in einer Autoschlosserei... er ist ein sehr guter Freund von mir." Dann blickte sie auf und holte tief Luft. "Danke, dass sie gekommen sind und mich gerettet haben... ich bin froh, dass die ganze Sache so gut ausgegangen ist."

Dar hatte gelächelt. "Ich auch." Sie klopfte auf Kerry's Arm. "Ruhen sie sich etwas aus ich werde am Montag mit ihnen reden."

Und das war's. Sie war losgefahren und blickte einige Male in ihren Rückspiegel um sicherzustellen, dass die blonde Frau auch sicher ins Haus kam, dann schaltete sie den Autopilot ein und machte sich auf ihren langen Weg nach Hause.

Nun hörte sie dem Regen zu der draußen gegen das Fenster trommelte, und schob mit einem zufriedenen Brummen einen Arm unter ihr Kissen. Keine Hetzerei heute. Heute würde sie nichts anderes tun als sich in das warme Wasserbett zu kuscheln, die Decke hochziehen und etwas von dem viel benötigten Schlaf nachholen.

Sie war gerade wieder am einschlafen als das Telefon läutete.

Dar seufzte. "Keiner zu Hause."

Es klingelte weiter und schließlich griff sie hinüber und drückte auf die Taste der Freisprecheinrichtung. "Ja?"

"Guten Morgen, Dar." Erklang eine selbstzufriedenen Stimme.

"Was willst du um sechs Uhr morgens, Dukky?" Murmelte Dar. "Ich habe die Updates letzte Nacht rausgeschickt."

"Oh... ich weiß." Man konnte das Lächeln heraushören. "Ich wollte dir einfach für dein wirklich glänzendes, finanzielles Händchen gratulieren."

"Um sechs Uhr morgens?" Stöhnte Dar. "Du hättest mir eine E-Mail schicken können."

"Genau deswegen rufe ich dich an... es hat sich herumgesprochen, dass du eine Stellenausschreibung draußen hast." Sagte Duks. "Mariana hat bereits vier Anfragen bekommen... wenn du... ähm... wach bist... könntest du ihr dann bitte eine Nachricht schicken, was du genau suchst, bevor die Ärmste überschwemmt wird?"

Dar öffnete schläfrig ihre Augen. "Duks... es ist erst vor gottverdammten sechs Stunden ausgeschrieben worden." Protestierte sie. "Ich dachte nicht, dass ich so beliebt bin."

Der VP kicherte sarkastisch. "Ich hasse es, dir das zu sagen meine Freundin, aber das bist du nicht. Jedermann denkt, dass du dein hübsches Büro verlässt... und sie wollen sofort zur Stelle sein." Er räusperte sich. "Besonders, da die Ausschreibung mit Les' persönlichem Logo kam."

"Das ist... nicht um was ich nachgefragt habe..." Stöhnte Dar. "Jesus Duks... ich habe nur um eine kleine Hilfe gebeten, das ist alles ich suche einen Assistenten, keinen Nachfolger."

Ein kurzes Schweigen. "Dar Roberts bittet um Hilfe... das ist unglaublich." Antwortete Duks langsam. "Hast du jemand... besonderen... im Verstand?"

Jetzt schwieg Dar. "Ich weiß es nicht." Sagte sie schließlich. "Möglicherweise."

"Mm." Der Buchhalter nahm die unausgesprochene Information zur Kenntnis. "Sei vorsichtig Dar... das könnte eine gefährliche Position für dich werden. Such dir jemanden raus der dir nicht gleich in den Rücken sticht." Er räusperte sich. "Du weißt, dass es sich nicht auszahlt, die Leute an sein Innerstes heranzulassen?"

Dar starrte in der frühen Morgendämmerung auf den Schatten des Kleiderschranks. "Ich weiß." Antwortete sie leise. "Danke für die Warnung, Dukky." Es gab ein Klicken als er den Hörer auflegte. Sie rollte sich herum und betrachtete nüchtern die Decke. Schon wieder Komplikationen. Aus einer momentanen Stimmung heraus hatte sie die Stelle ausgeschrieben, ohne wirklich über die Konsequenzen nachzudenken, oder welchen Eindruck es machen würde.

Sie hatte wirklich nicht darüber nachgedacht... nein das war eine Lüge. Als sie darum gebeten hatte, hatte sie exakt an Kerry gedacht... und zu diesem Zeitpunkt schien es auch eine geniale Lösung zu sein. Die Frau hatte Talent und Potential, sie war scharfsinnig... sie wäre eine gute Ergänzung für das Team.

Aber was war mit Kerry? Sie war durch die ganze Situation in die sie ihre Gesellschaft gebracht hatte verletzt worden... wollte Dar sie der noch bösartigeren Umgebung der Geschäftsführeretage aussetzen? War das dem Kind gegenüber fair?

War sie überhaupt daran interessiert? Gestern Nacht schien es so, aber... das konnte durch die Übermüdung und eine Reaktion auf den Tag gewesen sein. Der Morgen würde ihr sicherlich eine vernünftigere Denkweise bescheren, und Dar hoffte im Stillen, dass sie sich zumindest überlegen würde zurück zur Associated zu gehen.

Sie sah es nicht gerne wenn ein Talent für die Gesellschaft verlorenging. Richtig?

Dar zog die Decke über ihren Kopf und seufzte. Oh Dar... erinnere dich, du kannst jeden anlügen, aber nicht dich selbst. Du magst diesen kleinen Kobold. Sie erinnert dich daran wie du einmal, vor langer Zeit, warst. Voller Prinzipien und Ehrgefühl.

Sieh dich jetzt an. Willst du, dass sie auch so wird? Lass sie wo sie ist... oder lass sie sich etwas anderes suchen... einen kleinen Ort wo sie Leuten wie... dir... nicht ausgesetzt ist. Eine unerwartete Schwere legte sich auf Dar's Brust.

Es war eine leichte Depression, die sie neuerdings öfters überkam, und sie sich fragte warum sie tat was sie tat, und warum sie diesen Weg eingeschlagen hatte. Es war ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und sie wollte sich einfach hier in der Dunkelheit zu einem Ball zusammenrollen und diesen Ort nie mehr verlassen.

Sie löste das Problem, indem sie sich in noch mehr Arbeit stürzte, welche sie gewöhnlich genug ablenkte um die Gefühle zu vertreiben.

Mit einem Seufzer schob sie die Decke zurück und glitt aus dem Bett, schleppte sich zum Badezimmer und schaltete das Licht an. Nachdem sie die Einrichtung benutzt hatte, spritzte sie sich eine Handvoll Wasser ins Gesicht und hielt inne um vorsichtig ihr Spiegelbild zu betrachten. Blutunterlaufene blaue Augen blickten zurück, die zusätzlich durch dunkle Schatten betont wurden welche sie um Jahre älter machten.

Sie drehte sich herum, schaltete das Licht aus und ging ins Wohnzimmer zu ihrer Aktenmappe, die auf dem Couchtisch lag. Sie öffnete sie und zog ihren Laptop heraus, stöpselte ihn in die eigens dafür angebrachte Vorrichtung und bootete ihn. Dann ging sie in die Küche und starrte die Kaffeemaschine an, sie verwarf den Gedanken und ging stattdessen zum Kühlschrank. Sie füllte ein Glas Milch aus dem Spender, fügte dann drei Spritzer Schokoladensirup hinzu und rührte das Ganze um. Als sie sich auf der großen Ledercouch niederließ nippte sie an dem Getränk und drückte die entsprechenden Tasten um eine Verbindung mit ihrem Büro herzustellen.

Während sie wartete knipste sie auf die Fernbedienung ihres Grossbildschirmfernsehers und zappte durch die verschiedenen Kabelkanäle, übersprang CNN and MSNBC und blieb beim Cartoon-Kanal hängen wo gerade Space Ghost Coast to Coast lief.

"Bessere Kommentare als bei Dan Rather." Murmelte sie, als sie hinunterblickte und zusah wie ihre E-Mails hochgeladen wurden. Gegen die Kissen zurücklehnend traf sie den Entschluss sich ganz hinzulegen und balancierte das Laptop auf ihrem Bauch. Mit ihren Augen überflog sie die Liste und dann leuchteten sie ein wenig auf. "Tss tss... Kind, ich habe dir doch letzte Nacht gesagt du sollst zu Bett gehen."

Nichtsdestoweniger klickte sie die E-Mail an.

Kerry Stuart - Gesendet: 1:01 Uhr

Hi.

Ich weiß, dass sie denken - was macht diese verrückte Frau, indem sie nach einem Tag wie Heute um 1:00 Uhr eine E-Mail verschickt? Nun, es war nicht das Erste was ich getan hab - ich nahm eine Dusche und habe mich umgezogen, meine Kissen aufgeschüttelt und zwei aufgebrachte Mitteilungen auf meinem Anrufbeantworter beantwortet, da die Leute gesehen hatten wie mein Wagen hierher abgeschleppt wurde, und dann war ich einfach dagelegen und habe mir gedacht, dass Schlaf kein Problem sein würde.

Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich etwas vergessen hatte, und ich grübelte so lange herum, bis ich endlich herausgefunden hatte was er war.

Ich hatte zu entscheiden was ich jetzt, zu diesem Zeitpunkt mit meinem Leben machen wollte, und ich weiß, dass sie wahrscheinlich, während sie das lesen, denken, ich wäre vollkommen übergeschnappt, aber... das bin ich nicht.

Falls sie es ernst mit dieser Ausschreibung für diese Position gemeint haben, über die sie sprachen, dann werde ich mich darum bewerben. Ich weiß, dass da wahrscheinlich zehntausend andere Leute mit besseren Qualifikationen sind, aber ich habe diese verrückte Idee, dass ich vielleicht besser mit Menschen umgehen kann, so dass es nicht so brutal und verletzend für die Leute ist, und sie damit besser mit der Gesellschaft zurechtkommen.

Das klingt recht naiv. Ich höre mich an wie ein Midwestern Trottel der gerade seinen Hauptschulabschluss gemacht hat, oder nicht? Oha.

Also jedenfalls, habe ich mich eingeloggt und fand ihre Ausschreibung, und habe eine formelle Bewerbung abgegeben. Außerdem habe ich meinen Lebenslauf beigefügt - wissen sie eigentlich wie schwer es ist, in dieses CAS-Bewerbungsformular hereinzukommen? Jetzt fühle ich mich besser und ich denke, dass ich nun schlafen kann.

Ich weiß, dass ich kaum eine Chance habe - es ist so unheimlich, wenn ich darüber nachdenke, dass ich ihren Namen vor dem Abendessen noch verflucht habe und nun um Mitternacht hoffe für sie arbeiten zu können.

Auch wenn Sie mich nur in meinen alten Job zurückbringen könnten, wäre das schon phantastisch. Der Montag wird ziemlich verrückt werden und mir fällt ein, dass ich ganz vergessen habe mich bei ihnen für das - Abfindungspaket zu bedanken. Ich hasse es jemanden zu feuern, aber nun kann ich das Ganze als eine gute Möglichkeit für eine Veränderung anbieten, so dass die Leute in der Lage sind in aller Ruhe etwas zu finden ohne, dass der Druck von unbezahlten Rechnungen über ihren Köpfen schwebt. Sie können sich nicht vorstellen wie viel mir das bedeutet... zumal vier von den Leuten Kinder im schulpflichtigen Alter haben, die nun mit der Versicherung abgesichert sind.

Danke Dar. Ich meine das wirklich.

Ich wünsche ihnen ein schönes Wochenende.

Kerry.

Dar fühlte wie sich ein Grinsen breit machte und sie ließ es zu während sie die Mail ein zweites Mal las. Dann loggte sie sich sehr bedächtig in die CAS-Sektion ein und überprüfte ihre Arbeitsliste. Sie zog eine Augenbraue hoch als sie ungefähr dreißig Bewerbungen sah und überflog die Namen.

Alle sehr qualifiziert. Meistens jüngere, aber auch einige ältere Manager, mit einer Menge Erfahrung auf diesem Gebiet. Tatschlich waren mehrere Kandidaten bereits Assistenten bei anderen VP's. Gute, solide Mitarbeiter mit stabilem Hintergrundwissen und ausgezeichneten Referenzen.

Sie klickte auf Kerry's Bewerbung und prüfte sie nach. Absolut keine Erfahrung in irgendetwas, womit sie zu tun hatte. Absolut keine Erfahrung in den verschiedenen Marktsektoren, keine Erfahrung mit Überseegeschäften und keinerlei Erfahrung bei Geschäftsübernahmen.

Ein übermütiges, diebisches Leuchten trat in Dar's Augen.

