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Tropical Storm - Kapitel 9 |
Tropical Storm Kapitel 9
Der Wecker summte und schreckte Dar in der frühen Morgendämmerung aus dem Schlaf. Einen Moment starrte sie ihn verwirrt an, dann rieb sie ihr Gesicht und schlug auf den Wecker, um das laute Summen abzustellen. Es war sehr still in dem Apartment und noch einen Augenblick ihr Kinn auf das Kissen legend, dachte sie sehnsüchtig daran wieviel schöner das Aufwachen gestern war. Komisch. Seufzte Dar, rollte sich aus dem Bett und schleppte sich mechanisch zum Badezimmer. Sie hatte vorher nie gedacht einsam zu sein. Es stimmte das sie ein geschäftiges Leben führte, doch nun fragte sie sich wie viele ihrer Aktivitäten nur dazu da waren um die Zeit rumzubringen. Es war unerwartet schön mit jemandem zu Reden, wie gestern bei dem improvisierten Brunch, und sie konnte sich noch nicht einmal darin erinnern über was sie gesprochen hatten. Welpen? Politik? Dar spritzte Wasser in ihr Gesicht, und während sie ihren Schlafanzug gegen ihre Laufkleidung wechselte schüttelte sie ihren Kopf und setzte sich in das stille Wohnzimmer, um ihre Turnschuhe anzuziehen. Was immer es auch war, sie hatte die meiste Zeit mit Lachen verbracht, etwas das sie, wie sie sich erinnerte, in den vergangenen Jahren nicht oft getan hatte. Für einige Minuten saß sie nur darüber nachdenkend da, und zwang sich dann auf ihre Füße. "Komm schon, Dar... beweg dich... zwei extra Runden um die Insel an diesem Morgen, erinnerst du dich?" Um das Versäumte der letzten Tage wettzumachen, hatte sie beschlossen eine Stunde früher aufzustehen. Es war sehr ruhig als sie die Tür hinter sich schloss und in die kühle Luft, mit einer erfrischenden Feuchtigkeit und einer Brise vom Ozean hinaustrat. Ihre Turnschuhe klangen laut auf dem Kies als sie auf den kleinen Pfad abbog, dann holte sie tief Luft und verfiel in einen langsamen Trott, um ihren Muskeln die Möglichkeit zu geben sich aufzuwärmen und zu dehnen, bevor sie sie härter forderte. Das Wasser spritzte gegen die Kaimauer als sie in den Seewind abdrehte, der den Duft von Salzwasser in ihre Lungen brachte. Kein weiterer Ton, außer dem Klirren vom Hafen und dem leisen Heulen eines Schleppers, der durch den Kanal tuckerte, war zu hören. Sie konnte die Positionslichter des Bootes sehen und ließ sie hinter sich als in Richtung Süden weiterlief. Bei ihrer sechsten Runde fing sie an sich zu ärgern, weil sie spüren konnte wie die Anstrengung ihre Atmung verkürzte. Doch anstatt aufzuhören trieb sie sich selber an, erhöhte ihre Geschwindigkeit und zwang sich die acht Runden zu absolvieren, bis dahin spähte die Sonne am Horizont hervor und sie schwitzte heftig. Sie verlangsamte ihr Tempo, als sie bei ihrer achten Runde am nördlichen Rand der Insel ankam, fiel in einen Trott und beruhigte ihren Herzschlag. Sie kam an die Kaimauer, starrte in das Licht der Morgendämmerung und ließ sich von der Brise ihr feuchtes Haar von der Stirn blasen. Langsam setzte sie sich auf die Betonmauer und ließ ihre Beine in der leichten Gischt der Wellen baumeln. Sie hatte so lang geglaubt, dass sie niemanden in ihrem Leben brauchte. Vielleicht, weil sie keine Möglichkeit dazu hatte. Doch jetzt... Dar atmete in den Nebel aus. Kerry's unschuldig ausgestreckte freundschaftliche Hand, hatte diesen Glauben aufgerüttelt und zwang sie, ihr Leben zum erstenmal seit langer Zeit, objektiv zu betrachten. Es war so einfach sterile Isolation mit Glück zu verwechseln, wenn man den Unterschied gar nicht kannte, stimmt's? Sie war mit ihrer Einsamkeit fertiggeworden, weil sie sie ignoriert hatte, und sich ständig selbst vorgemacht hatte, dass dies der Schlüssel für ein befriedigendes Leben war. Die vergangene Woche hatte ihr gezeigt, was für eine gewaltige Lüge das wirklich war. Mit Kerry weiterzugehen, würde ihrem Leben eine komplizierte, schwierige, mühevolle Facette hinzufügen, und die Schmerzfähigkeit sowie die persönlichen Probleme ihres jetzigen Lebens würden sich wahrscheinlich unwiderruflich verändern. Ihre intelligente und vernünftige Seite sagte ihr, dem einen Halt zu setzen. Dies konnte für sie und Kerry nur Probleme bringen, und könnte für beide in einer beruflichen Katastrophe enden. Es wäre besser... klüger... für sie, Kerry zu vergessen, und ihr einfach... nein zu sagen. Zieh dich zurück. Begrenze deine Beziehung auf eine strikt geschäftliche Ebene. Dar war von den plötzlich auftauchenden Tränen und dem elenden Gefühl, das sie bei dem Gedanken durchströmte, erschrocken. Verwirrt rieb sie sich über ihr Gesicht und klammerte einen Arm um ihre plötzlich schmerzende Brust. Allein der Gedanke dieses Lächeln aufzugeben... Dar stellte sich den Schmerz und die Qual in den grünen Augen vor, wenn sie sich von ihr abwandte, und sie wusste, das sie dies nicht ertragen konnte. Sie konnte das Kerry nicht antun. Zum Teufel, sie konnte sich selbst das nicht antun. Mit einer zitternden Hand wischte sie ihre Tränen vom Gesicht, und fuhr mit ihren Fingern durch ihr feuchtes Haar. Sie würde einen Weg finden, damit es funktioniert. Ihr Herzschlag normalisierte sich, sie holte mehrmals tief Luft und ließ sich von der salzigen Gischt abkühlen. Okay. Es ist einfach eine weitere Herausforderung, Dar. Erinnre dich, was Dad zu dir gesagt hat. Brich deine Herausforderungen in mehrere winzige Stücke, und eh du dich versiehst, hast einen Büffel von den Hörnern bis zum Schwanz verspeist. Dies brachte ein ironisches Lächeln auf ihr Gesicht, sie stand auf, streckte ihre Beine aus und begradigte ihre Schultern. Es ist an der Zeit den Tag zu beginnen.