Es war so einfach. Zwei mal klicken und F3 drücken. "Oh sieh mal." Dar tat es, bevor sie weiter darüber nachdenken konnte. "Ich habe gerade eine Assistentin eingestellt." Sie holte tief Luft. "Ist moderne Technologie nicht wunderbar?"

Mariana würde sie umbringen. Die Gesellschaftsvorschriften sagten eindeutig, dass sie mit jedem Bewerber sprechen und ihn in einem abschließenden Bericht bewerten musste, um ihre Auswahl zu begründen. Sie wechselte zu ihrem Mailprogramm.

Mari -

Ich habe gerade Kerry Stuart von der Associated Synergenics als meine Assistentin eingestellt. Bereite bitte die Papiere vor - Ich dachte mir, dass es einfacher für dich abzuwickeln ist, wenn ich einen Kandidaten von außerhalb wähle - du kannst sie gleichzeitig einstellen und übernehmen.

Stell sie mit dem Standardpaket 10 ein - Ich werde ihr die Formulare zusenden und sie kann sie im Laufe der nächsten Woche ausfüllen.

Ich weiß, dass jeder auf mich sauer sein wird - sag ihnen einfach, dass es im Ermessen des Managers liegt und sie mit mir persönlich reden können, wenn sie ein Problem damit haben.

Dar.

Ein Hintertürchen. Dar liebte Hintertürchen. Kerry als Außenstehende hereinzubringen würde die größte Hysterie umgehen, und den Rest konnte sie einfach ignorieren. Mariana war daran sowieso gewöhnt... Ermessen des Managers war eine Losung in der Gesellschaft. Eine Menge der Vorschriften waren recht unklar und du musstest für deine Entscheidung die Verantwortung tragen.

Das hatte Dar immer getan. Sogar, wenn die Entscheidungen falsch waren, hatte sie immer dahinter gestanden und den Tadel auf ihre Schultern genommen. Das war eine Sache die Jeder an ihr respektierte, sogar jene Leute die sie hassten... und davon gab es eine ganze Menge. Wenn Dar Roberts eine Entscheidung traf dann stand sie hundertprozentig dahinter.

Mit einem Grinsen rieb sie ihre Hände und nahm dann einen großen Schluck von ihrer Schokoladenmilch, bevor sie anfing zu schreiben.

Kerry,

Ich habe ihre Mitteilung erhalten.

Im Anhang zu dieser E-Mail werden sie ein paar Dinge über die Gesellschaftspolitik einschließlich der Bekleidungsvorschrift finden. Sie sollten einen Blick darauf werfen. Jeans sind während der normalen Arbeitszeit nicht erlaubt.

Ich schätze, dass der ganze Papierkram ungefähr eine Woche in Anspruch nehmen wird, und dies wird ihnen die Möglichkeit geben, ihre derzeitigen Aufgaben zu erledigen. Rufen sie mich an, wenn sie irgendwelche Fragen haben.

Dar.

Mit einem Gefühl der Unvermeidlichkeit drückte sie den Sendebutton. Sie hatte immer noch Fragen und Zweifel, ob es für Kerry das Richtige war, aber... nun war es raus. Die Zeit würde zeigen, ob es eine gute Entscheidung war, oder ob sie es bereuen würde.

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"Also... was ist geschehen?" Fragte der dunkelhäutige Mann als er auf die zersplitterte Windschutzscheibe blickte.

"Ähm... ein Stein." Murmelte Kerry. "Er muss irgendwie... auf den Highway gefallen sein."

Braune Augen starrten sie ungläubig an. "Komm schon, Honey... lass dir etwas anderes einfallen als das..." Jerry drohte ihr mit dem Finger. "Hast du vielleicht einen neuen Freund? Hattest du, wie nennt ihr das, einen Streit mit ihm?"

Kerry lachte leise. "Uh... nein... nein... kein neuer Freund... ich..." Sie blickte sich um. "Jerry, ich war am falschen Ort zur falschen Zeit... einige Burschen wollten nur meinen Wagen aufbrechen... ich konnte entkommen." Sie verzog ihr Gesicht. "Ich will keine große Sache daraus machen... ich hab sie nicht erkannt, also..."

"Ah hah." Jerry winkte ab. "Ich hab dich verstanden kein Problem." Er inspizierte den Wagen. "Sechzig Dollar."

"Prima." Die blonde Frau lächelte und gab ihm ihre Autoschlüssel. "Du bist mein Lebensretter."

"Ich rechne mit Kirsche." Lachte der Mann. "Mein Lieblingsgeschmack." Er klopfte ihr auf die Schulter. "Hey... hast du dich geschnitten?" Er hob ihre Hand und untersuchte sie. "Sieht aus, als ob du jemanden geschlagen hast."

"Ähm..." Kerry fuhr mit ihren Fingern durch ihr Haar. "Ein Unfall."

Jerry blickte sie nun ernst an. Er hob ihr Kinn hoch damit sie ihm in die Augen blicken musste. "Hast du Ärger meine Freundin?"

"Nein." Sie schüttelte energisch ihren Kopf. "Letzte Nacht hätte ich beinahe welchen bekommen... aber es kam jemand und verjagte die Burschen, mir geht's gut, wirklich... ich bin sogar nach Hause gefahren worden."

"Mmhm... war er nett? Hat er sich wie ein Gentleman benommen?" Erkundigte sich Jerry.

Kerry unterdrückte ein Grinsen. "Er war eine sie." Ihre Augen funkelten ein wenig. "Und sie war... großartig."

"Ahhhhh... okay." Kicherte der Mechaniker. "Ich habe den Wagen wahrscheinlich heute abend oder morgen früh fertig, okay?"

Sie nickte. "Super."

Colleen tauchte hinter ihr auf und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Hey, Mädchen."

Kerry drehte sich herum und lächelte. "Hey... hör zu, danke das du letzte Nacht angerufen hast... entschuldige, dass ich dir gestern einen Schrecken eingejagt habe." Sie zeigte zu ihrer Wohnungstür. "Komm rein... es ist nass hier draußen."

Die Rothaarige folgte ihr, schloss die Tür hinter ihnen und ging schnell zu Kerry rüber, die an ihrem Schreibtisch stand und die Ausdrucke stapelte, die sie nicht mehr brauchte. "Also... jetzt erzähl mir alles." Ihre Stimme war nun drängend. "Ich hätte dich gestern Nacht umbringen können... fünf Worte und du hast aufgelegt."

Kerry machte ihre Arbeit fertig, dann zog sie grinsend ihre Freundin zur Couch hinüber. "Setz dich... es ist eine lange Geschichte..." Sie wartete bis sich Colleen hingesetzt hatte, zog ihre Beine unter sich und stützte sich mit einem Arm auf der Rückenlehne der Couch ab. "Nun... wo soll ich anfangen?"

Sie erzählte Colleen die ganze Geschichte und sah wie der Kiefer der anderen Frau fassungslos herunterfiel.

"Oh Mann... halt... mach langsam... Jesus, Maria und Joseph warte eine Minute." Sie hielt ihre Hand hoch. "Lass mich diese Geschichte klarstellen... du hast erfahren, dass ihr alle gefeuert seid, also bist du zu den Keys rausgefahren, dann ist dir auf dem Rückweg das Benzin ausgegangen, dein Wagen ist im Geschäftsviertel stehengeblieben, du wurdest überfallen und dann ist wie aus dem Nichts dein Retter in Gestalt von Dar Roberts dahergekommen. Verstehe ich das soweit richtig?"

"Ähm... im wesentlichen, ja." Grinste Kerry. "Außer das sie so getan hat als wäre es nichts besonderes gewesen... sie tat so, als ob die Burschen davongelaufen wären als sie auftauchte... aber ich weiß, dass sie etwas getan haben muss, da ihre Hände geprellt waren und ich habe zumindest einen der Burschen schreien hören."

"Oh Mann." Quietschte Colleen. "Macht sie... etwas ähnliches... wie Karate oder so?"

"Mmm...." Kerry dachte darüber nach. "Ich weiß es nicht... aber ich denke, dass sie etwas in der Art macht... sie hat überall diese Muskeln und an ihren Armen... und hier." Sie klopfte auf ihre Schultern. "Und wenn sie geht... nun, dann kannst du sehen, dass sie nicht nur den ganzen Tag im Büro sitzt."

"Oooh...." Kicherte Colleen. "Also... was hatte sie dort zu suchen... ist sie die Strassen entlang gewandert um nach Jungfrauen in Not Ausschau zu halten?"

"Tss..." Kerry schlug ihr aufs Bein. "Nein... in Wirklichkeit... habe ich... ähm... hab ich sie angerufen... nein, sieh mich nicht so an, okay? Ich hatte diese Nummer von der sie gesagt hatte, ich solle dort anrufen, wenn ich irgendwelche Probleme mit ihrer Goon-Mannschaft haben sollte... Ich dachte, dass es irgend so ein Lakai von ihr war, also hab ich dort angerufen, weil ich dachte er könnte für mich den Automobilclub anrufen."

"Aber es war kein Lakai, wie?" Colleen schaute fasziniert. "Das wird immer außergewöhnlicher."

"Nein... nein, sie war dran..."; Gestand Kerry ein. "Also hab ich aufgelegt... aber sie hat zurückgerufen... und mich gefragt wo ich bin... ich kam mir völlig idiotisch vor als ich ihr erzählte, dass mir das Benzin ausgegangen war... aber..." Sie seufzte. "Jedenfalls kamen diese Burschen näher und ich sagte ihr, sie solle die Polizei anrufen, dann schlugen sie auf den Wagen ein und ich hatte wirklich Angst... das nächste an was ich mich erinnern kann, ist, dass sie plötzlich weg waren und sie war da." Die blonde Frau kicherte schwach. "Junge... für jemanden den ich eine Stunde vorher gehasst habe, war ich sehr froh sie zu sehen."

"Gefeuert... bist aber trotzdem?" Sagte Colleen betroffen. "Was wirst du machen?"

"Nun... das bin ich nicht... hör zu, tatsächlich sind wir nach der ganzen Sache in ihr Büro zurückgefahren... und sie ging immer wieder die Zahlen durch... und schließlich hatte sie einen Geistesblitz oder so was... sie fand eine Lösung und wir waren gerettet." Kerry holte Luft. "Es war recht eindrucksvoll... sie sagte irgendeinem ihrer großen Bosse, dass sie an dieser Sache achtundvierzig Stunden ohne Schlaf gearbeitet hatte."

"Jesus!" Schnaufte die Rothaarige. "Somit bist du nicht gefeuert."

"Nein." Stimmte ihre Freundin zu.

"Und... sie ist gar nicht so übel?"

Ein Lächeln. "Nein." Kerry schüttelte ihren Kopf. "Das ist sie wirklich nicht... ich meine, sie macht ihre Arbeit, richtig? Und ich glaube, dass sie jemanden feuert ohne mit ihrer Wimper zu zucken... aber am Ende der Nacht war sie auf eine Art okay... und ich hatte das Gefühl wir könnten tatsächlich... miteinander auskommen, wenn wir es wirklich wollten."

Colleen pfiff durch die Zähne. "Mein Chef würde das nie glauben... du solltest hören wie er über sie redet... du könntest glauben sie wäre die Tochter des Teufels persönlich."

Kerry schaute auf als ihr PC piepste. "Huch..." Sie stand auf und überflog den Bildschirm. "Eine Mail am Samstag?" Als sie das Programm öffnete lief ein Schauer von Vorahnung an ihrem Rücken runter, sie überflog die Eingangsbox und atmete langsam aus als sie den ersten Namen auf der Liste sah. "Nun... da wir gerade von Dar Roberts sprechen..." Sie klickte auf die Nachricht und las sie immer wieder. "Was zum..."

Colleen war hinter sie geschritten und guckte über ihre Schulter. "Was bedeutet das?" Sie war verwirrt. "Warum sollte dich ihre Bekleidungsvorschrift interessieren? Du arbeitest nicht in diesem Gebäude."

"Uh." Kerry schloss die Mitteilung, öffnete eine Hauptsektion und blätterte durch ihre Dateien um einen Zugang zu dem Hauptrechner zu erhalten. "Okay... ich drücke hier drauf... Anmeldung, Passwort... Oh, verdammt... okay, noch ein Versuch...ah." Sie erreichte ihre eigenen Personaldateien und starrte dann ungläubig auf den Bildschirm. "Oh... du meine Güte."

"Was ist?" Colleen spähte auf den Bildschirm. "Was ist ein ORGID?" Fragte sie. "Es klingt ekelhaft."

"Sie hat es getan." Keuchte Kerry während sie mit ihren Fingerspitzen über ihre neue Abteilung, den Ort, und... ihre Vorgesetzte fuhr.

Roberts, D.