Maria mochte diese frühen Morgenstunden. Sie hatte es sich zur Angewohnheit gemacht das Gebäude um sieben Uhr zu betreten, bevor sogar die gewissenhaftesten der Verwaltungsassistenten eintrudelten, und sie benutzte diese Zeit um den Haufen Korrespondenz zu bearbeiten, den Dar's Position mit sich brachte, neben den Umfang von elektronischer Post, Anfragen aller Art, Papiere die nachzuprüfen waren und andere Sachen die in ihre Zuständigkeit fielen. Es brachte ihr beinahe eine Stunde, manchmal auch ein wenig mehr, bevor ihre lebhafte Chefin auftauchte und einen Wirbelsturm von Aktivitäten mit sich brachte, und sie genoss diese ruhige Zeit, da sie dachte das dies ein guter Start für den Tag war. Besonders an einem Montag, der nie ein guter Tag war, und das traf diesmal besonders zu, da Dar den größten Teil der vergangenen Woche nicht anwesend war, und die Arbeit sich gestapelt hatte. Sie hörte wie sich die Türen des Fahrstuhls öffneten, und der Klang von Schritten hallte durch den gefliesten Flur, gingen an ihrer Tür vorbei und verhallten. Ein Lächeln überquerte ihr Gesicht, als sie erkannte, dass es wahrscheinlich Kerry's Schritte waren, die aus dem selben Grund so früh kam, wie sie selber. Die junge Frau war noch dabei sich an ihre neue Position zu gewöhnen und bemühte sich sehr, einen guten Eindruck zu machen. Maria zollte dem Beifall. Sie mochte Kerry, und war froh, dass ihre Vorgesetzte jemanden gefunden hatte, mit dem sie arbeiten konnte, und der anscheinend die gleichen Anstrengungen unternahm, wie sie selber. Und hinzufügend kam noch, dass Kerry, die manchmal schwierige, oft ungeduldige und aggressive Vizepräsidentin auch noch zu mögen schien, etwas, das für die Sekretärin recht überraschend war, wenn man betrachtete woher Kerry kam. Sie fragte sich, ob Kerry wusste wie nah sie war, gefeuert zu werden? Seufzend wandte Maria ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihren Stapel Berichte. Die sie nach Dringlichkeit sortierte, damit Dar die wichtigen Dinge gleich griffbereit hatte. Sie bemerkte den umfangreichen Bericht von dem Ausfall am Samstag und legte ihn obendrauf. Nach einigen Minuten öffnete sich die Tür und Kerry streckte ihren blonden Kopf herein. "Guten Morgen, Maria." "Buenos Dias, Kerrisita..." Erwiderte die Sekretärin lächelnd. "Dios Mio, haben sie das Wochenende am Strand verbracht?" Das Gesicht der jüngeren Frau strahlte in einem rosa Farbton, und auf ihren Armen war die gleiche Tönung zu sehen. Kerry betrat das Vorzimmer und ging mit einer dampfenden Tasse zu ihr hinüber. "Nicht direkt." Bemerkte sie und lächelte Maria verschwörerisch an. "Ich hab's in Orlando geschafft, dass die Chefin sich ein paar Stunden freigenommen hat." "Bueno... bueno..." Entgegnete Maria lachend. "Haben sie das? Wie ich gehört habe, sind die Dinge dort gut gelaufen." Gratulierte sie. "Haben sie Mickey Maus sehen können?" Die blonde Frau setzte sich auf die Kante ihres Schreibtisches und nippte an ihrem Tee. "Mal sehen... Ich habe Mickey Maus gesehen, ich war im Wasserpark, und wir waren in Epcot." Sie grinste, als sie sah wie Maria sie mit offenem Mund anstarrte. "Ach ja... und MGM... als wir zur Stadt hinausfuhren." Die Sekretärin nahm das Telefon und begann einige Nummern einzutippen. "Aye... Ich rufe beim Vatikan an... es ist ein Wunder." Verkündete sie. "Ich werde es dem Papst erzählen." Kerry grinste. "Es war wirklich nicht so schwer... wir hatten eine Menge freie Zeit zwischen den Sitzungen, und es gab keine große Auswahl etwas anderes zu tun." Erklärte sie. "Außerdem war es genau das, was der Arzt angeordnet hatte... Ich bin froh, dass Dar die Möglichkeit hatte ein wenig zu entspannen." Maria betrachtete Kerry's sonnenverbrannte Gesichtszüge, die ihre blonden Augenbrauen besonders hervorstechen ließen und das lebhafte Grün ihrer Augen noch betonte. "Sie sehen aus, als ob sie eine gute Zeit gehabt hätten, wie?" "Das hab ich." Gab die jüngere Frau zu. "Es war eine äußerst interessante Angebotsverhandlung... ich wusste nicht, dass es wirklich so niederträchtig ist, wie es sich herausgestellt hat. Doch Dar ist mit ihnen fertiggeworden... Ich meine, Jesus Maria, sie ist da einfach hineinspaziert und hat die Führung übernommen." Bemerkte Kerry kopfschüttelnd. "Sie hat die anderen Bieter einfach weggepustet... Ich saß die ganze Zeit nur ehrfürchtig da." "Si... si... so ist sie." Stimmte Maria nickend zu. "Sie kommt rein und bumm bumm... alles ist vorüber." Erklärte sie. "Darum ist sie... bei vielen Leuten unbeliebt." "Ja, ich weiß... sie schüchtert die Leute ein." Bemerkte Kerry schwermütig lächelnd. "Es ist recht schwer daran vorbeizukommen." Sie stand auf. "Nun gut, ich hab zu arbeiten..." "Si... ach, Kerry... haben sie daran gedacht, und für den Bosses Day etwas für sie gefunden?" Fragte Maria. "Ich habe ihr einen kleinen Korb mit Pralinen besorgt... ich weiß, dass sie die mag." Kerry blickte auf ihren Tee und dann wieder zurück. " Ähm... klar, das hab ich... tatsächlich hab ich etwas im Park gefunden." "Bueno..." Entgegnete Maria seufzend. "Das sind dann schon zwei Sachen." Sie spielte mit ihrem Füller. "Sie tut so, als ob es ihr egal ist, Kerrisita, doch ich denke, dass das nicht stimmt." "Das denke ich auch, Maria." Erzählte ihr Kerry. "Und es ist tatsächlich eine Schande, da sie eine so großartige Arbeit leistet, sollte man glauben, dass die Leute das zu würdigen wissen." Sie schüttelte ihren Kopf und wandte sich ab um zu gehen. "Bis später." "Aye." Die Sekretärin sah zu wie sie ging. "Nun Chica, wenn sie schon Hilfe braucht, dann ist es besser, dass sie Hilfe von jemandem wie ihnen bekommt." Sagte sie leicht lächelnd zu der geschlossenen Tür und wandte sich dann wieder ihren Schreiben zu.
"Guten Morgen, Dar." Begrüßte Mark sie fröhlich als sie sich zu ihm in den Fahrstuhl gesellte. "Wo ist mein... ah, danke." Entgegnete er, als sie ihm einen braunen Umschlag reichte. "Wie ich hörte, haben sich meine Bemühungen ausgezahlt?" "Na klar." Stimmte Dar zu und lehnte sich leicht grinsend gegen die Fahrstuhlwand. "Wir haben den Auftrag... wir haben sie tatsächlich aus den Socken gehauen." Fügte sie hinzu. "Wenn ich in meinem Büro bin werde ich... für jeden, der daran beteiligt war... ein paar Bonusse verteilen." Mark wedelte mit dem Umschlag. "Ich hab meinen schon." Dar verrollte ihre Augen. "Jesus, Mark... es ist kein besonderes Bild... würdest du dich bitte beruhigen, ja?" Entgegnete sie kichernd. Unfähig der Versuchung zu wiederstehen, öffnete der MIS-Chef den Umschlag und schielte hinein. Dann sah er zu Dar auf, und blickte sie dankbar an. "Diese Kamera hat dich geliebt... ich weiß nicht was du als besonders bezeichnest, aber... oh... la la...." "Halt die Klappe, Mark." Sagte Dar und sah ihn dabei streng an. "Ich tat es, weil ich es versprochen hab... Ich will die nächsten sechs Monate nichts mehr davon hören, okay?" Vorsichtig steckte er den Umschlag, für eine spätere Betrachtung, unter seinen Arm. "Kapiert, Boss." Erwiderte er vergnügt. " Übrigens... willst du dich heute beim Mittagessen zu uns gesellen? Wir haben dich am Freitag vermisst." Dar entspannte sich ein wenig. "Sicher... falls ich nicht den ganzen Tag in Sitzungen über das Netops Fiasko am Samstag aufgehalten werde." Mark grunzte. "Verdammt ja... das war vielleicht ein Mist." Brummte er und blickte sie an. "Hast du etwas Sonne abgekriegt? Du siehst leicht verbrannt aus." "Ein bisschen." Erwiderte Dar, als sich die Fahrstuhltüren in der vierzehnten Etage öffneten. "Ich war am Samstag auf diesem Freiwilligeneinsatz." Erklärte sie und ging in Richtung ihres Büros. "Zudem hatte ich die Gelegenheit, ein bisschen in den Parks zu herumzuspazieren." Mark ging in Richtung der MIS Büros den Flur hinunter. "Hattest du Spaß?" Rief er zurück, als sie gerade ihr Vorzimmer betreten wollte. Dar blieb stehen, drehte sich herum und betrachtete ihn ausdruckslos während sie eine Hand auf den Türgriff legte. Dann winkte sie, und ein kurzes Grinsen verzog ihre Lippen, bevor sie den Raum betrat. "Hmm..." Summte Mark als er seinen Sicherheitskode eingab und sich die Tür zu seinem Büro öffnete. Er winkte ein Hallo zu den anderen vier oder fünf Ingenieuren und Analytikern, die auch in dem Büro waren und verschwand in sein eigenes, größtenteils dunkles Büro. Er ließ sich in seinen gepolsterten, ledernen Schreibtischsessel fallen und sah auf, als sein Assistent hereinkam. "Hey Bill." "Hey." Der große, schlaksige Mann kam zu ihm herüber. "Was hast du da?" Mark rieb seine Fingerspitzen, bevor er behutsam das Bild aus dem Umschlag zog und auf seinen Schreibtisch legte. "Mein Bonus." Bemerkte er und betrachtete anerkennend das Foto. Dar sah mit einem leicht selbstkritischen Blick direkt in die Kamera, während sie in einer entspannten Pose an einem Holzpfeiler lehnte und ihre langen Beine an den Fußgelenken überkreuzt hatte. Der glatte, schwarze Stoff des Badeanzuges gab einen guten Kontrast zu ihrer gebräunten Haut und die festen kaum sichtbaren Muskeln traten in dezenten Kurven besonders über ihren Schultern und ihren Schenkeln hervor. "Junge, das ist toll." Pflichtbewusst ging Bill um den Schreibtisch herum um das Bild richtig sehen zu können und verschluckte sich beinahe. "Mistkerl... wo zum Teufel hast du DAS her?" Quietschte er. "Heh... das ist der Lohn für gute Arbeit, okay?" Sagte Mark grinsend. "Sie hat schöne Beine, wie?" Bill lehnte sich näher heran. "Da ist alles schön... Mann, meine Keimdrüsen steigen gerade in meine Nase und wollen einen besseren Blick darauf werfen." Mark kicherte. "Sicher, zu schade, dass du für Jose arbeitest... kannst du dich ihn, in einem Badeanzug vorstellen?" Bill gab Würggeräusche von sich und tat so, als ob er sich in den Papierkorb des MIS-Chefs übergeben würde. "Hey... wir haben gerade diesen neuen 64 Bit Farb-Scanner reingekriegt..." Bemerkte er, und sah Mark mit einem hoffnungsvollen Welpenblick an. Sein Vorgesetzter seufzte. "So gerne ich dieses Bild auf meinen Desktop setzen würde, sie würde mich umbringen." Entgegnete er und sah bedauernd auf das Foto. "Obwohl ich gerne derjenige gewesen wäre, der dieses Foto gemacht hat."