"Was hat sie getan?" Die Rothaarige stieß sie an. "Komm schon, Ker... spuck es aus... was ist denn los?"

"Sie hat mich eingestellt." Murmelte Kerry.

"Ich dachte du wärst bereits eingestellt?" Antwortete sie verwirrt.

"Nun... ja, aber sie hatte diese... ich meine, sie hat mich eingestellt um für sie zu arbeiten." Erwiderte Kerry benommen. "Sie hatte einen Assistenten gesucht."

"Jesus Maria Mutter Gottes." Quietschte Colleen. "DU wirst Dar Roberts Assistentin????" Sie schlug auf Kerry's Rücken. "Du??? Oh mein Gott!!!!"

"Autsch!!" Kerry duckte sich weg. "Hör damit auf... ich hab dort einige blöde Schnitte von dem Glas..." Aber sie fühlte sich in Hochstimmung. "Und... ja... ich denke, dass ich für sie arbeiten werde... ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie so schnell eine Entscheidung trifft... aber wenn ich darüber nachdenke... überrascht es mich nicht. Ich glaube nicht, dass sie lange um den heißen Brei herumredet."

Juuhuuuuuu!!! Innerlich sprang sie auf und ab. "Oh Mann!"

"Okay Mädchen... heute Abend machen wir ne Party." Entschied Colleen. "Du musst ausgehen und feiern... weil du, von dem was ich gehört habe, nicht mehr zum Atmen kommen wirst sobald du für sie arbeitest." Sie zog an Kerry's Ärmel. "Lass uns auf den Cocowalk zum Improv gehen, danach werden bei Monte's zu Abend essen... ich werde Pete und Reggie bescheid sagen... und noch ein paar anderen Leute von hier, okay?"

Kerry grinste. "Sicher... das hört sich lustig an... das können wir machen..." Stimmte sie zu. "Du lieber Gott... Morgen werde ich... einige Kleider einkaufen müssen... ich habe nichts, dass gut genug für dieses Mausoleum ist... es ist riesig."

"Oh... oh... oh..." Colleen winkte ab. "Ich würde an deiner Stelle auch einkaufen gehen, ich freue mich schon darauf dich in einigen tollen Kleidern zu sehen... das wird prima." Sie stand auf. "Ich bin gleich zurück... du bleibst hier, Ms. Hochwohlgeborene Chefassistentin."

Kerry rollte mit ihren Augen. "Okay... ich muss sowieso noch den Rest dieser E-Mail lesen... es ist jetzt nach zwei, können wir uns um fünf treffen?"

"Darauf kannst du wetten." Stimmte Colleen zu und machte sich auf den Weg. "Hey... ich werde Gary einladen... er mag dich wirklich."

Die blonde Frau winkte ab. "Fein... fein... sag ihm nur, dass er nicht die ganze Zeit über seinen Job reden soll, okay?"

"Kerry... er kann nichts dafür, dass er in der Abwasserkläranlage arbeitet." Tadelte sie die Rothaarige. "Er liebt seinen Job nun mal."

Grüne Augen sahen über den Monitor zu ihr.

"Okay... okay... ich bin schon weg." Lachte Colleen. "Ich werd's ihm sagen."

Als die Tür geschlossen war lehnte sich Kerry zurück und las ihre Mail zum dritten Mal. "Mann, oh Mann... ich kann es nicht glauben." Sie blickte zum Telefon. "Ich sage besser meiner Familie bescheid." Sie nahm den Hörer ab, wählte eine Nummer und warte bis sie eine Stimme hörte. "Mom?"

"Oh hallo Kerry." Erwiderte ihre Mutter phrasenhaft. "Ich habe mit deinem Anruf nicht vor heute Abend gerechnet... gibt es ein Problem?"

"Nein... nein... ich habe gute Nachrichten... ich dachte, dass ich dafür eine Ausnahme machen könnte." Antwortete Kerry leise. "Ich bin befördert worden."

"Das ist schön Liebling... ich dachte, dass du vielleicht aufhörst und diese fremde Stadt verlässt und nach Hause kommst... was für eine Beförderung ist es denn?"

"Nun, wir wurden aufgekauft... ich dachte, ich hätte dir erzählt was letzte Woche geschehen ist."

"Oh? Oh ja... du hast es erwähnt." Erinnerte sich Cindy Stuart. "Dein Vater sagte, dass er mit dieser Gesellschaft schon zusammengearbeitet hat."

"Mm... ja, sie ist recht groß... es gab eine Ausschreibung in der Abteilung der Operations. Ich habe mich beworben und sie haben mich genommen." Erzählte ihr Kerry vorsichtig. "Ich bin... nun, ich muss morgen ein paar neue Kleider einkaufen..."

Die Stimme ihrer Mutter klang nun besorgter. "Du hast doch nicht wieder zugenommen Liebes, oder doch?"

"Oh... nein... nein..." Versicherte ihr Kerry. "Nein... tatsächlich habe ich in der letzten Woche einige Pfund abgenommen... ähm... nein, es ist... nun, ich werde die Assistentin von einem ihrer Vizepräsidenten, also muss ich mich entsprechend einkleiden."

"Ach?" Ihre Mutter klang nun interessierter. "Wirklich? Das hört sich besser an... nun, du musst sicherstellen, dass du einen guten Eindruck machst... es gibt doch bestimmt Macy's bei euch da unten, richtig?"

"Nun ja, aber..."

"Ausgezeichnet... nimm meine Karte Liebling und such dir etwas nettes zum anziehen heraus... ich glaube, dass etwas grünes sehr gut zu deinen Haaren passen würde... es ist heller geworden, nicht war? Letzten Sommer war es so.... und stell sicher dass du dir ein Paar schöne Schuhe kaufst, nicht solche wie diese schrecklichen Pumps, die du für gewöhnlich trägst." Eine Pause. "Roger? Roger, bist du das? Kerry ist am Telefon... Liebling, sie wird für einen ihrer Vizepräsidenten arbeiten... ist das nicht großartig?"

Ein Rascheln, dann polterte die tiefe Stimme ihres Vaters durch die Leitung. "Kerry?"

"Ja Vater." Antwortete Kerry leise. "Es ist wahr... ich bin befördert worden."

"Nun gut... das ist schön... es freut mich zu hören, dass sie ein Talent erkennen, wenn sie es sehen... nicht so wie diese mickrige Firma für die du gearbeitet hast... das sind gute Neuigkeiten." Er räusperte sich. "Für wen wirst du arbeiten? Ich kenne natürlich einige von den Leuten in der Chefetage... da wir auch Dinge für den Staat ausschreiben, und sie sind eine der größten Gesellschaften..."

"Dar Roberts." Kerry lies den Namen vergnügt auf ihrer Zunge zergehen.

Einen Augenblick Stille. "Jesus." Bellte ihr Vater. "Das ist nicht einfach eine ihrer VP's, kleines Mädchen... sie ist der Leitwolf in diesem Laden... wir haben sie schon im Visier seit..." Seine Stimme wurde leiser. "Nun gut, beachte es nicht weiter... obwohl das für mich von großem Nutzen sein könnte... gute Arbeit Kerry... sehr gut. Ich bin sehr stolz auf dich."

Kerry fühlte wie ein kleines Lächeln ihre Lippen verzog. "Danke." Sie hörte die Stimme ihrer Mutter im Hintergrund.

"Ich habe ihr gesagt, sie soll meine Karte von Macy's nehmen, Roger, und sich etwas zum Anziehen kaufen um diese Leute zu beeindrucken."

"Gute Idee, Schatz." Die Stimme ihres Vaters kehrte wieder zurück. "Hör auf deine Mutter, hörst du? Geh in den Laden und kauf dir etwas das sie von den Socken haut, in Ordnung?"

"Ich werde... meines bestes tun, Vater." Antwortete Kerry.

"Ich will, dass du Fotos schickst, in Ordnung?" Forderte er schroff. "Ich will sicher sein, dass du den richtigen Eindruck machst... dies könnte sehr nützlich für mich werden." Eine Pause. "Eigentlich wollte ich dich nach Hause holen... wir dachten, dass du im Frühling heiratest, aber dies... dies könnte es wert sein zu warten."

"Ich werde Fotos schicken, ich verspreche es."

"Gut. Hier rede mit deiner Mutter weiter."

"Dein Vater ist sehr erfreut, Liebes." Erklang die selbstzufriedene Stimme ihrer Mutter. "Ich habe ihn, seit diese Tripp-Frau aufgetaucht ist, nicht mehr so aufgeregt gesehen." Sie hielt inne. "Übrigens, deine Schwester ist wieder schwanger... vergiss nicht ihr zu gratulieren, wenn du später mit ihr sprichst."

"Das werde ich... danke... seit wann weiß sie es?"

"Seit letzter Woche... aber wir haben schon länger damit gerechnet." Antwortete ihre Mutter. "Natürlich freue mich auf die entzückenden Enkelkinder von dir und Brian... Richard hat ein solch hässliches Gesicht." Es war ein Rascheln zu hören. "Nun, ich muss Schluss machen Liebling, geh in den Laden einkaufen und lass es dir gut gehen."

"Danke Mutter... ich werde es versuchen." Kerry seufzte als sie den Hörer auflegte und starrte das Telefon leicht empört an. "Zum Glück hab ich das hinter mir." Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder ihrer Mail zu, setze sich hin und lies ihre Knöchel knacken als sie anfing eine Antwort auf Dar's Mitteilung zu schreiben.

Dar,

Oh Mann... dachte sie sich. Ich mag diesen Namen. Ich frage mich ob es eine Abkürzung ist?

Hat ihnen schon jemand gesagt, dass sie wirklich schnell sind? Ich habe beinahe einen Herzanfall bekommen als ich meinen Status in der CAS kontrollierte.

Okay - Ich habe die Anlage bekommen - Obwohl ich mich ein wenig verloren vorkomme - können sie mir einige Tipps geben, was ich im Büro tragen könnte? Ich denke, dass ein Gang zu Macy's in Ordnung geht - aber ich würde es sehr schätzen, wenn sie mir einen Rat geben könnten, da ich weiß, dass sie auf diesem Gebiet keine Probleme haben.

Nun ja, es war eine ziemlich anstrengende Woche - meine Freunde wollen, dass ich mit ihnen heute Abend zum Improve und dann zu Monty's gehe, weil sie mir sagten, dass ich keine Zeit mehr zum atmen haben werde sobald ich für sie arbeite.

Ich hoffe, dass es stimmt. Ich freue mich wirklich sehr darauf - und hoffe niemanden zu enttäuschen.

Kerry.

Es fühlte sich ein bisschen seltsam an - eine solch persönliche E-Mail an diese Person zu schicken... sie war sich nicht sicher was sie über Dar Roberts denken sollte, aber sie hatte das Gefühl, dass sie es früh genug herausfinden würde.

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Dar steuerte auf den Parkplatz des Einkaufzentrums und fuhr auf einen Abstellplatz auf der Rückseite am nördlichen Ende, wo nicht so viele Leute parkten. Es machte ihr nichts aus ein wenig weiter zu laufen, und ersparte sich damit das Gedränge in der Nähe der Läden. Sie schloss den Lexus ab, steckte ihre Schlüssel in eine kleine Tasche die über ihrer Schulter hing, und ging in Richtung der vielen Gebäude.

Es war unheimlich. Sie hasste es einkaufen zu gehen. Sie hatte keine wirkliche Vorstellung, warum sie gestern Kerry's E-Mail mit dem Angebot beantwortet hatte, ihr beim Aussuchen neuer Kleider zu helfen... was zur Hölle hatte sie sich dabei gedacht? Ausgerechnet hier an der Aventura, wo sich die verrückten Prominenten, die Reichen und die Kokakienschnupfer aufhielten.

Sie seufzte als sie einem Lincoln auswich der länger als ihr Büro war, und beobachtete wie der ältere Fahrer diese Yacht einfach vor einem Laden parkte.

Nun gut... es würde sie nicht umbringen... außerdem hatte das Kind sehr unsicher geklungen... sie wollte einen guten Eindruck machen und dem konnte Dar nur zustimmen. Es war schon sensationell genug, dass sie sich nach nur vierundzwanzig Stunden eine Assistentin herausgesucht hatte - und Kerry würde die ersten Wochen stetig beobachtet werden. Deswegen konnte sie zumindest sicherstellen, dass das Kind sich in ihrer Kleidung wohlfühlte.

Dar öffnete den Hintereingang zu Sears und schlüpfte hinein, trottete durch die Geräte-Abteilung und wieder hinaus durch den Haupteingang des Einkaufzentrums. Die Katzenmusik des Einkaufzentrums, die Klänge einer Modeshow, von Vögeln und ein Dutzend Sprachen empfingen sie, während sie sich umschaute und alles auf sich einwirken ließ, bevor sie zur Rolltreppe ging die zur ersten Etage führte.

Macy's befand sich genau in der Mitte des Einkaufzentrums, neben der gut besuchten Lebensmittelabteilung, aber Dar hatte kein Problem ihr Ziel zu finden. Kerry lehnte am Geländer und schielte auf die Modeshow herunter, die unten vorgeführt wurde. Dar näherte sich langsam der jüngeren Frau, um sie eingehend betrachten zu können.

Sie trug eine Khaki-Shorts und ein fesches weißes Hemd, ihr Haar hatte sie zu einem lockeren Zopf zurückgebunden von dem ein Teil über ihre Schulter fiel während sie die Modeshow betrachtete. Sie hatte sich auf ihre Ellbogen gestützt nach vorne gelehnt um besser sehen zu können und das Licht der Deckenbeleuchtung betonte die weichen Züge ihres Gesichtes. Sie dreht sich um als sie die Augen auf sich spürte und ihre Augen trafen auf Dar's.

Dar war sich sicher, dass das Lächeln, welches sich bis zu ihren seegrünen Augen erstreckte und die Haut um ihre Nase und ihren Mund runzeln ließ, unbewusst war.

Nein, realisierte sie dann. Dieses Lächeln ist für mich... Nun, vermutete Dar, es ist besser als dieser argwöhnische Blick den ich vorher bekommen habe. "Hi."

Kerry trat vom Geländer zurück und mit einer automatischen Gebärde strich sie ihr Hemd glatt. "Hi... hören sie, ich möchte ihnen danken, dass mir angeboten haben mir hierbei zu helfen... ich kann nicht glauben, dass sie sich dafür Zeit genommen haben."

Dar zuckte mit ihren Schultern. "Normalerweise hätte ich das auch nicht gekonnt... aber da wir die Vierteljahresberichte gestern verbucht haben, steht an diesem Wochenende kein Termin an." Sie zeigte auf den Laden. "Sollen wir?"

"Nun... danke." Kerry schien ein wenig nervös zu sein. " Ähm kaufen sie oft hier ein? Ich war schon einige Male hier... Ich mag einige von diesen kleinen Läden... wussten sie, dass sie hier einen Warner Brother's Shop haben? Ich liebe Tweety."

Dar kicherte. "Nein... tatsächlich war ich nicht mehr hier seit sie angebaut haben ich werde mich umsehen müssen." Sie hielt inne. "Ich... ähm... ich war aber auch schon in einem Disney Store."

Sie betraten Macy's und gingen schnell an dem Parfümeriestand vorbei, dessen Düfte schier überwältigend waren. Dar übernahm die Führung und schlüpfte zwischen einigen Gängen hindurch zu der Abteilung für Geschäftskleidung.

"Mm." Kerry berührte eine Seidenbluse. "Das ist nett."

Dar holte tief Luft und übernahm die Sache. "Okay... lassen sie mal sehen." Sie wanderte durch die Ständer und streifte durch die angebotene Ware, dann zog sie ein Kostüm in kräftig blaugrüner Farbe heraus. "Etwas in dieser Art würde fein sein." Sie schwieg und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. "Oh... mit dieser Bluse hier." Sie zog eine cremefarbene Seidenbluse hervor. "Gefällt es ihnen?"

Kerry nahm das Etikett und kontrollierte sie die Größe. Sie blickte Dar verblüfft an. "Haben sie das zufällig herausgesucht, oder haben sie meine Größe geraten?"

Die ältere Frau erlaubte sich ein kurzes Grinsen. "Lassen sie es mich so sagen... ich habe ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen."

Ein Schnaufen. "Oh... sicher wenn sie es sagen, ich würde es nicht ein zweites Mal versuchen." Sie blickte auf die Kleidung. "Nun, lassen sie mich es einfach anprobieren, nur um zu sehen ob die Größe stimmt... sie können sich mit diesen Designern ja nicht abgesprochen haben." Sie nahm das Schildchen von der Person vor den Umkleidekabinen und schlüpfte in eine Kabine, hing die Kleidung auf einen Bügel und blickte sie an. "Wirklich nicht schlecht..." Grübelte sie, sie mochte die Farbe.

Es dauerte einen Augenblick bis sie ihre Kleidung ausgezogen hatte und schlüpfte dann in den Rock, machte den Reißverschluss zu und stellte ihn ein wenig auf ihrer Taillienweite ein. Er schloss sich angenehm um ihre Hüfte und hatte eine streng betonte gerade Linie, die sie gegenüber Rüschen vorzog. Dann zog sie die Seidenbluse an und musste lächeln als sich das kühle Material sich gegen ihre Haut legte und erwärmte, sie steckte sie in den Rock und zog das Jackett darüber. Nachdem sie die Kleidung gerichtet hatte betrachtete sie das Resultat im Spiegel.

Hmm. Wenn ich darin nicht spießig aussehe. Sie schnitt eine Grimasse im Spiegel. Aber andererseits ist das Gebäude so protzig, also... mit einem Seufzen schob sie ihren Kopf aus der Tür und hielt Ausschau nach Dar, die gegen eine Wand lehnte und die Leute betrachtete die vorbeigingen. Die Geschäftsführerin sah, in ihren ausgebleichten Jeans und lachsfarbenen Shirt, das in dem Hosenbund steckte und von einem breiten Ledergürtel umgeben war, ganz anders aus. Ihr Haar fiel lose und natürlich frei über ihre Schultern, und sie hatte nur einen Hauch Make-up aufgetragen das ihre gebräunte Haut betonte. "Hey..." Rief Kerry leise.

Dar's Augen wanderten von der Menge zu ihr und wie immer waren ihre hellblauen Augen aufsehenerregend. Eine dunkle Augenbraue hob sich und ein anerkennender Blick überquerte ihr Gesicht. "Jawohl... das ist die Eintrittskarte." Nickte die Geschäftsführerin. "Was denken sie?"

Kerry ging nach vorne und zuckte unter dem Stoff ein wenig zusammen. "Nun, ich denke, ich fühle mich wie eine Bibliothekarin, aber..."

Völlig überraschend lächelte Dar plötzlich und zeigte dabei sogar ihre weißen Zähne und den leisesten Hauch eines Blinzelns in ihren hellblauen Augen. "Dade County sollte sich glücklich schätzen." Bemerkte sie süßsauer. "Die Literatur würde einen Aufschwung erleben, soviel ist sicher."

Die blonde Frau lächelte leicht verwirrt zurück. Sollte das ein Kompliment sein? Es war schwer zu sagen. "Okay... nun, ich werde das hier nehmen... und noch etwas mehr... ähm... wenn sie noch etwas zu erledigen haben, dann brauchen sie nicht hier herumzuhängen... obwohl ich es wirklich schätze, dass sie den ganzen Weg hierher gekommen sind, Dar."

Dar schaute sich um und verschränkte dann ihre Arme. "Ich sag ihnen die Wahrheit, ich musste sowieso hierher kommen... es gab ein paar Sachen bei Lord & Taylor's die ich abholen musste... und ich sollte auch ein oder zwei neue Blazer für mich kaufen..." Sie überlegte einen Moment. "Außerdem sollten wir ein paar Worte wegen Morgen wechseln. Was halten sie davon, wenn wir hier fertig sind gehen wir zu dem neuen Flügel und essen ein Sandwich, dabei können wir uns hinsetzen und reden?"

Kerry blinzelte. "Ähm..." Nun, ja sie ist mein neuer Boss, das ergibt einen Sinn. "Sicher das hört sich gut an... ich habe auch einige Fragen und Dinge ich noch wissen müsste und dergleichen."

"Gut." Dar nickte entschlossen. "Dann kommen sie... lassen sie uns den Rest unserer Sachen heraussuchen."

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Kerry blickte auf die Speisekarte, dann schaute sie über den Tisch hinweg zu der großen, dunkelhaarigen Frau, die an die Decke schielte und einen großen ausgestopften Gepard untersuchte der über ihren Köpfen saß. Donnergrollen erschallte um sie herum und für eine Minute dachte sie, dass es echt war, bis sie bemerkte das es zum Flair des Restaurants gehörte.

Das Rainforest Café war zweifellos anders. Überall waren kleine Wasserrinnsale und von den Pflanzen im Hintergrund erhob sich ein schwacher Nebel. Auf einer Seite wurde ein Trio farbenprächtiger Vögel durch einen Aufseher mit einem roten T-Shirt zu Kunststücken überredet und ein Dickicht von Dschungelpflanzen umgab sie.

Dar griff nach oben und berührte den Schwanz des Geparden, und so als ob er echt wäre gab das Tier ein mechanisches Gebrüll von sich, worauf die Geschäftsführerin erschrocken ihre Hand zurückzog. Sie blickte finster und schaute dann zu Kerry, die sich auf ihre Lippe biss um nicht zu lächeln. "Sie finden das komisch, wie?"

Kerry räusperte sich. " Ähm.. nein... nein... ich werde mir merken nicht über meine Chefin zu lachen." Sie blickte auf die Speisekarte, dessen interessante Gerichte ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen, doch seufzend konzentrierte sich auf die Salate.

Dar hatte keine solchen Schuldgefühle. Sie schaute auf als eine fesche junge Bedienung herankam und verschränkte ihre Hände über dem Tisch. "Mögen sie Eistee?" Erkundigte sie sich.

Kerry nickte zustimmend. "Sicher."

"Bringen sie für den Anfang einen Krug Eistee und einen gemischten Vorspeisenteller." Unterwies die Geschäftsführerin die Bedienung. "Den Rest bestellen wir später." Sie wartete bis das Mädchen gegangen war. "Ich denke, dass dies recht sicher ist... ich habe hier noch nie gegessen, aber ich habe über das Essen gutes gehört."

"Ähm..." Kerry gab nach und beschloss es am nächsten Tag mit einer zusätzlichen Radtour wieder wett zu machen. "Ja... es sieht alles gut aus..." Sie entschied sich für einen scharfen Pastateller, schloss die Speisekarte und blickte mit verblassender Angst zu Dar hinüber. Es war schwer zu glauben, dass sie mit der größeren Frau, die sie eingeschüchtert hatte, nun hier in einem ungewöhnlichen Themen-Restaurant saß, und fähig war sie aus nächster Nähe zu betrachten.

Kerry dachte, dass ihr Gesicht sehr interessant war. Die kleinen Muskeln unter ihrer Haut waren beinahe immer in Bewegung, so als ob sie etwas betrachtete. Ihre Hände waren auch immer in Bewegung, spielten mit der Speisekarte, mit dem Besteck und mit den winzigen Tischkarten auf denen die Sonderangebote angepriesen wurden. Kerry fragte sich, ob Dar ein wenig nervös, oder ob ihr unbehaglich war, was wahrscheinlich zutraf, aber es war schwer zu sagen. Vielleicht war die Frau einfach von Natur aus nervös.

Zusätzlich zu der Schwellung über ihren rechten Fingerknöcheln befanden sich auf ihren Händen kleine Narben und sie trug keine Ringe. Sie waren gut proportioniert, mit langen Fingern und kurzen unlakierten Nägeln. Für jemanden der den ganzen Tag an einer Tastatur arbeitete, wusste Kerry dies zu würdigen, und tatsächlich machte sie es, außer wenn sie ausging, genauso.

Dar's Handgelenke waren kräftiger als ihre, und als die Geschäftsführerin sich bewegte konnte sie das Muskelspiel unter ihrer Haut sogar bei dem gedämpften Licht sehen. Sie vermittelte den Eindruck von Stärke, die die jüngere Frau fesselte, es stand im Gegensatz zu der Gesellschaftsmentalität die sie erwartet hatte. Vizepräsidenten waren bleiche weiße Männer, die den ganzen Tag in luxuriösen Büros saßen und Zigarren rauchten. Sie waren nicht... nun, sie waren nicht wie Dar Roberts.

"Entschuldigung?" Kerry schaute auf als sie bemerkte das Dar zu ihr gesprochen hatte. "Es tut mir leid... ich habe das nicht gehört?"

Dar legte ihren Kopf zur Seite und betrachtete sie. "Ich sagte, dass sie einige Wochen Zeit haben um sich einzuleben und um sich an die Dinge gewöhnen können."

"In Ordnung... ich dachte mir so etwas schon... und außerdem, brauche ich eine Woche um jemanden mit meiner Position zu besetzen... Ich dachte an Ray, aber das alles ist so schnell geschehen, dass ich noch nicht mit ihm darüber reden konnte."

Dar nickte. "Gut... nehmen sie sich ein oder zwei Tage um die Dinge zu klären, währenddessen werde ich den Papierkram erledigen und ein Büro für sie herrichten lassen. Maria bringt mich um, wenn ich ihr am Montag morgen als erstes eine neue Angestellte präsentiere."