"Guten Morgen, Maria." Sagte Dar lächelnd, als sie das Büro betrat. Die Sekretärin blickte auf. "Buenos Dias, Dar." Begrüßte sie ihre Chefin während sie den Hauch Sonnebräune und den entspannten Gesichtsausdruck bemerkte. "Und wie geht es ihnen heute?" Dar dachte kurz nach. "Großartig. Und Ihnen?" Erwiderte sie. "Die Dinge in Orlando sind recht gut gelaufen... aber das werden sie bereits gehört haben." Maria rollte mit ihren Augen. "Oh ja... Mr. Montarosa hat auf dem Flur getanzt... man hätte annehmen können, dass ihm seine Frau letztendlich einen Sohn geschenkt hat." Dar brach in Gelächter aus. "Ich bin froh, dass ich nicht hier war und mir das ansehen musste." Bemerkte sie grinsend. "Aber jawohl... es war gut... definitiv war es eine lohnende Reise." Die Sekretärin verbarg ihre Überraschung über die gute Laune ihrer Chefin. Dar lachte an einem Montag? "Kerrisita hat mir erzählt, dass sie sogar Zeit hatten Mickey Maus zu sehen." Informierte sie die dunkelhaarige Frau und übersah keineswegs das kleine Funkeln in ihren Augen, als sie den Namen ihrer Assistentin erwähnte. "Sicher... wir hatten etwas Zeit übrig." Entgegnete Dar offenherzig, dann hielt sie nachdenklich inne. "Mein Gott, wissen sie wie lange ich nicht mehr in einem dieser verdammten Parks war... es war schön sie mal wieder zu besuchen." Bemerkte sie und lehnte sich gegen die Tür ihres Büros. "Es tat gut ein wenig zu entspannen." Maria hielt beinahe ihre Luft an während sie den liebevollen, beschaulichen Gesichtsausdruck der großen Frau betrachtete. Dios Mio... irgendetwas ist mit ihr geschehen. "Das ist gut... sie brauchten eine Erholung." Entgegnete sie sachlich. Dar stieß sich lächelnd vom Türrahmen ab, betrat dann ihr Büro, schloss die Tür hinter sich und ging zu ihrem Schreibtisch. Sie legte ihre Aktenmappe ab, setzte sich hin und nachdem sie ihren Computer eingeschaltet hatte lehnte sie sich in ihrem Stuhl zurück. Dann öffnete sie ihre Aktenmappe, zog etwas in Frottee eingewickeltes heraus, packte den Gegenstand aus und hielt die Glasdelphine in das Sonnenlicht, das durch ihr Fenster hereinstrahlte. Lächelnd stellte die das Teil in die Mitte auf der Vorderseite ihres Schreibtisches und war erfreut über die glitzernden Regenbogenfarben. Das wäre geschafft. Sie betrachtete es noch einen Augenblick dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit einem farbenfrohen Korb zu, der mitten auf ihrem Schreibtisch stand. Mm. Sie schnupperte anerkennend. Pralinen. Sie musste grinsen und während sie die entsetzlich lange Liste, der zu bearbeitenden Dinge hochfuhr, mampfte sie die Köstlichkeiten. Es war beinahe Mittagszeit, als sie von der Durchforstung der wichtigsten Sachen aufblickte. Sie hatte gerade einen Anruf über eine anberaumte Konferenz wegen des Netzwerkausfalles erhalten, und nippte an ihrer zweiten Tasse Kaffe als es leise an der Innentür klopfte. "Herein." Die Tür öffnete sich, und ein blonder Kopf streckte sich hinein. "Guten Morgen." Dar fühlte wie ein ungebetenes Lächeln ihr Gesicht verzog. "Guten Morgen." Sich zurücklehnend winkte sie die jüngere Frau heran und sah wie deren Augen zu den Delphinen abdrifteten und dann wieder zurück. "Ein höllischer Tag, was?" Kerry kam herüber und setzte sich auf die Kante des Schreibtisches. "Ja, es ist sehr viel zu tun... Ich wusste nicht wie es sich rächen kann, wenn man einige Tage nicht da ist." Bemerkte sie und grinste Dar verdrießlich an. "Ich bin gerade erst damit fertig geworden meine Eingangsbox zu leeren." "Ich auch." Entgegnete die dunkelhaarige Frau, während sie ihren Kopf mit einer Hand abstützte. "Ich hab' den ganzen Nachmittag Personalkonferenzen... und Jose hat für morgen um Neun eine neue Geschäftssitzung angesetzt." Den ganzen Vormittag hatte sie dem Drang wiederstanden, zu Kerry's Büro zu wandern, da sie wusste, dass die blonde Frau genauso viel zu tun hatte wie sie selber. Ein Nicken. "Der Vertrieb will, dass ich nachher an einer Art Service-Kontrollkonferenz teilnehme... und ich habe einen Haufen Berichte auf meinem Schreibtisch, von denen ich denke, dass sie etwas mit Netzwerkzeiten zu tun haben." Erläuterte sie und schob ihr Haar zurück. "Ich bin mir nicht sicher wo die Sachen herkommen." Dar schnaufte leise. "Ich kann es mir denken... sie glauben, dass sie bei dir leichter haben als bei mir... also vermute ich , das der Vertrieb dich versucht hereinzulegen... Ich hatte ihnen gesagt, dass ich dieses Thema nicht anschneiden werde, bis Exec eine größere Bandbreite zur Verfügung stellt... es sieht so aus, als ob sie versuchen durch die Hintertür reinzukommen." Kerry zog ihre Augenbrauen zusammen. "Willst du, dass ich ihnen eine Absage erteile?" Lange Finger trommelten auf den Desktop. "Nein... mach weiter." Sagte Dar grübelnd. "Lass uns sehen was sie wollen." Entgegnete sie und klopfte Kerry auf's Knie. "Aber sei vorsichtig... Diese Bande ist nicht sehr nett." Nun nahmen Dar's Augen, die auf ihrem Schreibt sitzende adrette Gestalt herein. "Du siehst hübsch aus." Kerry lächelte sie schelmisch an. "So wie du... mir gefällt dieses blaue Kostüm." Bemerkte sie und sah in Dar's Augen. "Ich habe mich gefragt ob es hier heute seltsam sein würde." Ihren ganzen Mut zusammennehmend hielt sie inne und fuhr dann fort.. "Hör zu... Dar... ich habe mir gestern Abend eine Menge Gedanken darüber gemacht." "Das habe ich auch." Kerry zögerte. "Wenn... wenn dies zu schwer für dich wird... wenn... ich... dann schlage ich vor, dass wir... damit... besser nicht weitergehen... falls es ein Problem für dich wird." Bemerkte sie unsicher und stotternd. "Also... wenn du es dir anders überlegt hast... dann ist das okay und ich verstehe es." Dar starrte sie sprachlos an. Sie wandte ihren Blick für einen langen Augenblick zum Fenster und dann wieder zurück. "Hast es dir noch einmal überlegt, wie?" Bemerkte sie und kämpfte darum ihre Stimme normal und ruhig klingen zu lassen. Wie arrogant... sie hatte niemals in Betracht gezogen das Kerry vielleicht aus dieser Sache aussteigen wollte. Eine weitere Lektion. Wie blöd. Sie spürte wie sie ihren Kiefer fest zusammendrückte und sich ein Kloß in ihrer Kehle bildete. "Nein." Entgegnete Kerry sehr sanft. "Nicht was mich betrifft... Ich will einfach nicht, dass du verletzt wirst." Sie starrte auf ihre Hände, die sie auf ihrem Schoss verschränkt hatte. Dar sah, das sie zitterte. Das war in Ordnung. Die Erleichterung, die durch sie hindurchströmte ließ sie gleichfalls zittern. Sie griff nach oben und nahm die Hände der blonden Frau in ihre. "Kerry..." Sie musste kurz innehalten. "Ich bin seit einer langen Zeit allein. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass es für mich das Beste wäre, weil ich einige sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe als ich noch jünger war." Meergrüne Augen blickten sie unsicher an. "In der letzten Woche hast du mir klargemacht, wie falsch ich lag." Sagte die Geschäftsführerin leise. "Was mich verletzten würde wäre, wenn wir nur wegen dem Risiko Schluss machen würden." Kerry stieß einen langen, erleichterten Seufzer heraus. "Okay... ich wollte dir nur... eine letzte Chance geben, das Ganbze zu stoppen." Für eine kurze Zeit betrachteten sie sich schweigend. "Dir ist klar, dass du mich gerade höllisch erschrocken hast, stimmt's?" Sagte Dar schließlich, mit dem Versuch ein wenig Humor einfließen zu lassen. "Dich?" Kerry rieb sich verunsichert die Augen. "Ich weiß nicht was ich getan hätte, wenn es umgekehrt gelaufen wäre." Sie atmete aus. "Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwer das für mich war." Dar betrachtete sie beschaulich. "Ich weiß, das du in solchen Dingen mutiger bist als ich." Sie stand auf, schlang ihre Arme um Kerry und umarmte sie. "Hör zu... Ich treffe mich mit Mark und einigen anderen Burschen zum Mittagessen... warum kommst du nicht mit uns?" Kerry erwiderte den Druck und lehnte sich dann zurück. "Sicher... das klingt gut." Unbewusst strich sie mit ihrer Hand über Dar's Arm. "Obwohl wir besser nicht nebeneinander sitzen." Sie verschränkte ihre Arme und blickte die größere Frau süßsauer an. Kichernd tätschelte Dar ihre Wange, und als sie die weiche Haut unter ihren Fingerspitzen fühlte, änderte sich diese Geste langsam zu einem Streicheln. Kerry lehnte sich in diese Berührung und hoffte, dass nicht ausgerechnet jetzt jemand beschloss in Dar's Büro zu stürmen. "Ich sehe was du meinst." Murmelte die größere Frau sehnsüchtig lächelnd. Das Teledon summte, und sie musste sich dazu zwingen ihre Augen von Kerry's loszureißen und drückte die Taste. "Ja?" "Dar wir haben ein Problem in Singapur." Ertönte eine Stimme. "Sie schaffen dort unten nicht den Auftrag für die Schaltkreise zu vervollständigen, und wir brauchen eine Konferenzschaltung." "Jetzt?" Fragte Dar. "Ja... leider... ich habe bereits sechs Leute in der Leitung... ich möchte sie und zwei Leute von der Infrastruktur dabeihaben." Sie wahr kurz davor ihnen zu sagen, dass sie ihre Probleme selbst lösen sollten, doch ein paar Hände legten sich auf ihre Schultern und drückten sie. "Ich bring dir etwas zum Mittagessen mit." Flüsterte Kerry. "Ich glaube, sie haben heute Hackbraten." Dar lächelte. "In Ordnung." Sprach sie ins Telefon, doch ihre Augen waren auf Kerry's Gesicht gerichtet. "Danke." Sagte sie stimmlos. Kerry tätschelte ihr zwinkernd den Rücken und ging dann zur Tür. "Psst!" Zischte Dar leise, und als die blonde Frau sich herumdrehte, warf sie eine eingewickelte Praline zu ihr. Das Lächeln erwidernd fing Kerry die Praline und schlüpfte zur Tür hinaus. "Entschuldigen sie Dar... haben sie etwas gesagt?" Erkundigte sich die Stimme. "Ich? Nein... ich sitze nur hier und warte." Erwiderte die Geschäftsführerin fröhlich.