Kerry war sich nicht sicher was sie darauf antworten sollte, also verzog sie einfach ihre Lippen zu einem zögernden Lächeln.

"Maria ist meine Sekretärin." Erklärte Dar als sie ihren Gesichtsausdruck sah.

"Oh." Die grünen Augen untersuchten den Tisch, der mit einer tropischen Kunststoffdecke bedeckt war. "Sie wird sich aufregen, wie?"

"Nur für eine Minute." Antwortete die dunkelhaarige Frau. "Hören sie... sind sie sicher, dass sie das tun wollen?"

Die Frage kam völlig unerwartet und Kerry hob ihren Kopf um Dar in die Augen zu blicken. "Ich..." Sie schwieg wieder. "Ich bin mir sicher."

Dar atmete aus. "Dies ist kein leichter Job - Sie müssen mit einer Menge Stress und Mist fertig werden. Es ist nicht einfach um mich herum zu sein, oder mit mir zu arbeiten... Ich möchte, dass Sie das von Anfang an wissen." Sagte sie mit ernster Stimme. "Sie sind ein nettes Kind und ich möchte nicht, dass Sie nach zwei Wochen zu mir kommen und mir sagen, dass dies alles zuviel für Sie ist."

Kerry richtete sich auf und blickte ihr mit dem Gefühl, sich der offensichtlichen Herausforderung zu stellen, in ihre Augen. "Wie nett kann ich sein, wenn ich Sie ein Miststück nenne?" Erkundigte sie sich und sah das kurze Aufflackern eines schelmischen Grinsens, das aber schnell verschwand. "Und danke, ich bin kein Kind... ich bin siebenundzwanzig."

Dar bemerkte gradheraus. "Sie hassen was ihrer Firma zugestoßen ist. Warum wollen Sie ein Teil davon werden?" Nun, sie hatte gesagt, dass sie Direktheit und Ehrlichkeit mochte... Kerry Stuart schien von Beidem eine Menge zu haben.

Die blonde Frau erwiderte den Blick. "Ich mag Sie."

Dar's Augenbrauen schossen in die Höhe. "Wie bitte?"

Kerry zuckte mit ihren Schultern. "Ich mag Sie. Ich glaube das Sie klug sind, und ich denke, dass ich eine Menge von Ihnen lernen kann." Sie hielt inne. "Wo ich war, konnte ich nicht mehr höher steigen... ich hörte auf dazuzulernen... es war so, dass mein Job einen Status Quo erreicht hatte. Sicher gab es da neue Accounts, aber ich hatte damit, außer dem Support und der Lösung, nicht direkt etwas zu tun... dies hier ist etwas völlig anderes."

Dar stützte ihr Kinn auf ihrer Faust ab und betrachtete sie. "Ich verstehe." Persönlich war sie ein wenig überrascht und äußerst fasziniert.

"Nun bin ich dran." Kerry nippte an ihrem Eistee den die Bedienung abstellte und blinzelte zu dem Teller mit den Vorspeisen. "Mm..." Sie nahm sich ein Stück von dem Kokosnusshühnchen und knabberte daran, bevor sie fortfuhr. "Warum ich?"

"Hmm?" Dar hatte sich eine gefüllte Teigrolle genommen und kaute an einem Stückchen.

Ein Achselzucken. "Sie konnten unter Einhundertzehntausend Leuten wählen, warum ich?"

Die dunkelhaarige Frau hörte auf zu essen und warf ihr ein Lächeln zu. "Ich mag Sie." Sagte sie mit einem Hauch von Humor. "Nicht einer von den Einhundertzehntausend hätte den Mut gehabt mich ein Miststück zu nennen, oder zu sagen, dass ich zur Hölle gehen soll."

"Oh." Kerry errötete.

"Ich denke, dass Sie ein großes Potential haben, und Sie schleppen keinen Ballast mit sich herum, den ich erst loswerden muss, bevor Sie für mich nützlich sind." Fuhr Dar in einem nachdenklichen Ton fort. "Außerdem können Sie gut mit Menschen umgehen, darin bin ich lausig." Sie biss in ihre Teigrolle und mampfte sie.

"Mm... nicht immer." Antwortete Kerry leise.

Dar blickte auf. "Sie können nicht gut mit Leuten umgehen?" Fragte sie überrascht.

"Sie sind nicht immer schlecht darin." Antwortete die blonde Frau und musste über den kurzen Verlust der Selbstbeherrschung ihrer neuen Chefin lächeln. "Aber ich weiß was Sie meinen... Ich komme meistens mit den Leuten aus... Ich mag es Probleme zu lösen und verschiedene Lösungen zu finden ohne das man sich an den Kragen geht... diese Art von Ding."

Dar kicherte. "Ich schlage ihnen lieber die Köpfe ein und die Sache ist erledigt."

Kerry berührte die geprellte Hand die auf dem Tisch lag. "Ich kann es sehen." Sie zog ihre Finger zurück, als sie sah wie die größere Frau bei der Berührung zusammenzuckte. "Entschuldigung... tut es sehr weh?"

"Ein wenig." Dar bog leicht ihre Hand. "Ich muss sie mir an ihrem Wagen angeschlagen haben."

Kerry blickte sie einfach an und eine Andeutung von einem Lächeln spielte um ihre Lippen. "Ich musste für dieses Mustang-Modell für die Alarmanlage zusätzlich bezahlen... sie macht einen Höllenspektakel." Sprach sie gedehnt. "Ich habe mir Jesus Christ in spanisch herausgesucht, die sie noch lauter macht."

Dar hielt ihren ausdruckslosen Blick einen Augenblick länger, dann entspannte sie sich und ein Lächeln erschien, das sie um fünf Jahre jünger machte. "Sie haben einen ausgeprägten Sinn für Humor."

Kerry lachte. "Um ehrlich zu sein hab ich noch nicht einmal begriffen was passiert ist, bis ich letzte Nacht darüber nachdachte. Vorher war ich zu schockiert gewesen." Sie nahm sich einen Hähnchenflügel und tunkte ihn in eine kleine Schüssel mit Blaukäsedressing. "Es war wie in einem dieser Filme, verstehen Sie? Ich war mitten im Zentrum von Miami gefangen und wurde von Straßen-Punks angegriffen, als ein Held daherkam und sie alle zusammengeschlagen und wie Hunde, die ihre Schwänze einziehen, davongejagt hat..."

Sie schaute auf und bemerkte wie die hellblauen Augen sie ernst anblickten. "Was ist?"

Dar lehnte sich nach vorne. "Bezeichnen Sie mich nicht als Held. Ich habe eine Menge Leute gekannt, die wirklich welche waren." Ihre Stimme wurde einen Hauch tiefer. "Diese Typen sind abgehauen, weil sie keine Zeugen wollten."

Kerry blickte sie erstaunt an. "Nun gut... Sie mögen ja viele von denen kennen, aber ich kenne nur eine." Sie hob trotzig ihr Kinn. "Aber wenn es Sie stört werde ich es nicht mehr erwähnen." Durch die gedämpfte Beleuchtung konnte man es schwer sagen, aber die blonde Frau glaubte, dass ihre neue Chefin ganz leicht errötete.

Sehr zu ihrer Erleichterung kam die Bedienung an ihren Tisch. "Ähm... die scharfe Pasta." Kerry machte nicht den Versuch, den tatsächlichen Namen davon auszusprechen.

Dar räusperte sich. "Ich möchte das Lachssteak."

Die Bedienung schrieb es auf. "Mit Gemüse oder Kartoffelbrei mit Knoblauch?"

"Kartoffeln bitte." Antwortete die dunkelhaarige Frau. "Und noch etwas Eistee."

Sie schwiegen beide nachdem die Bedienung gegangen war und Kerry benutzte die Gelegenheit noch einige von den Vorspeisen zu probieren. Sie warte bis ihre Begleiterin das Gleiche tat und schaute dann auf. "Also... erzählen sie mir etwas über diese Verträge... Ich würde der TCP/IP-Gruppe gerne zumindest ein paar grundsätzliche Hinweise geben.... Sie sagten, dass es für das IRS wäre, aber..."

Dar schien über den Themawechsel erleichtert zu sein. "Oh. Richtig... nun, es ist ihre Haupt-Webseite. Sie haben eine Nutzerseite erstellt, die ihnen bei ihren Steuern und den ganzen Formularen hilft. Die Bandbreite erstreckt sich größtenteils auf Ausdrucke und der Unterstützung bei den Dokumenten - mit ungefähr Vierzigtausend Zugriffen pro Tag."

"Mm..." Kerry nahm es zur Kenntnis.

"Der Vertrag bezieht sich auf die Hard- und Software - Ihnen werden Ressourcen in dem lokalen Bereich bereitgestellt um die Hardware effektiv einsetzen zu können... ich glaube, dass wir in diesem Bereich einen Vertrag mit NCR haben."

"Das hört sich gut an." Die blonde Frau sah beeindruckt aus. "Was ist mit dem anderen Vertrag?"

"Ähhmm...." Dar's Augenbrauen zogen sich zusammen. "Oh ja der ATM-Vertrag für den Übertragungsservice der Navy." Sie hielt inne. "Er beinhaltet die Netzwerkunterstützung, und ihre Schiff zu Land Kurzwellen-Netzwerk-Übertragung."

Kerry blinzelte. "Oh Mann... die WAN Jungs werden ausflippen." Lachte sie beschwingt. "Sie haben mir erst letzte Woche gesagt, dass sie sich anfangen zu langweilen." Genau wie Dar entspannte sie ein wenig. "Das wird für sie ein wenig Sondertraining bedeuten."

Dar nickte. "Ich werde Ihnen die Telefonnummer unserer Ausbildungsabteilung in Plano geben... rufen Sie sie an und teilen ihnen mit was sie brauchen. Je nachdem um wie viele Leute es sich handelt, werden sie entweder dorthin gehen, oder Plano wird einen Ausbilder schicken."

Sie fuhren fort über die Einzelheiten zu sprechen bis das Essen ankam, und wurden dann stiller als sie sich auf ihr Essen konzentrierten.

Kerry genoss ihre Pasta und beobachtete neugierig, wie ihre Begleiterin systematisch ihr großes Lachssteak in kleine Stücke zerteilte, und jedes Stückchen mit einer Gabel voll Kartoffelbrei in den Mund schob. "Das duftet prima."

"So schmeckt es auch." Antwortete Dar nachdem sie geschluckt hatte. "Es ist mit Honig und braunem Zucker glasiert." Sie zögerte, dann legte sie beiläufig ein Stückchen auf Kerry's Teller. "Hier."

Kerry probierte es bereitwillig. "Mann... das ist gut." Sie schob ein Stückchen von ihrem Hühnchen auf den Teller ihrer Begleiterin. "Fair ist fair."

"Oh Junge." Kicherte Dar. "Sie mögen scharfe Sachen, wie?" Sie kaute das angebotene Stück.

"Mmhmm..." Stimmte die blonde Frau zu. "Das ess ich hier am meisten, alles schmeckt anders, es ist nicht alles gleich." Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee. "Mögen Sie Thailändisches Essen?"

"Alles mit Erdnüssen." Antwortete die Geschäftsführerin grinsend. "Es gibt da ein gutes Thailändisches Restaurant rechts von der US 1 neben Dadeland... sie machen dort ein wirklich gutes Chicken-Curry."

Kerry's Augen leuchteten auf. "Wirklich? Und ich habe es noch nicht entdeckt? W..." Beinahe wäre ihr das wir herausgerutscht, aber sie konnte gerade noch ihren Mund schließen. Wir sollten dahingehen? Was zum Teufel dachte sie sich dabei? Dies hier war ihre neue Chefin, die wahrscheinlich besseres zu tun hatte als in Miami herumzurennen und neue Thai Restaurants für sie ausfindig zu machen. "Danke, das sie es mir gesagt haben."

"Gern geschehen." Dar lächelte sie an. "Wie ist es mit ihrer Autoscheibe gelaufen?"

"Oh... fein... fein... sie ist bereits repariert." Versicherte ihr Kerry... dann suchte sie in ihrer Tasche herum. "Oh ja... Jerry hat dies hier gefunden als er den Wagen vom Glas gereinigt hat... gehört dies Ihnen?" Sie hielt einen Füller mit einer holzgemaserten Hülle hoch.

Dar blinzelte. "Ich habe noch gar nicht bemerkt, das ich ihn verloren habe." Sie griff hinüber und nahm ihn entgegen. "Danke." Sie schaute auf als die Bedienung zurückkam. "Ja, wir sind fertig... ich möchte einen großen Cappuccino... und ähm..." Ihre Augen richteten sich auf Kerry's Gesicht und beobachtete wie sich die Augenbrauen der blonden Frau hoben als ein Dessertteller vorbeigetragen wurde. "Hey... teilen sie ein Stück Käsekuchen mit mir?"