"Nun, ich glaube nicht das es große Zweifel gibt, dass wir hier wirklich in Schwierigkeiten waren." Bemerkte Jose Montarosa während er auf den Tisch hämmerte. "Was, wenn das Gebäude ernsthaft beschädigt worden wäre? Wie lange hätte eine Umleitung gedauert?" Er sah direkt zu Dar. "Nun?" Die dunkelhaarige Frau blickte von ihrer Kritzelei auf. "Das hätten wir nicht gekonnt." Sie wandte sich wieder ihrem Papier zu und zeichnete ein Segelboot. Ein unbehagliches Schweigen senkte sich. "Wie bitte?" Fragte Jose. "Wir hätten es nicht gekonnt." Wiederholte Dar. "Welchen Teil haben sie nicht verstanden? Wir haben keine Ausweichmöglichkeit um diese Anlage zu ersetzen." "Ein einzelner Ausfall... ist es das wovon wir hier reden?" Fragte eine anderer Leiter ungläubig. Dar's blaue Augen öffneten sich mit vorgetäuschter Überraschung. "Ich denke ja." Sagte sie, während sie ein weiteres Segel hinzufügte. Um den ganzen Tisch herum flackerten die Augen. "Dar... das ist kein Scherz." Bemerkte Mariana und lehnte sich leicht verdrießlich auf sie blickend nach vorne. Die Betriebs-VP ließ ihre Augen über den Tisch schweifen. "Da hast du verdammt Recht, das ist es nicht... aber ich werde nicht hier sitzen und so tun, als ob ich schockiert oder überrascht wäre, da ich euch, als ihr gegen meinen Antrag, eine zweite Anlage zu bauen, gestimmt habt, gesagt habe was die möglichen Konsequenzen sein würden." Sie zuckte ihre Schultern und zeichnete eine Möwe. Wieder herrschte ein unbehagliches Schweigen. "In Ordnung... also... was machen wir nun?" Fragte Montarosa und setzte sich hin. "Sie werden mir das Budget zur Verfügung stellen um eine zweite identische Anlage installieren zu lassen." Antwortete Dar ohne aufzublicken. "Oder wir werden über Monate hinweg noch mehr von diesen sinnlosen Sitzungen haben, bis sie realisieren, das es keine andere Möglichkeit gibt und sie mir das Geld dann sowieso geben." Sie fing eine neue Zeichnung an und malte diesmal ein Pony. "Teilen sie mir es einfach mit, okay?" "Dar..." Duks beugte sich nah zu ihr. "Fühlst du dich gut?" Dar sah ihn verwirrt an. "Ich fühle mich großartig." Erwiderte sie und blickte sich dann am Tisch um. "Außer der Tatsache, dass ich Samstagnacht sechs Stunden bis 5 Uhr morgens damit verbracht habe Leute anzuschreien, bis ich das Gebäude wieder am Laufen hatte." Sie hielt inne. "Offen gesagt, das nervt..." Alle Augen richteten sich auf sie. "Nun..." Jose räusperte sich. "Können sie abschätzen wieviel wir für eine zweite Anlage investieren müssen?" Dar zeichnete den Schwanz ihres Ponys fertig. "Ich habe heute morgen jedem einen vollständigen Bericht gesandt." Sie schaute auf. "Einschließlich dem Disney-Vertrag und dem Schlamassel in Singapur." Ihre Augen fielen auf erschrockene Gesichter. "Hat der Mailserver seinen Geist aufgegeben? Habt ihr alle das nicht bekommen?" "Ähm... nein, ich hab's gesehen." Sagte Mariana schnell. "Ich denke wir nehmen das vom Tisch bis alle die Möglichkeit hatten einen Blick darauf zu werfen, einverstanden?" Jose nickte. "Klar... lasst es uns ansehen... hört sich gut an." Er räusperte sich. "Disney war eine gute Nachricht, Dar." Die hellblauen Augen fielen auf ihn. "Wie ich hörte, haben sie im Flur ein Tänzchen hingelegt." Sie lächelte. "Hat jemand Fotos gemacht?" Es folgte ein leises Gelächter und alle entspannten sich etwas. "Sie müssen gutes Wetter gehabt haben... sie haben einen Sonnenbrand bekommen." Erwiderte Jose. "Lassen sie mich raten... sie haben die Gegend erkundet." Die dunkelhaarige Frau kicherte. "Etwas in der Art, ja." Gab sie zu. "Das war es wert... ich denke, dass es die Präsentation war, die sie letztendlich überzeugt hat... wir haben ihr aktuelles System modelliert und benutzen eines ihrer Restaurants als Demo." Jose schnaufte. "Dar, sie könnten Mülltüten präsentieren und sie würden sie denen verkaufen." Machte er ihr klar. "Ich hab die Präsentation nicht gemacht." Entgegnete die Geschäftsführerin gelassen. "Das hat meine Assistentin getan." Sie zeichnete den Kopf ihres Ponys fertig und fügte die Wimpern hinzu. "Moment mal... sie haben das dem Neuling überlassen?" Der Verkaufsdirektor beugte sich ungläubig nach vorne. "Was für eine unverantwortliche Scheiße ist das nun wieder?" In Erwartung eines heftigen Ausbruchs von Dar wandten sich alle Augen zu ihr. Doch Dar zuckte nur mit ihren Schultern. "Ich hatte Vertrauen in das Angebot, und ich vertraute darauf, das Kerry es präsentieren konnte." Sie zeichnete ein Ohr hinzu. "Was mehr war als ihr ganzes Team in vier Monaten fertiggebracht hat, Jose... also würde ich, wenn ich sie wäre, den Mund halten." "Nun ja..." Eleanor schlug ihre Beine übereinander und zog geringfügig ihren Rock gerade. "Sie scheint etwas drauf zu haben... und sie ist eine nette Person. Ich war überrascht, Dar." Sie lächelte die dunkelhaarige Frau süß an. "Ich hatte einen mürrischen Fachidioten, oder eine hohlköpfige Schönheit erwartet... Sie haben es geschafft eine recht schöne Mischung zu bekommen." Mariana sah den gefährlichen Glanz in Dar's Augen, die augenblicklich mit ihrer Zeichnung aufgehört hatte. "Eleanor... ich denke, das ich es beim letzten Mal eindeutig ausgedrückt habe, als ich darauf hinwies, das Dar ihre Leute nicht einstellt um ihre Freunde zu sein oder weil sie gut aussehen." Sagte sie der Frau energisch. "Sie macht mir meine Arbeit leicht... und Ms. Stuart ist für diese Position außerordentlich gut qualifiziert." Dar legte ihren Bleistift hin. "Sind wir hier fertig? Ich muss noch zu zwei anderen Sitzungen." "Sicher... ich denke das sind wir." Jose warf seinen Füller hin und stand auf. "Kommen sie Eleanor... gehen wir einen Kaffee trinken." Der Verkaufsdirektor und die Marketingdirektorin gingen hinaus und ließen Mariana, Duks und Dar zurück, die immer noch dasaßen. "Also... was ist mit dir los, Chica?" Fragte Mariana während sie sich nach vorne beugte und ihre Freundin ansah. Dar blickte zu ihr. "Mit mir? Nichts... was ist mit euch allen heute los?" Sie warf ihren Bleistift auf den Tisch. "Jesus Christus... wo ist das Problem, sind mir Hörner gewachsen oder was?" Duks tätschelte ihren Arm. "Hey... hey... entspann dich... du bist nur wirklich locker, und das sind wir von dir nicht gewöhnt, meine Freundin... hat Mickey Maus dich so verändert?" Dar hob ihre Hände und ließ sie dann auf die Stuhllehnen fallen. "Was... weil ich nicht tobe und schreie wie eine Verrückte, muss etwas nicht stimmen?" Sie sah auf den Tisch. "In Ordnung... würden sich alle besser fühlen, wenn ich jetzt jemanden zusammenstauche?" "Dar." Mariana blickte sie entschlossen an. "Komm schon... sag uns was los ist. Ist alles in Ordnung? Ich habe gehört, dass du neulich einige Untersuchungen hattest." Nun zeigte sich deutliche Verärgerung. "Weißt du Mariana, ich hasse wirklich den Gedanken, das jemand meine medizinischen Berichte liest." "Oh ha..." Die Personaldirektorin hielt eine Hand hoch. "Nicht ich meine Freundin... es sind nur Gerüchte... doch jetzt, nachdem du es zugegeben hast, ist alles okay?" Sie lehnte sich nach vorne. "Dar... ich frage dich als Freundin, und nicht im Interesse der Gesellschaft." Dar blickte sie finster an und seufzte. "Es ist wirklich alles vollkommen in Ordnung. Dr. Steve dachte, das er bei meiner letzten Untersuchung etwas auf meinem EKG gesehen hätte, doch es stellte sich heraus, das es nichts war. Okay?" Sie sah immer noch Skepsis auf beiden Gesichtern. "In Ordnung..." Sie rieb ihren Kiefer. "Seht... er hat herausgefunden, dass ich meinen Stress etwas reduzieren muss." "Aha." Verständnis flackerte in den Augen von beiden auf. "Also... hab ich als ich dort oben war und am Wochenende die Gelegenheit genutzt ein wenig zu entspannen... und ich habe beschlossen zu versuchen, nicht mehr so viel an mich ranzulassen." "Ay... war das nun so schwer, Dar?" Erkundigte sie Mariana und lächelte sie an. "Verstehst du? Wir haben uns nur Sorgen über dich gemacht." Sie lehnte sich zurück und betrachtete die größere Frau. "Du siehst gut aus... hast dort etwas Ruhe bekommen, eh?" Dar schenkte ihr ein kleines Lächeln und nickte. "Sind wir nun mit meiner Analyse fertig?" Sie stand auf und klopfte ihre Kleidung aus. "Ich muss los." Duks und Mariana beobachteten ihren Abgang und sahen sich dann an. "Weißt du Dukky... wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, unsere liebe Freundin hat dort oben etwas anderes gefunden als Pluto und Goofy." Ein leicht ironisches Lächeln verzog Lou Dreyfus' Lippen. "Da könntest du recht haben, Mari." Bemerkte er und schlug auf den Tisch. "Nun gut. Lass uns in Gang kommen."
Kerry kam schließlich, nach einer sehr interessanten Sitzung mit den Marketingleuten, in ihr Büro zurück. Es war offensichtlich, dass sie Dar nicht mochten. Es war auch offensichtlich, dass sie Kerry's Freunde sein wollten. Und weiterhin war es offensichtlich, dass sie schmutzige Details über ihre Chefin hören wollten. Ihr Telefon klingelte und sie ging dran. "Ja?" "Oh... Ms. Stuart... es freut mich, dass ich sie erreicht habe." Sickerte Eleanor Anastasia's Stimme durch den Hörer. "Wir hofften, dass sie an der Konferenzschaltung morgen teilnehmen könnten... es nehmen die regionalen Marketingleute teil, und sie haben nur einige allgemeine Fragen über die neuen Betriebsrichtlinien." "Ähm... sicher..." Kerry holte ihren PDA hervor und schlug ihn auf. "Wann?" "Um 13:00 Uhr... aber wir treffen uns vorher zum Mittagessen, falls sie sich zu uns gesellen wollen." Ich würde eher mit bloßen Händen Zitteraale anfassen. "Es tut mir leid... für die Konferenz reicht mir die Zeit, aber ich habe davor noch einige andere Dinge zu erledigen." Wie zum Beispiel dafür sorgen, dass meine Chefin etwas zum Mittagessen hat. Sie hatte ein sonderbares Vergnügen entwickelt für Dar Sachen herauszusuchen, und eine noch größere Freude bereite ihr das Lächeln von ihr, wenn sie die Sachen brachte. "Nun, das ist sehr schade, weil wir sie alle gerne besser kennenlernen wollen, aber vielleicht klappt es ein anderes Mal." Seufzte Eleanor. "Dann bis morgen um 13:00 Uhr." "Ich werde da sein." Kerry legte den Hörer auf und zog ein Gesicht, dann drehte sie ihren Stuhl herum und sah auf das Wasser heraus. Sie fühlte sich, nun da die Frage mit Dar vom Tisch war, ein wenig entspannter als heute morgen. "Mm... obwohl ich nicht weiß, ob ich bis Mittwoch warten kann." Bemerkte sie zum Fenster. Das Surfen im Internet letzte Nacht hatte eine Menge... interessante... Dinge gebracht. Die meisten hatten sie rot werden lassen. Obwohl sie über den Umfang ehrlich überrascht war... es reichte von Seiten über Gesundheit-Tips für Frauen bis zu Amateur-Fiction. Das war auf jeden Fall eine Offenbarung. Sie hatte keine Vorstellung wieviel Erfindungsreichtum es da gab... es endete damit, dass sie einiges davon las bis es zu spät war, doch mit Sicherheit hatte sie nun einige Vorstellungen. Vielleicht wollte deshalb sicherstellen, das Dar sich sicher war bevor... nun gut, alles zu seiner Zeit. Sie hörte ein leises Klopfen an ihrer Innentür und fühlte wie ihr Innerstes flatterte. "Herein." Die Tür öffnete sich und Dar schlüpfte hinein, ihre Jacke war offen und die Ärmel ihrer Bluse waren hochgekrempelt. "Hallo." Sie schlenderte hinüber, ließ sich in Kerry's Besucherstuhl fallen, legte ihre Hände auf die Stuhllehnen und verschränkte ihre Beine an den Fußgelenken. "Wie ist es gelaufen?" "Dar, weißt du was eine Napfschnecke ist?" Fragte Kerry, während sie ihren Stuhl ganz langsam nach vorne schob und ihr Kinn auf beiden Händen abstützte. "Klar." Nickte die Direktorin. "Es ist ein Weichtier das sich an einer glatten Oberfläche festsaugt und sich von dort ernährt." Sie hielt inne. "Warum?" "Ich bin eine glatte Oberfläche." Erklärte Kerry und warf ihr einen süßsauren Blick zu. "Sie saugen mich nach Informationen aus, besonders über dich." Seufzte sie. "Sie malen dich in Farben von schwarz, schwarz, dunkelbraun und schwarz." "Wie soll ich denn das Dunkelbraun einschätzen?" Entgegnete Dar ironisch lächelnd. Kerry blickte zu ihrer zerzausten Chefin. "Hey... hör zu, hast du immer noch Lust auf ein Abendessen und Kino?" Erkundigte sie sich. "Ich meine, heute abend?" Sie spürte wie ihre Kehle trocken wurde, schluckte und wartete auf Dar's Antwort. Ein leises, tiefes Kichern beruhigte sie. "Ich bin nur gekommen um zu fragen, ob du Lust hast irgendetwas zu unternehmen." Gab Dar zu. "Ich... ähm..." Sie schüttelte ihren Kopf und verschränkte ihre Arme. "Sicher... möchtest du Soldier sehen?" "Ooh." Kerry's Augenbrauen stiegen nach oben. "Klar... ich mag Kurt Russel... Flucht aus New York hat mir wirklich gut gefallen." Dar lachte. "Ssssnake." Zischte sie und brachte Kerry damit zum Kichern. "Ja, mir auch." "Prima... wenn... du willst, dann können wir auf einen Sprung in meine Wohnung gehen... ich werde etwas zusammenbrutzeln... dann können wir von da aus ins Kino gehen." Kerry ging in Gedanken ihre Lebensmittelvorräte durch und beschloss, egal was sie hatte, so war es immer noch besser als Frosties und Schokoladenmilch. "Okay?" Hellblaue Augen blicken durch lange, dunkle Wimpern zu ihr. "Hört sich gut an." Dar erhob sich schwerfällig aus dem Stuhl und klopfte auf Kerry's Schreibtisch. "Pack zusammen... mir reicht's heute." Sie ging durch die Tür die zum hintern Flur führte und schloss sie hinter sich. Kerry grinste glücklich und stieß ihre Faust in die Luft. "Ja!" Sie stand auf und mit dem Gefühl eines Erdhörnchens im Nusslager legte einen kleinen Tanz hin. "Yahoo, wir könnten heute abend einen neuen Hinweis haben."