Kerry's Augen weiteten sich, dann seufzte sie und klopfte auf ihren Magen. "Ich sollte es nicht tun."

Sich ihres Sieges gewiss, wartete Dar einfach. Sie fing an ein Verständnis für ihre neue Mitarbeiterin zu entwickeln. Es war eine Angewohnheit von ihr, nach Fußangeln Ausschau zu halten und vorherzusagen wie die Leute reagieren würden, und bisher war Kerry eine ganz schöne Herausforderung. Aber nicht wenn es um diese Sache ging.

"Oh... nun, okay." Kapitulierte sie und zuckte leicht gezwungen mit ihren Schultern. "Ich denke, ich werde eine zusätzliche Runde Rollerbladen einschieben müssen." Und woher wusste diese leicht entnervende Dar Roberts, das sie Käsekuchen liebte? Obwohl sie bemerkt hatte, dass die andere Frau sich vorher versteifte, versuchte sie eine weitere mehr persönlichere Frage zu stellen. "Haben Sie es jemals versucht?"

"Käsekuchen oder Rollerbladen?" Kicherte Dar. "Beides... ich mag das eine, und mag das andere nicht besonders... als ich es das letzte Mal probierte machte ich eine nahe Bekanntschaft mit einem Baum." Sie schaute zu dem künstlichen Wasserfall der eine weitere Nebelwolke produzierte. "Ich bin fürs Laufen." Sie bemerkte Kerry's Blick auf ihre nackten, fein ausprägten Armmuskeln die unter dem Shirt hervorschauten. "Und ein wenig Krafttraining." Die seegrünen Augen hoben sich zu ihren, und Dar fühlte sich untypisch aus dem Gleichgewicht gebracht. Vielleicht war es die Intensität? "Also, sind sie für Morgen vorbereitet? Hat Ihnen die Personalabteilung die elektronischen Formulare für die zu übernehmenden Leute zugesandt?"

Kerry beobachtete wie der Kellner ein riesiges Stück Käsekuchen, bedeckt mit Schokoladensoße in der zwei Bananen steckten, abstellte. Sie holte tief Luft. "Ooh." Dann realisierte sie, dass Dar ihr eine Frage gestellt hatte. "Wie... ja... ich habe eine Tonne E-Mails von denen bekommen... einschließlich einer dreiseitigen Einweisungsliste von einer Person namens Mariana, die etwas wirklich komisches sagte, wie etwa ich wäre das neue Entenküken?" Sie warte auf Dar eine von den zwei Gabeln, die der Kellner hingelegt hatte zu nehmen, dann nahm sie ihre eigene und versuchte einen Bissen. "Oh Mann... daran könnte ich mich wirklich gewöhnen."

"Entenküken, wie?" Murmelte Dar während sie ein Stücken abteilte und daran knabberte. "Mariana ist unsere Personaldirektorin... Sie wird Ihnen helfen mit allem klar zu kommen." Sie nahm einen weiteren Bissen und genoss den weichen, reichen Geschmack. "Sie hat einen einzigartigen Sinn für Humor."

Ist das eine Gesellschaftsbedingung? Fragte sich Kerry, erwiderte aber nichts darauf.

Sie beendeten ihr Essen und schlenderten durch den Laden vor dem Restaurant, der mit Rainforrest spezifischer Ware von T-Shirts, winzigen Gummigeckos, bis zu Kappen in der Form eines Tukans und Affen gefüllt war. Kerry berührte einen winzigen grünblauen Leguan, dann legte sie ihn mit einem Seufzen wieder weg. "Ich habe auf meinem Schreibtisch genug von dem Zeug."

Dar, die den großen Kakadu über ihrem Kopf untersucht hatte, drehte sich ohne ein Wort zu sagen um. Sie gingen hinaus durch das größtenteils geschlossene Einkaufszentrum, dessen Läden zumachten und es war nur noch leise Musik zu hören. "Wo haben sie geparkt?"

"Um die Ecke bei der Lebensmittelabteilung." Antwortete Kerry während sie die Tür aufdrückte und sie aufhielt. Die schwere, feuchte Luft, die Regen ankündigte, schlug ihr entgegen. "Nun ja, Danke Dar... ich schätze es wirklich, dass Sie hierher gekommen sind."

Die Dunkelheit außerhalb, verbarg den größten Teil von dem Gesichtsausdruck der größeren Frau. "Ich werde Sie zur Vorderseite fahren... mein Wagen ist gleich hier." Erklärte sie. "Und machen Sie sich darüber keine Sorgen - Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte diese Sachen einzukaufen." Sie hob ihre Taschen hoch.

Kerry folgte ihr auf das dunkle Gelände wobei sie kräftig ausholen musste, um mit ihr Schritt zu halten. Die Brise des nahegelegenen Ozeans war schwülwarm und sie seufzte. "Manchmal ist es schwer sich daran zu gewöhnen."

Ein leises Gekicher antwortete ihr. "Darum bleiben wir alle drinnen." Erwiderte Dar. "Kommen Sie... es ist hier drüben... unter dem Sims."

Schatten vom Reinigungspersonal, Handwerkern und anderer dunkler Gestalten bewegten sich um sie herum. Der große Parkplatz war größtenteils leer und sie konnte verschiedene kleine Gruppen von Teenagern sehen, deren Zigarettenspitzen aufleuchteten und deren leises Gelächter zu ihnen drang.

Augen verfolgten sie während sie die graue Oberfläche überquerten und unbewusst rückte Kerry ein wenig näher an ihre große Begleiterin. "Es ist ein wenig gruselig hier."

Dar blickte hinunter. "Tun Sie so, als ob ihnen der Ort hier gehört. Ich garantiere Ihnen keines von diesen Kindern wird in ihre Nähe kommen." Beriet sie die kleinere Frau.

Kerry beobachtete wie die Gruppe Dar betrachtete und sich dann ein wenig auf die Seite drückte um ihr aus dem Weg zu gehen. "Ich werde versuchen mir das zu merken." Murmelte sie mit dem Gefühl völliger Sicherheit.

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"Wo bist du gewesen?" Erklang Colleen's Stimme von der Tür als Kerry damit fertig war ihre Pakete hereinzutragen. "Oh... ich sehe Taschen von Macy's..." Sie schlüpfte herein und half der blonden Frau die Bündel abzustellen. "Wie ist es gelaufen?"

Kerry setzte sich auf ihren Schreibtischstuhl und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. "Nun... es war interessant... wie du sehen kannst habe ich eine Menge Sachen bekommen, und... ähm... es war interessant."

Colleen verschränkte auch ihre Arme. "Interessant. Deine neue Chefin bietet dir an, dir beim Einkaufen der Kleidung zu helfen... und nennst es interessant? Ich nenn es... unwahrscheinlich verblüffend." Kicherte die Rothaarige. "Also... wie ist sie, wenn sie nicht gerade Leute feuert, oder Firmen umstrukturiert?"

"Ähm." Kerry atmete aus. "Es ist schwer zu erklären... ich meine sie ist wirklich..." Sie beschrieb mit ihren Händen eine Schachtel. "Sie ist sehr verschlossen... auf eine Art unnahbar, aber nach einer Weile öffnet sie sich ein wenig, gerade genug um zu sagen, dass sie ein Mensch und kein Mikroprozessor ist."

"Mmhm..." Colleen verdaute das. "Also, habt ihr zwei die ganze Zeit mit Einkaufen verbracht?"

Kerry verzog ihre Lippen. "Nein... nicht direkt... wir waren im Rainforest essen." Sie vermied es in Colleen's weit geöffnete Augen zu sehen. "Sie wollte über die nächste Woche reden und was mich erwartet, und solche Dinge."

"Hattest du Spaß?"

Kerry dachte darüber nach. "Es war... Col, es war wirklich überaus seltsam, weil es die Hälfte der Zeit sehr anstrengend war, da wir uns nicht kennen, und sie meine Chefin ist, und es einfach seltsam war, aber die andere Hälfte der Zeit war es..." Sie suchte nach einer Erklärung. "Es war beinahe, als ob wir uns kennen würden... es..."

"Wie alte Freunde die sich gerade getroffen haben?" Bot die Rothaarige leise an. "Erinnerst du dich an diesen Song aus dem Muppetfilm?"

Eine Pause. "Sicher... etwas in der Art." Stimmte Kerry zu. "So etwas ist mir vorher noch nie passiert... aber ich denke, dass wir miteinander auskommen."

"Du magst sie." Es war keine Frage.

"Sicher, das tue ich." Bestätigte Kerry.

"Unglaublich." Colleen schüttelte ihren Kopf. "Ich hab Reynaldo bei Publix getroffen wir sind zusammen in das Delikatessengeschäft gegangen und ich habe erzählt, dass du für sie arbeiten wirst... er war vollkommen schockiert." Sie schüttelte ihren Kopf. "Er ist der IS-Manager an der Bank... er hatte dieses Desaster mit den Bändern so of vor die Nase gehalten bekommen, dass er es nicht mehr hören konnte... er sagte, dass sie die widerlichste Person sei die er jemals getroffen hätte."

Kerry zog ihre Schultern hoch. "Ich denke, dass sie so sein kann... sie hat einen sehr dunklen Wesenszug an sich... erinnerst du dich was ich dir über diesen Goon erzählt habe, und wie er sich praktisch auflöste als sie in angeschrieen hat? Und ich erinnere mich wie sie war, als ich sie zum ersten Mal in meinen Büro getroffen habe... da gab es nicht viel zu mögen... sie war recht gemein."

Colleen strubbelte über ihren Kopf. "Aber du magst sie?"

Kerry realisierte, dass es sich eigenartig anhörte. "Ich weiß nicht... ja... ich meine, sie hätte meinen Hintern mehrere Male feuern können, richtig? Ich war recht gemein zu ihr... Ich hatte ihr gesagt, sie solle sich zur Hölle scheren und solche Sachen, sie hätte mich einfach durch die Sicherheitsleute aus dem Gebäude werfen lassen können, aber sie hat es nicht getan... in der Tat hatte ich heute Abend das Gefühl, dass sie mich deswegen respektiert."

"Oh... das lässt meine Alarmglocken läuten." Warnte sie ihre Freundin. "Pass auf, hörst du? Sie kann sich schneller ändern als du pfeifen kannst." Sie seufzte. "Ich weiß nicht Kerry... dies sind recht unbekannte Gewässer auf denen du hier segelst... ich hoffe du weißt was du tust."

Das hoffe ich auch. Seufzte Kerry innerlich. "Ich kann es wirklich nicht erklären... wenn ich mir vielleicht die Zeit genommen hätte darüber nachzudenken was geschehen ist, dann wäre ich dort geblieben wo ich war... aber vielleicht auch nicht... ich dachte einfach, dass es eine einzigartige Gelegenheit wäre... verstehst du?"

"Einzigartig?" Colleen legte einen Arm um ihre Schultern. "Meine Liebe, das ist eine Untertreibung aber wenn du ein Problem hast melde dich, ich hab mit Jacob in meinem Büro gesprochen, und er sagte, dass er dich sofort nehmen würde, okay?"

Kerry lächelte und lehnte sich liebevoll an sie. "Danke Col... ich würdige das wirklich." Sie atmete aus. "Hey... willst du sehen was ich gekauft habe?"

"Darauf kannst du wetten."

Sie öffneten die verschiedenen Pakete und Kerry hing die Teile auf die Gardinenstange im Wohnzimmer.

"Ooh... ich mag dies eine da." Die Rothaarige zeigte auf das grünblaue Outfit. "Netter Anstecker." Sie berührte die Vorderseite des Jacketts.

Kerry kam näher und fasste den Anstecker an. "Heiliger Strohsack... wo hatte ich meine Gedanken." Lachte sie fröhlich. "ich hatte gar nicht bemerkt das er dran war... ja, er ist nett." Der Anstecker stellte zwei silberne Delfine dar die vor einem goldenen Hintergrund in rosa- und blaugetönten Wellen spielten. "Passt perfekt zu der Farbe... es sieht aus wie der Ozean, oder nicht?"

"Mmmhmm" Colleen stimmte bereitwillig zu. "Ich wette es sieht nett an dir aus es passt perfekt zu deinen Augen." Sie blickte auf die verschiedenen Kleidungsstücke. "Ich mag sie alle, aber dies hier sagt mir am meisten zu... obwohl das Rote da drüben ist auch nett."

"Ja..." Die blonde Frau lächelte. "Ich mag die Borte darauf... hör zu, ich ziehe einige von den Sachen an, würdest du ein Foto machen? Meine Eltern wollen sehen wie herausgeputzt ich aussehe."

"Gewiss." Lachte ihre Freundin. "Um fair zu sein siehst du in allem gut aus, du Ratte." Sie stieß Kerry in die Rippen. "Sogar in diesen abgetragenen Denim-Lumpen, die du manchmal trägst."

"Hey... das sind meine Lieblingsjeans." Protestierte Kerry als sie das blaugrüne Kostüm herunter nahm. "Ich bin gleich zurück."

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Der Himmel hatte sich schließlich aufgeklart und zeigte eine Menge von Sternen, die auf die ruhige korallenrote Veranda leuchteten. Das warme Wasser des Pools kräuselte sich um die einsame Gestalt die friedlich darüber glitt, sie hatte ihren Kopf auf ihre verschränkten Arme gelegt und ihre Beine lagen auf einem Styroporbrett.

Dar ließ sich von dem Frieden umgeben während sie sich auf den sanften Ton der Brandung in der Nähe konzentrierte und dem Rascheln der leichten Brise in den Bäumen die den Pool umgaben. Sie war allein, was um diese Uhrzeit nicht überraschend war und sie nahm sich ein wenig Zeit um ruhig über den Tag nachzudenken.

Zumindest war er produktiver als der Tag vorher gewesen. Nachdem sie ihre E-Mail abgeschickt hatte, hatte sie es irgendwie geschafft auf der Couch mit dem Laptop auf ihrem Bauch wieder einzuschlafen. Das weiche Leder tat ihrem Körper gut und sie hatte beinahe bis mittags geschlafen als sie langsam erwachend auf dem Bildschirm ihres Laptops sah wie die Power Rangers geduldig 3D Rohre verlegten.

Das war die Zeit als sie Kerry's E-Mail herunterlud und verschlafen der jungen Frau antwortete, dass sie sie an dem Einkaufszentrum treffen würde. Es dauerte ungefähr zehn Minuten nachdem sie den Sendebutton gedrückt hatte, bis sie blinzelte und realisierte was sie gerade getan hatte, aber da war es schon zu spät.

Aber sie hatte es nicht bereut, nein... überhaupt nicht. Der Ausflug war... nun, auf eine Art war er lustig. Sie hatte nicht oft die Möglichkeit einfach zu entspannen und mit anderen Leuten herumzuhängen, und Kerry war mit Sicherheit eine interessante Person mit der es sich lohnte Zeit zu verbringen. Was gut war, da sie als ihre Assistentin immer um sie herum sein würde.

Das Essen war eine Art Test - Dar wusste, wenn sie mit jemanden eine Stunde beim Essen verbringen konnte ohne ihn töten zu wollen, dann war das ein gutes Zeichen. Kerry hatte bestanden. Tatsache war... Dar blickte leicht überrascht in die Sterne. Kerry hatte den Test mehr als bestanden. Sie hatte es tatsächlich genossen, um es treffender zu sagen, sie hatte sich gewünscht der Abend wäre noch ein wenig länger gegangen, und wann war ihr so etwas, das letzte Mal passiert?

Es war schön sich einfach mit jemanden zu unterhalten der klug war, einen Sinn für Humor hatte und durch sie nicht eingeschüchtert war. Dar grinste, als sie an die Geschichte mit dem schreienden Mustang dachte. Dann bog sie ihre Hand als sie sich an die sanfte Berührung erinnerte. So, so... sie hatte sich also ausgerechnet das die alte Dar die bösen Jungs nicht einfach vertrieben hatte, wie? Schlaues Kind.

Sie seufzte und bewegte sich etwas in dem Wasser, kippte ihren Kopf zurück und blinzelte als der Mond hinter einer Wolke hervorspähte und sie mit seinem silbernen Schein beleuchtete. Er ließ die Umgebung um sie herum fast weiß erscheinen und als sie ihren Kopf hob, konnte sie einen breiten leuchtenden Pfad sehen der von ihr bis zum Horizont führte.

Sie rollte sich auf die Seite und drückte ihren Kopf unter das warme Wasser, das wegen der gewöhnlich heißen Temperaturen in dieser Gegend immer warm war. Sie schwamm noch einige Runden mehr um ihre Schultern zu lockern und ging dann aus dem Pool, schnappte sich ein Handtuch und trocknete sich ab, als sie leise die Stufen und quer über den Weg der zum Hafenbereich führte zu ihrem Apartment zurückging.

Die kalte Luft im Flur ließ sie frösteln und sie ging schnell in den Wäscheraum um ihren Badeanzug auszuziehen und ihn gegen ein Baumwoll-Baseballshirt und weiche Flanell Boxershorts auszuwechseln. Sie ging in die Küche und nahm sich einen Becher den sie mit Milch und Schokoladensirup füllte, und stellte ihn dann in die Mikrowelle.

Zwei Minuten später holte sie den Becher heraus und betrachtete das neue E-Mail Icon auf dem Küchenmonitor. "Mail, lesen."

"Dar Roberts, sechs neue Nachrichten, keine dringend."

Sie überflog die Kopfzeilen. "Alle lesen." Während sie wartete ließ sie den warmen Kakao ihre Kehle hinunterlaufen.

Roesenthal, Lester - Gesendet: 20:43 Uhr

Dar -

Wenn Sie das nächste Mal einen von ihren kleinen Freunden in der Gesellschaft unterbringen wollen, dann sagen sie es mir vorher, würden Sie das machen? Ich brauche wirklich keine Dreißig winselnden Regional-Direktoren, die sich darüber beklagen, dass Sie nicht das übliche Verfahren eingehalten haben.

Ihre Unterlagen geben nicht viel her, aber wenn sie glauben, dass sie gut genug ist ihre rechte Hand zu sein, dann werde ich damit leben können. Ich hoffe, sie ist zumindest niedlich.

Les.

"Antwort." Murmelte Dar und wartete auf ein neues Fenster.

Les -

Tut mir leid, ja sie werden damit leben müssen, und daran habe ich wirklich nicht gedacht.

Dar.

"Senden." Dar nippte grinsend an ihrer Schokolade. "Nächste."

Elesha, Mariana - Gesendet: 21:01 Uhr

DR -

Du hast in ein Hornissennest gestochen, meine Freundin. Nimm dich in acht - ich glaube, dass sich zumindest einige von denen beschweren werden.

Ich habe gesendet, verarbeitet und E-Mails verschickt. Deine Neue sollte nun alle Papiere haben die sie braucht um die Dinge bei Synergenics ins Rollen zu bringen - Und weil wir gerade dabei sind, das war ein netter Schachzug mit Peter um an die Zahlen zu kommen. Er hat eine förmliche Beschwerde gegen dich eingereicht, und hier die Antwort von Les (er hat sie mir zukommen lassen): Wollen sie, dass ich das überprüfe, bevor oder nachdem ich den Prämienplan für dieses Quartal durchgesehen habe, der von den Zahlen ihrer Abschlüsse abhängt?

Dar du weißt - dass du wirklich froh darüber sein kannst so gut zu sein - Kein Anderer würde mit dem Mist den du veranstaltest so einfach wegkommen. Sei vorsichtig meine Freundin. Sei sehr, sehr vorsichtig.

Da ich am Samstag im Büro war, habe ich alles für Ms. Stuart vorbereitet - Sie ist ab Montag auf deiner Lohnliste, also stell sicher, dass sie weiß wie die Dinge und der ganze Kram läuft. Ich habe ihre Personalakte von der Synergenics - Ich muss dir eins sagen Dar, bis ich sie gesehen hatte, hatte ich einige sehr üble Gedanken über dich, aber ich nehme sie zurück, ich habe festgestellt, dass du da eine sehr qualifizierte Kandidatin herausgesucht hast. Ich musste nicht einmal etwas an ihrem Profil verändern - die Einzelheiten habe ich dieser E-Mail beigefügt - Wusstest du Dar, dass sie in einem Jahr Siegerin im Debattierwettbewerb in Michigan war?

Wie dem auch sei - wir sehen uns am Montag im Büro. Ich werde versuchen die Wogen etwas zu glätten, aber halte dich bitte für eine Weile zurück, würdest du das? Nur um mir einen Gefallen zu tun?

Mari.

Dar unterdrückte ein erfreutes Grinsen. "Siegerin beim Debatierwettbewerb, wie? Verdammt... jetzt bin ich in Schwierigkeiten... ich hätte es mir denken sollen." Sie setzte sich auf den großen Hocker. "Antwort."

Mari -

Danke für die Warnung - Les hat mir bereits eine E-Mail über die Dissidenten geschickt - er wird damit fertig werden.

Ich bin schockiert, dass du denkst ich würde die Kandidaten nach irgendwelchen frivolen Gründen heraussuchen - Natürlich weiß ich wie qualifiziert Ms. Stuart für diese Position ist - Was glaubst warum ich darum gebeten habe? Die Interessen der Gesellschaft stehen an erster Stelle, das war keine persönliche Hau-Ruck-Reaktion. In der Tat erzählte mir die Lady ich solle zur Hölle gehen, somit habe ich es mit Sicherheit nicht aus freundschaftlichen Gründen getan. Ich bin sicher, dass sie ein Gewinn für die Gesellschaft ist, und vielleicht wird sie einige Probleme lösen die ich mit Personalfragen habe, somit wirst du weniger Beschwerden bekommen.

Dar.

Dar kicherte leise. "Senden." Dann klickte sie auf die Anlage und las interessiert die wenigen kurzen Abschnitte. "Hmm... Gymnastik... doppelter Abschluss in Informatik und... nein... das kann nicht sein... in Englisch? Was für eine Mischung..." Kerry's beruflicher Werdegang zeigte einen konstanten, sogar ansteigendem Verlauf von Job zu Job vom Einstiegslevel bis zum Management, mit zunehmender Verantwortung und Erfahrung, wobei kein Job länger als zwei Jahre gedauert hatte. Stabilität, gute Arbeitseinstellung... keine Lücken... kein Wunder, dass Mariana beeindruckt war.

Sie überprüfte den Lebenslauf. Keine Schadensersatzleistungen, keine Gerichtsverfahren, gute Kreditwürdigkeit... ein makelloses Führungszeugnis, noch nicht einmal ein Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung... verdammt. Dar's Augenbraue hob sich. "Das ist beinahe zu gut um wahr zu sein." Der Gedanke verursachte ein Stirnrunzeln. "Neue Mitteilung."

Mark -

Ich brauche eine Klasse I Sicherheitsüberprüfung über eine neue Angestellte - Kerry Stuart, die Mitarbeiterin von der Associated, über die wir letzte Woche geredet hatten. Sie wird Mitarbeiterin in meiner Abteilung, und ich will alles über sie wissen, ohne dass etwas weggelassen oder beschönigt wird.

Dar.

"Senden." Dar trommelte mit ihren Fingern auf die Ablage, sie fühlte sich über die intensive Kontrolle ein wenig schuldig, aber Kerry würde all ihre kleinen Tricks kennenlernen, und da war es sicherer zu wissen wer sie wirklich war. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Rivale versucht hätte jemand hereinzuschleusen.

Ihr Verstand beharrte darauf, dass es nur eine logische Vorsichtsmassnahme war. Aber etwas in ihr belastete sie noch, als ob es sie störte zu denken, dass sie Kerry nicht vertrauen könnte.

Für eine Weile dachte sie darüber nach. Ihr natürlicher Instinkt sprach für das Kind. Sie war damit noch nie falsch gelegen.

Aber es verletzte niemanden sicher zu gehen. Dar seufzte und wandte sich wieder dem Monitor zu. Sie überflog die nächsten drei Mitteilungen, welches Bestätigungen für Teile waren, die sie letzte Woche bestellt hatte, dann klickte sie mit einem seltsamen erwartungsvollen Gefühl auf die Siebte.

Stuart, Kerry - Gesendet: 0:32 Uhr

Hi.

Warum glaubt jeder ich sei verrückt geworden weil ich für Sie arbeiten will? Ich habe vier E-Mails von Leuten erhalten die ich kaum kenne, oder von denen ich noch nie etwas gehört habe, in denen ich gewarnt werde, ob ich wüsste worauf ich mich da einlasse. Ich habe beschlossen, dass sie einfach eifersüchtig sind - Ich habe eine Liste mitgeschickt - Sie können mir sagen ob das Leute sind die sich auch für den Job beworben haben. Wenn es so sein sollte, würde ich mich wesentlich besser fühlen.

Ich habe allen zurückgeschrieben, dass ich mich für ihre Bedenken bedanke, und hoffe gelegentlich mit ihnen zusammenarbeiten zu können. Ich hoffe, dass es richtig war.