Kerry ließ, bereits in Gedanken das mögliche Essen durchgehend, die Tür hinter sich zufallen. Dar war mit ihr hinausgegangen und hatte gesagt, das sie noch einen kurzen Halt machen müsste. Kerry vermutete, das ihre Chefin einfach nur höflich war und ihr die Möglichkeit geben wollte sich zu sammeln, doch das war okay... sie brauchte es, und es war in Ordnung, dass sie einige Minuten hatte um ihre Gedanken zu ordnen. Sie ließen sich jedoch kaum ordnen. Sie wanderten zwischen blauen Augen und diesem lässigen Lächeln, das Dar ihr zugeworfen hatte als sie das Büro verließen, und sie wusste, dass die Hormone in ihrem Kreislauf eifrig Mambo tanzten, wodurch es ihr äußerst schwer fiel einen klaren Gedanken zu fassen. "Okay Kerrison... beruhige dich jetzt." Sie legte ihre Aktenmappe hinunter und holte tief Luft. "Wichtige Dinge zuerst... erst mal raus aus diesem Affenkostüm." Sie ging in ihr Schlafzimmer und war froh, dass sie am Tag vorher die Möglichkeit hatte aufzuräumen. Sie wählte eine schwarze Jeans und ein lavendelfarbenes Poloshirt, schlüpfte hinein, steckte das Shirt in den Bund und machte den schmalen Ledergürtel zu. Ihr Spiegelbild blickte sie an, während sie mit ihren Fingern über den dunklen Jeansstoff glitt und beobachte wie sich bei ihrer Atmung der weiche Baumwollstoff ihres Shirts auf ihrem Körper straffte. "Nun ja... eins steht fest, es hängt nicht mehr so lose wie vorher... aber ich denke es sieht gut aus." Die Jeans passte sich angenehm ihrem Körper an und zeigte den Effekt ihrer kulinarischen Schwelgerei, aber es sah nicht so schlecht aus wie sie befürchtet hatte. Tatsache ist... Kerry blinzelte zu ihrem Spiegelbild. Vielleicht hatte Colleen recht... Sie hatte ein wenig übertrieben. Sowohl Susan als auch Ray hatten ihr gesagt, dass sie wesentlich gesünder und weit entspannter aussah seitdem sie bei Dar arbeitete, und sie vermutete, das es stimmte... wenn sie sich objektiv betrachtete musste sie es sich eingestehen... sie war sich allerdings nicht sicher, ob ihre Eltern der gleichen Meinung waren. Sie straffte ihre Schultern und fuhr mit der Bürste durch ihr Haar. Zum Teufel mit ihnen. Beschloss sie abrupt, als sie geringfügig den Kragen ihres Shirts öffnete, und ihre dünne goldene Kette mit dem winzigen Teddybäranhänger zu sehen war. "Mal sehen... einen Hauch Parfüm? Sicher..." Sie zog die obere Schublade auf, holte eine kleine Flasche heraus, öffnete den Verschluss und schnupperte daran. "Mm." Sie gab ein wenig auf ihre Fingerspitze, tupfte es hinter ihre Ohren und setzte auch einen kleinen verspielten Tupfer auf ihre Brustspalte. "Gott... ich fühle mich wie ein verdammter Teenager bei seiner ersten Verabredung..." Kicherte sie zu sich und stellte die Flasche weg, dann blickte sie auf die ruhigen grünen Augen ihres Spiegelbildes. "Obwohl ich glaube, dass es auf eine Art auch so was ist... weil dies die erste Person ist die ich..." Sie hielt inne und holte tief Luft. "Die erste Person an der ich wirklich interessiert bin." Sie nickte sich selbst zustimmend zu. "Da... ich habe es gesagt." Sie drehte sich herum. "Stimmt's Pooh?" Der lächelnde Stoffbär streckte verlockend seine Arme zu ihr aus. "Jetzt nicht... vielleicht später." Sie schüttelte ihren Finger zu ihm, dann ging sie ins Wohnzimmer zurück und blickte sich um, um sicherzustellen, dass keine Wäsche oder so herumlag. "Sieht gut aus." Erzählte sie den Fischen, dann ging sie in die Küche und stand für einen Moment nachdenklich mit über ihrer Brust verschränkten Armen da. Sie mag orientalisches... mal sehen... ich könnte Pfannenreis machen... und, oh... richtig... ich habe dieses Rindersteak... das kann ich zusammen mit Gemüse braten... okay. Sie war eifrig dabei die Sachen zu schneiden als es leise an der Tür klopfte und sie spürte einen freudigen Sprung in ihrem Magen. "Komm rein... es ist offen." Rief sie. Die Tür öffnete sich und sie konnte hören wie jemand eintrat. "Ich bin in der Küche." Geschmeidige Schritte überquerten den Teppich und dann stand Dar einfach da und füllte den Türrahmen aus. Die dunkelhaarige Frau hatte ihr Kostüm gegen eine weiße Baumwollhose und eine blaue maßgeschneiderte Bluse getauscht auf der auf der rechten Brust eine kleine aufgestickte Hummel spielte. Sie trug außerdem eine bernsteinfarbene Flasche, die sie hochhielt. "Ich hab was mitgebracht." Bemerkte sie und ließ ihre Augen über Kerry's Schlanke Gestalt schweifen. "Du siehst süß aus." Sagte sie anerkennend zu der blonden Frau und lächelte. Zum Teufel mit ihnen. Kerry erwiderte das Lächeln. "Danke... du siehst selbst sehr hübsch aus... die Biene gefällt mir." Sie beäugte die Flasche. "Oh... das war eine prima Idee... wenn du sie ein wenig kühlen willst..." Sie zeigte mit ihrer Hand zum Kühlschrank. Dar stellte die Flasche auf einen Einlegeboden und linste in den Kühlschrank, sich halb herumdrehend warf sie Kerry einen schelmischen Blick zu. "Du hast mit Sicherheit mehr da drin als ich in meinem." Bemerkte sie als sie die Tür schloss, schlenderte näher und linste über Kerry's Schulter. "Was ist das?" "Soße." Kerry fügte eine Prise roten Pfeffer hinzu. "Wenn ich fertig bin ist es Sechuan-Fleisch." "Hört sich lecker an." Bemerkte Dar und kitzelte mit ihrem Atem Kerry's Ohr. Oh Junge. "Dar?... Hat dir schon jemand gesagt, das du eine Person bist die einen wirklich ablenken kann?" "Ich?" Die blauen Augen ihrer Chefin wurden in überraschter Unschuld groß. " Ähm... nun, tatsächlich nein. Man hat mir vieles nachgesagt, der größte Teil davon war widerlich, aber ablenkend war nicht dabei." Kerry errötete und lachte kurz. "Nun gut, du bist es." Erzählte sie ihr. "Du machst es einem sehr schwer sich zu konzentrieren." Dar sah verwirrt, jedoch keineswegs beleidigt aus. "Okay... nun ja, ich will nicht, dass du dich schneidest... ich werde mich da drüben einfach still hinsetzen." Sie schlenderte zu dem kleinen Küchentisch, glitt auf den Stuhl und legte ihre Ellbogen auf die Tischplatte. Kerry's Reaktion auf sie war einfach so... anders. Grübelte Dar, als sie zusah wie die blonde Frau sich wieder ihrer Arbeit zuwandte. Sie war es gewohnt, dass Menschen auf sie zukamen... und sie war nicht schüchtern das zu erwidern, jedoch die Kombination von süßer Zuneigung und kaum verschleiertem Verlangen, das sie in Kerry's Augen sah, war etwas, das sie vorher nie erfahren hatte. Es war warmherzig... und schön... und sie merkte wie sie hilflos diesem Zauber verfiel. Ablenkend? Oh ja. Sie fand es sehr schwer sich für längere Zeit zu konzentrieren, und selbst wenn sie sich konzentrierte, bemerkte sie, wie sie kleine Abschweifer machte und sich fragte was Kerry dachte... oder was sie tat... oder... Dar seufzte. Wie zum Beispiel gerade jetzt. Sie war vollkommen glücklich, einfach nur in der Nähe der blonden Frau zu sitzen und zuzusehen wie sie das Essen zubereitete. Es war ein solch seltsames Gefühl. Sie beobachtete wie sich Kerry's Schulterblätter unter dem weichen Baumwollstoff ihres Poloshirts bewegten, und sie ließ ihre Augen würdigend über die Kurven der schlanken Gestalt wandern. "Ein Fünfcentstück für deine Gedanken." Sagte Kerry ohne sich umzudrehen. Dar brach in hilfloses Gelächter aus. "Oha... lass uns das überspringen, ja?" Sie fühlte sich leicht sprachlos und erkannte, dass Kerry den gleichen Effekt auf sie hatte, wie die jüngere auf sie selber. Das Ganze geriet außer Kontrolle. "Also... wo hast du kochen gelernt?" Kerry hörte die zurückhaltende Verwirrung in ihrer Stimme und lächelte leise in sich hinein. Ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht. "Nun, das wird in meiner Familie erwartet... meine Mutter arbeitet nicht, und ist immer zu Hause, um sich um uns zu kümmern." Erklärte sie. "Ich hatte in der Schule Hauswirtschaft und alles was dazugehört... doch eine Art Interesse daran entwickelte ich erst, als ich auf der Akademie war." Sie fügte einiges von dem gewürfelten Gemüse zu ihrem Pfannenreis und rührte es um. "Wir trafen uns gelegentlich... und einige von uns wechselten sich beim Kochen ab." Sie schaute lächelnd nach hinten. "Wenn du eine Menge solcher Kritiker hast, dann lernst du schnell." "Aha." Dar nickte und stützte dann ihr Kinn auf ihrer Faust ab. "Meine Mutter war eine gute Köchin." Grübelte sie. "Obwohl ich es niemals gelernt habe... ich war... wahrscheinlich zu sehr mit Sport und ähnlichen Sachen beschäftig als ich aufwuchs... wir verbrachten auch eine Menge Zeit auf Militärbasen." Sie zuckte mit ihren Schultern. "Du tendierst dazu dich mit den anderen Rangen beim Garnisonsposten rumzutreiben... und beim Militär, machst du dir keine Gedanken über Hauswirtschaft." Kerry erhitzte ihren Wok und goss ein wenig Öl hinein. "Wolltest du jemals zum Militär gehen?" Ein langes Schweigen. "Unglücklicherweise erzog mich mein Vater in dem Glauben, dass es nichts gab was ich nicht tun könnte." Antwortete Dar schließlich nachdenklich. "Beim Militär gibt es dafür Kriterien." Eine weitere lange Pause. "Ich wollte das gleiche machen wie er." Kerry nickte kurz. "Sie haben dich nicht gelassen?" "Ich bin ein Mädchen." Entgegnete Dar mit einem leicht sarkastischen Unterton. "Zum Teufel..." Seufzte sie. "Ich weiß, dass sie recht haben... ich weiß, dass keine gemischten Truppen ins Feld schicken können, zumindest jetzt noch nicht... aber..." Sie zuckte mit ihren Schultern. "Das ist Schnee von gestern. Aber, um deine Frage zu beantworten... ja, ich hatte daran gedacht. Ich belegte ASVAB als ich im ersten Jahr auf der Akademie war, und ich habe eine Menge Angebote bekommen." Sie betrachte nachdenklich den Salzstreuer auf dem Tisch. "Ich glaube nur nicht, dass ich genug Selbstdisziplin aufgebracht hätte um mich dem ganzen unterzuordnen... und alle Befehle ohne nachzudenken hinzunehmen." Sie zog ihre Augenbrauen zusammen. "Und ich hatte damit wahrscheinlich recht." "Mm." Kerry rührte die dünngeschnittenen Rindfleischstreifen sachkundig in den Wok. "Waren deine Eltern sauer." Die blauen Augen nahmen einen weit entfernten Ausdruck an. "Mein Vater war enttäuscht." Sagte sie leise. "Ich glaube, dass meine Mutter erleichtert war." Sie schüttelte ihren Kopf. "Sie war eine Künstlerin... ich habe nie herausbekommen, wie die Zwei zusammenkommen konnten." "Eine Künstlerin?" Kerry goss die Soße hinein und rührte das Ganze um. "Aha... jetzt weiß ich, woher du diese Kritzelei hast." Bemerkte sie lachend. "Ich mag das gezeichnete Bild von dem Hund." "Ich habe kein..." Dar hielt nachdenklich inne. "Ich denke, das habe ich doch." Gestand sie ein wenig schüchtern ein. "Ich habe nie darüber nachgedacht." Kerry stellte eine Schüssel mit duftendem Pfannenreis ab, stellte eine andere mit dem gebratenen Rindfleisch daneben und reichte danach Dar zwei Teller. "Hier." Sie drehte sich herum und holte den Pflaumenwein mit zwei Gläsern und brachte alles zum Tisch. "Nun ja, das einzige Talent in meiner Familie scheint Politik zu sein." Sie reichte Dar einen Servierlöffel. "Und Jura... als ich aufwuchs hat keins davon wirklich meine Phantasie angeregt." Die größere Frau häufte den dampfenden Reis und das Rindfleisch auf die zwei Teller und reichte einen Kerry. "Was hat denn deine Phantasie angeregt?" Bevor Kerry antwortete aß sie erst einige Bissen. "Hauptsächlich Bücher." Sie atmete aus. "Ich hab das übliche gemacht als ich aufwuchs... meine Mutter hatte mich zum Klavierunterricht und zum Turnen angemeldet... das eine um mir Kultur beizubringen, und das andere sollte mir, wie sie es nannte, Anmut verleihen." Kerry verzog sarkastisch ihre Lippen. "Ich glaube nicht, das beides viel gebracht hat... Klavierspielen hat mir nie gefallen und ich war bestenfalls eine mittelmäßige Turnerin." Sie kaute nachdenklich. "Ich kann den Flohwalzer spielen." Dar kicherte. "Das kann ich auch... wenn ich beide Hände und Füße benutze und man nicht so genau hinhört." Sagte sie lächelnd. " Übrigens, das ist großartig." Sie hielt eine volle Gabel hoch, dann hielt sie inne und goss in beide Gläser Wein. "Was für Bücher magst du?" Kerry nahm einen kleinen Schluck von dem Wein. "Du wirst lachen... aber es sind größtenteils Zukunftsromane... und einige historische Romane." Dar warf ihr einen verwirrten Blick zu. "Warum sollte ich lachen? Das lesen die meisten Leute gerne... mich eingeschlossen." Sagte sie ihr mit weicher Stimme. "Nicht, dass ich noch Zeit dafür hätte." Fügte sie seufzend hinzu. "Also, und was hat dich auf Computer gebracht?" "Ich wollte nicht als Englischlehrerin enden." Erwiderte Kerry trocken. "Und ich... nun ja, mir haben mechanische Dinge schon immer gefallen... ich habe Geräte auseinandergenommen, verstehst du... wie zum Beispiel Telefone und solche Sachen." Sie lachte kurz. "Als ich zum College ging habe ich herausgefunden, dass der Informatik Kurs ziemlich gleich mit dem allgemeinen Englisch Kurs, den ich bereits belegt hatte, lag... also hab ich einen doppelten Abschluss gemacht." Sie hielt inne und nahm einen weiteren Schluck Wein. "Was ist mit dir?" Sie erkannte plötzlich, dass es das erste Mal war, dass sie einfach nur dasaßen und über persönlich Dinge sprachen, und sie war überrascht wie wohl sie sich dabei fühlte. Dar biss ein Stück Rindfleisch entzwei und kaute es. "Was mit mir ist? Nun... ich habe mich schon immer für Programmierung interessiert... das habe ich auch auf der Schule studiert... jedoch nach einiger Zeit hab ich beschlossen, dass diese unzähligen Reihen von Programmierkodes einfach nicht lange genug mein Interesse wecken konnten." Sie dachte einen Moment nach. "Es war nicht genug Herausforderung... also hab ich mich der Systemanalyse und dem Design zugewandt... und von da aus zur Projektierung und zum Betriebswesen." "Ein Glück für uns." Sagte Kerry lächelnd. "Die Meinungen dazu sind unterschiedlich." Erwiderte Dar trocken, lehrte ihr Glas und goss ein zweites ein. "Manchmal frage ich mich, ob es das alles wert ist." Sie spielte mit dem Glas. "Ich habe eine Menge Zeit damit verbracht, die Schnitte und Bosheiten zu ignorieren, jedoch manchmal ödet es an." Kerry stand auf, nahm ihre leeren Teller, stellte sie in die Spüle und ging dann zurück, um ihre Hände auf Dar's Schultern zu legen. "Auf eine Art habe ich dieses Gefühl mitbekommen..." Sie versuchte es, doch sie konnte sich nicht bremsen sich nach vorne zu beugen und konnte sich nur mit Mühe zurückhalten Dar's Kopf zu küssen. "Also, wenn du Beschwerden darüber erhältst, dass deine Assistentin Leute verhaut, weil sie scheußliche Sachen über dich sagen, dann wundere dich nicht." Dar war ergriffen und sich zurücklehnend drückte sie ihren Körper gegen den der blonden Frau, und blickte leicht lächelnd zu ihr auf. "Das ist lieb von dir, Kerry... aber ich glaube nicht, dass es viel nützen wird." Sie hob eine Hand, legte sie auf ihre rechte Schulter und drückte sie liebevoll. "Obwohl ich den Gedanken würdige." Kerry schwelgte in dieser Nähe. "Es würde mich besser fühlen lassen." Warf sie leise ein. "Wirklich." Sie sah in die hellblauen Augen hinunter und nahm dort eine Weichheit wahr, die in ihr ein Verlangen hervorrief, dass sie veranlasste ihren Kopf zu beugen um Dar's wartende Lippen mit traumwandlerischer Sicherheit zu finden. Sie spürte eine Berührung auf ihrem Arm, es war ein sanftes Streicheln und Kerry fühlt wie ihr Körper darauf reagierte. Sie schloss ihre Augen, und setzte das liebevolle Erkunden und Probieren fort. Es fühlte sich so gut an... Das Gefühl, wie Dar's Finger über ihren Ellbogen glitten und über ihre Seite strichen machte sie atemlos. Sie spürte wie sie kurzatmig wurde und Herz zu hämmern anfing als sie ihre eigenen Hände senkte und nackte Haut berührte. Als Dar unerwartet einen Arm um ihre Taille legte und sie hinunter zog, drehte sich alles. Kerry fand sich auf dem Schoss der dunkelhaarigen Frau wieder, die ihre starken Arme um sie gelegt hatte und in purer Reaktion prickelte jeder Zoll ihres Körpers. Ihre Arme glitten um Dar's Hals, dann begann einer hinunter zu wandern, bewegte sich über die Abschrägung der Nackenmuskeln