Wie auch immer - Ich hoffe sie haben eine gute Woche - Und nochmals danke, dass sie mir beim Einkaufen geholfen haben.

Kerry.

"Antwort." Dar lehnte sich an die Ablage und stützte ihren Kopf auf ihre Hand.

Kerry -

Jeder denkt sie seien verrückt, weil jeder weiß, dass ich ein herzloses und grausames Miststück bin, die Leute zu Trinkern macht und sie früh ins Grab bringt, und die für nichts und niemanden Sympathie aufbringt. Ich habe versucht Sie zu warnen. Es ist noch nicht zu spät zurückzutreten, wenn Sie es wollen.

Auf Ihrer Liste sind, wie Sie vermutet haben, enttäuschte Kandidaten. Die Antwort war angemessen.

Ich habe nicht oft die Möglichkeit auszugehen und mich von meiner sozialen Seite zu zeigen, also hat mir der heutige Tag sehr gefallen. Außerdem war es ein Anzeichen, dass wir fähig sein könnten miteinander zu arbeiten. Meine vorherigen Versuche mit einem Assistenten dauerten, einen, drei, vier und zwei Tage. Einen warf ich hinaus, einer beschloss auf seine alte Stellung zurückzugehen, und die anderen zwei rannten schreiend in die Nacht und wurden nie wieder gesehen.

Denken sie bitte immer daran.

Dar.

"Senden." Dar erstickte ein Gähnen, trank ihren Kakao aus, spülte den Becher ab und stellte ihn auf das Abtropfbrett. Während sie durch die Wohnung ging schaltete sie die Lichter aus, als sie das Schlafzimmer erreichte war es in der Wohnung völlig dunkel und sie kroch in die ersehnte Wärme und leichte Wogen ihres Wasserbettes. Mit einem Arm um ihr Kissen gewickelt und einen leicht auf der Decke liegend schloss sie ihre Augen und schlief ein.

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Kerry blickte zum sechsten Mal auf ihr Spiegelbild im Rückspiegel, bevor sie tief Luft holte und den Motor abstellte.

Das war vielleicht eine Woche gewesen. Eine sehr hektische Woche in welcher sie lose Enden zusammenband von denen sie nicht mal wusste das sie da waren, und ihre Position mit Ray besetzt hatte. Der erste Tag war ein Schock gewesen, als sie jedem die guten und schlechten Nachrichten mitteilen musste. Fünfzig Leute zu entlassen war schwer gewesen, aber als sie ihnen über das Abfindungspaket erzählte...

Hatte es sich zum Guten gewendet. Die Support Abteilungen diskutierten noch über die neuen Verträge, und beide Support-Manager hatten die Woche damit verbracht alles über TCP/IP Literatur zu lesen was sie in die Finger kriegen konnten. Sie waren entschlossen einen guten Eindruck zu machen, um sie nicht zu enttäuschen.

Das wollten alle. Es war so seltsam... eine Woche vorher hatten sie den Namen der Gesellschaft verflucht, und nun... nun sahen sie es als eine Möglichkeit sich zu verändern und anzupassen... die meisten waren einfach froh noch beschäftigt zu sein.

Die Reaktion auf ihre neue Position war...

Oh Mann. Es erstreckte sich von. "Du bist vollkommen wahnsinnig" zu "Jesus, SO SEHR hast du sie beeindruckt?" und eine Menge anderer Dinge. Einigen Leuten tat es leid, dass sie ging, aber ermutigten sie, weil sie die Möglichkeit hatte dort droben zu arbeiten, und vielleicht Einfluss auf sie nehmen konnte, falls es Ärger gab.

Robert hatte sie letzten Freitag zu sich gebeten. Sein Gesichtsausdruck war sehr ernst gewesen, und er hatte sie geradeheraus gefragt, ob sie wisse auf was sie sich mit diesem Hai im Kostüm einließ.

Und Kerry hatte einfach gelächelt, und jedem erzählt, dass gleichgültig was geschah, sie eine Menge dazulernen würde.

Nun war es eine Woche später und es war Montagmorgen, und es war an der Zeit mit der neuen großen Erfahrung zu beginnen. Sie hatte die ganze Woche über E-Mails mit Dar ausgetauscht, und sie hatte sie über den Übernahmeprozess auf dem Laufenden gehalten. Der Schreibstil der Geschäftsführerin hatte sich letzte Woche ein wenig entspannt, nicht viel, aber zumindest ein wenig, und Kerry freute sich darauf Dar wiederzusehen.

"Okay, ich bin bereit." Sagte sie zu ihrem Spiegelbild, dann schulterte sie ihre Aktenmappe und glitt aus dem Mustang. Sie strich gewissenhaft ihren Rock glatt der sich seltsam anfühlte, da sie seit geraumer Zeit keinen mehr getragen hatte. Sie schloss die Tür ab und begradigte ihre Schultern, dann ging sie zum Haupteingang des Gebäudes.

Am Schreibtisch der Sicherheitsabteilung gab sie ihren Namen an, und warte während der Agent auf eine Liste schaute und sie dann anlächelte. "Ms. Stuart, würden Sie bitte mitkommen? Wir müssen einen Ausweis für sie anfertigen."

"Okay." Stimmte Kerry liebenswürdig zu als sie dem kleinen, kräftigen Mann um die Ecke und dann in eine kleine Ansammlung von Räumen folgte. Entlang der Wand gab es eine Reihe von Monitoren, die von einer schlanken, blonden Frau überwacht wurden. Die junge Frau drehte sich um als Kerry eintrat und lächelte sie höflich an, und Kerry erwiderte das Lächeln.

Es wurde ein Foto von ihr gemacht und ihre Fingerabdrücke wurden genommen, dann sah sie wie der Agent einen Ausweis anfertige, so wie sie ihn bei Dar gesehen hatte, als sie die Nacht hier waren. Der Mann fügte einen Magnetstreifen hinzu und reichte ihr dann den Ausweis. "Danke." Sie nahm ihn und betrachtete das Ergebnis. "Oh Mann... sie machen aber schöne Bilder." Grinste sie.

Er grinste offen zurück. "Das hängt völlig vom Objekt ab, Ma'am."

Kerry errötete. "Danke... kann ich jetzt nach oben gehen?"

"Es ist auf der vierzehnten Etage, Ms. Stuart - gehen sie zur ersten Reihe der Fahrstühle, wenn sie oben angekommen sind halten sie sich links und dann ist es die zweite Tür auf der rechten Seite."

Kerry erinnerte sich und nickte. "Ja... danke." Sie schlüpfte aus dem Sicherheitsbüro und ging zum Fahrstuhl, als sie nach oben zum Atrium blickte musste sie lächeln. Es war bei Tageslicht, wenn die Sonne hindurchstrahlte und sich über die verschiedenen Kristallskulpturen ergoss, welche die hohen Wände umsäumten, noch eindrucksvoller. Es war jetzt natürlich auch viel belebter und sie wich mehreren dahineilenden Leuten aus als sie in den Fahrstuhl stieg und dort den Knopf für die vierzehnte Etage drückte.

Das brachte ihr einen Seitenblick von zwei anderen Insassen ein, und Kerry bemerkte, dass sie versuchten unauffällig ihr Namensschild zu lesen. Sie streckte stattdessen ihre Hand aus. "Hi. Ich bin Kerry Stuart. Nett sie kennenzulernen."

Die vordere Frau schüttelte ihr die Hand, dann die zweite. "Enid Perspects." Sagte die größere von beiden zögernd. "Ich arbeite im Einkauf."

"Sally Cruz." Fügte die zweite, eine kleinere, dunklere Frau hinzu. "Vom Marketing... sind sie Dar Roberts neue Assistentin?"

"Das bin ich." Antwortete Kerry grinsend.

Sie blickten sie an, als ob sie zwei Köpfe hätte. "Nun... viel Glück." Murmelte Enid als sich die Tür öffnete und sie und ihre dunkelhaarige Freundin entflohen. "Sie werden es brauchen." Es war sehr leise geflüstert, aber Kerry hörte es trotzdem.

Die Tür glitt zu und sie war mit einem, untersetzten, dunkelhaarigen Mann mittlerer Größe, ungefähr in ihrem Alter, allein im Fahrstuhl. Er betrachtete sie für eine Weile, dann hielt er seine Hand hin. "Also... sie sind die berüchtigte Kerry Stuart."

Kerry seufzte und schüttelte seine Hand. "Berüchtigt? Ich hoffe doch nicht... ich fange gerade erst an." Sie blickte ihn vorsichtig an. "Und sie sind???"

Er lachte. "Entspannen sie sich... Ich bin Mark Polenti der Chef von der MIS-Sicherheit." Er hielt inne. "Ich bin ein Freund von Dar."

Kerry blickte ihn nun freundlicher an. "Wirklich? Wenn man die Leute so reden hört, könnte man denken sie hat überhaupt keine."

"Nein sie hat welche, nicht viel das ist wahr, aber die Richtigen am richtigen Ort, wenn Sie verstehen was ich meine." Der untersetzte Mann lächelte. "Solange Sie ihren Mist können, ist es für Dar in Ordnung. Wenn sie es nicht können, sind sie Toast. Es ist wirklich einfach." Seine Augen trafen auf ihre. "Dies müssen Sie sich immer vor Augen halten."

"Ich denke, dass wir es herausfinden werden." Kerry entspannte sich ein wenig und drehte sich dann um als sich die Türen auf der vierzehnten Etage öffneten, dann gingen sie und Mark den gleichen Flur entlang. Kerry konnte aufgebrachte Stimmen hören als sie die Doppeltüren erreichte, die zu Dar's Büro führten und sie warf einen Seitenblick zu Mark. "Hört sich wie ein Kampf an."

"Was gibt es sonst neues?" Seufzte er und hielt die Tür für sie auf. "Kommen sie, daran werden Sie sich gewöhnen müssen."

Das innere von Dar's Vorzimmer sah bei Tageslicht ganz anders aus. Mehrere Leute warteten vor dem Schreibtisch hinter dem eine kleine, rundliche, grauhaarige Frau saß, die mit einer Hand einen Telefonhörer an ihr Ohr hielt und mit der anderen ihr anderes Ohr zuhielt. Zwei Leute warteten diskutierend, wobei einer mit einem Stapel Ausdrucke herumfuchtelte.

"Es gibt keinen Weg diesen Account abschließen zu können, Larry... es wird nicht funktionieren, also lass dir etwas anderes einfallen!" Schrie einer von den beiden Männern.

"Wir haben keine andere Wahl, Scott... das Account-Team versprach ein vollständiges Support-Zentrum, und jetzt sollen wir es machen!" Antwortete der andere Mann seine Hände hochwerfend. "Verdammt, ich hoffe Dar weiß einen Weg wie wir aus diesem Mist herauskommen... ich werde Sue Kingston, dafür das sie uns wieder diesen Mist eingebrockt hat, windelweich prügeln!"

Zwei weitere Frauen beladen mit Papierstapeln standen vor dem Schreibtisch und versuchten die Aufmerksamkeit der Sekretärin zu erlangen. Während zwei andere Leitungen aufblinkten telefonierte sie auf der dritten Leitung. Kaum hörbar ertönte ein Summen. Die Sekretärin setzte den Anrufer in die Warteposition und drückte den Knopf für die Sprechanlage. "Ja, Dar."

"Die Hälfte unseres gottverdammten internen Netzwerkes ist am Boden, drei Großrechner sind letzte Nacht bei Mids ausgefallen, und bei CLIPC geht niemand ans Telefon. Finden sie jemanden in Charlotte, der denen Feuer unter ihren Hintern macht, jetzt sofort!"

"Aye, ich versuche es ja... glauben sie mir." Antwortete die Sekretärin.

"Versuchen reicht nicht, Maria... ich brauche diese Leute!" Dar's Stimme war vor Frustration heiser und Kerry bewegte sich beinahe instinktiv näher heran. Sie stand vor dem Schreibtisch der Sekretärin und als die Frau aufblickte, lächelte sie diese strahlend an. "Hi." Sagte sie leise. "Sieht nach einem geschäftigen Morgen aus, wie?"

"Dar?" Unterbrach die ältere Frau das Donnerwetter ihrer Chefin.

"Was?" Grollte die Geschäftsführerin.

"Ms. Stuart ist hier." Maria blickte die Blonde abschätzend an.

Für einen Moment herrschte Schweigen. "Oh, gut. Schicken sie sie rein." Dar's Stimme war um eine Oktave gefallen und klang nun beinahe fröhlich. "Hallo Kerry... Willkommen in der Hölle."

 

~~~ ENDE - Kapitel 3 ~~~

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Wie es weiter geht könnt ihr in Kapitel 4 lesen.

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