und dann an ihrer Schulter hinunter. Dar wusste, dass sie langsamer vorgehen und es leichter angehen sollte, jedoch ihr Körper wollte den liebevollen Kontakt nicht aufgeben, ihre Hände übernahmen ein Eigenleben und erkundeten die sanften Rundungen des Körpers in ihren Armen mit unersättlicher Neugier. Sie konnte fühlen wie Kerry's Atmung schneller und unregelmäßiger wurde, und ihr ging es nicht wesentlich besser. Langsam... sachte... noch nicht... Sie verringerte die Intensität und spürte, dass Kerry das gleiche tat, bis sie abbrachen und Kerry ihr Gesicht an Dar's Schulter begrub. "Oh Mann." Sie schlang ihre Arme um den Körper der blonden Frau und während sie sie hielt rieb sie zärtlich ihren Rücken. "Sachte." "Puh." Murmelt Kerry und fühlte wie sich ihr Herzschlag normalisierte. "Das war intensiv." Sie beschloss, dass Verlegenheit zu diesem Zeitpunkt recht lächerlich war und hob somit ihren Kopf und blickte Dar einfach nur an. "Das läuft nicht nach Plan." Beide Augenbrauen stiegen schelmisch in die Höhe. "Ach nein?" Protestierte Dar sanft. "Ich dachte, dass es recht gut funktioniert hat." Sie hatte ihre Arme immer noch um Kerry geschlungen, doch nun löste sie den Griff und lehnte sich ein wenig zurück. "Nein... ähm... das habe ich damit nicht... oh." Sie gab auf. "Wir wollten zuerst ins Kino gehen." Erklärte sie mit einem Seitenblick und schob einige Strähnen von Dar's dunklem Haar zurück. "Oh... ja... richtig." Dar nickte verständnisvoll. "Und außerdem?" "Mm..." Kerry atmete langsam aus. "Weißt du... ich habe eine Menge gelesen... sie haben vollständig vergessen das Feuerwerk zu erwähnen." Ihre Finger wanderten an Dar's Wange hinunter. "Es ist ziemlich erschreckend." Sie hielt ihren Atem an, als Dar ihre Hand gefangen nahm und an ihrer Handfläche knabberte. "Aber schön." "Okay..." Erwiderte Dar nachdenklich. "Fühlst du dich dabei unwohl?" Ein schüchternes Lächeln. "Nein." Kerry schüttelte ihren Kopf. "Aber ich wette, dass du dich unwohl fühlst... ich muss dich ja erdrücken." Dar drückte sie und tätschelte ihr dann die Hüfte. "Hab nichts gemerkt." Gab sie zu. "Mach dir keine Sorgen, das du mich erdrückst... ich bin ein großes Mädchen... ich kann das aushalten." Sie fuhr mit ihrer Hand an Kerry's Schenkel hinunter. "Möchtest du los und den Film sehen?" Es war erschreckend. Kerry war nervös, doch sie schätzte die Tatsache, dass Dar bereit war, Kerry das Tempo bestimmen zu lassen und sie nicht drängte... keinen... Zwang ausübte. Eine peinigende Erinnerung erfüllte ihren Verstand und sie musste sich einen Moment sammeln um die Erinnerung zurückdrängen, bevor sie weitere Überlegungen anstellen konnte. "Nun ja... ich... ähm... ich habe Flucht aus New York und Mikrowellen-Popcorn hier... wir könnten improvisieren." Dar's Lächeln ließ ihre intensivblauen Augen strahlen, und kleine Augenfältchen entstehen. "Oh... ich liebe den Vorschlag." Stimmte sie zu. " Übrigens, danke... das Abendessen war großartig." "Mm." Kerry sah sie an. "Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat." Erwiderte sie ohne ihren Blick abzuwenden. Einen Augenblick saßen sie einfach ruhig da, dann räusperte sich Kerry. "Ich nehme an, dass ich aufstehen muss um den Film zu holen, wie?" Bedauernd schälte sie sich aus Dar's Griff, stand auf und holte tief Luft, während sie sich von der verführerischen Wärme wegzog. Dar folgte ihr ins Wohnzimmer und sie gab ihr eine kleine Führung, größtenteils um ihre Nerven zu beruhigen. "Dies sind Scully und Mulder... und ihre kleinen Freunde die Lone Gunmen." Erklärte Kerry und streute ein wenig Futter ins Aquarium. "Lass mich raten... Mulder und Scully sind die Guramis." Sagte Dar lachend. "Wenn ich mich nicht irre, sind es Küssende Guramis." "Oh ja." Entgegnete Kerry grinsend und beobachtete ihre Possen. "Was soll ich dir sagen... ich liebe nun mal gute Romanzen." Die blonde Frau zuckte mit ihren Schultern. "Ich nehme an, dass es albern ist." Dar rieb ihr den Rücken. "Oh nein... ich denke, sie sind niedlich... obwohl ich dachte, dass sie in diesem Film endlich zusammenkommen würden." Bemerkte sie kichernd. "Und ich kann dir sagen... das in dem Kino wo ich war, alle in heilloses Gelächter ausbrachen, als sie sagten, dass die FEMA hinter der großen Regierungsverschwörung stecken würde." "Das war keine komische Szene." Kerry's Augenbrauen zogen sich verwirrt zusammen. "Das war es, wenn du hier den Hurrican Andrew erlebt hättest und zusehen musstest wie sie arbeiten." Informierte sie Dar. "Vertrau mir... wenn sie für die Verschwörung verantwortlich gewesen wären, dann wären diese verdammten Aliens angeekelt nach Hause gegangen und hätten auf die Lieferung von Trinkwasser gewartet." Kerry lachte und stieß sie mit dem Ellbogen an. "Ich habe diesen Film auch, wenn du interessiert bist." Sie holte das andere Video heraus, schaltete den Fernseher an und warf dann die Fernbedienung zu Dar. "Ich werde etwas Popcorn machen." Dar war einen Moment allein und nahm sich die Zeit um die Wohnung zu betrachten. Sie war hell und ganz anders als ihre... überall befand sich persönlicher Schnickschnack, einschließlich mehrerer Stofftiere und ein Satz Diplome an der Wand. Eines war von der Uni und das andere ihr beglaubigter Abschluss. Ein kleiner Pokal bestätigte Kerry's Debattierfähigkeiten und da stand ein Bücherregal an der Wand in welchem sich ein Sortiment von Taschenbüchern und gebundenen Büchern befand, die eine Mischung aus Romanen und Computerhandbüchern darstellten. Es war ein freundlicher Ort, die bequeme Couch war in einem netten hellen Lachston und der Teppich in einer helle Cremefarbe gehalten, was dem Raum einen Sinn von Freundlichkeit vermittelte, die Dar als sehr beruhigend empfand. Eine Tür auf der linken Seite führte offensichtlich zum Schlafzimmer und gegenüber von der Küche befand sich ein kleines Badezimmer. Die Wohnung strahlte Reinlichkeit und Ordnung aus, ein Wesenszug der für Kerry, so fand Dar, sehr charakteristisch war und sie stellte fest, dass sie sich hier wohlfühlte. Der Duft von frischem Popcorn fesselte ihre Aufmerksamkeit und sie drehte sich herum als Kerry eine große Schüssel und einen Krug tragend den Raum betrat. Sie stellte beides auf den Couchtisch und goss zwei Gläser ein. "Okay... ich denke wir haben alles." Sagte sie, während sie zu Dar sah, die es sich auf der Couch bequem gemacht hatte, und zögerte. Lächelnd klopfte Dar auf das Kissen neben sich und wartete bis Kerry sich hingesetzt hatte, bevor sie die Lichter dämpfte und den Film startete. Kerry hielt es über die Zeitspanne des Vorspanns aus bis sie sich näher an Dar kuschelte und sich gegen den Körper der größeren Frau lehnte als diese einen Arm um ihre Schulter legte. Mit einem zufriedenen Seufzer zog sie das Popcorn herüber und stellte es zur Hälfte auf Dar's Schoss während sie sich den Inhalt teilten. Ein Stück Popcorn in den Mund werfend stellte sie fest, das dies wesentlich besser als Kino war, dann knabberte sie ein weiteres Stückchen und sah nach oben. Dar sah in diesem Augenblick hinunter und Kerry hielt lächelnd ein Stück Popcorn an ihre Lippen und unterdrückte ein Kichern als die dunkelhaarige Frau es mit ihren Zähnen schnappte und dabei gleich ihre Finger mit einfing. "Hey!" Dar lies langsam ihre Finger los und kaute dann mit einem Wackeln ihrer Augenbrauen das Popcorn. Das brachte ihr ein weiteres Stück ein, welches sie mit ihren Zähnen festhielt und die blonde Frau fragend ansah. Oh. Ein Spiel. Kelly stieß sich nach oben und nahm die Hälfte wobei sich ihre Lippen berührten. Dies schmeckte so gut, dass sie sich entschloss es auch zu versuchen und Dar tat ihr gerne den Gefallen. Dieses Spiel wiederholten sie einige Male bis Kerry das Popcorn vergaß und sich stattdessen direkt Dar's Lippen zuwandte. Sie lag zusammengerollt auf ihrer Couch, in ihrer eigenen Wohnung und sie fühlte sich sicher. Sicher genug um den Film zu vergessen und sich stattdessen auf den geschmeidigen Körper unter ihren Fingerspitzen zu konzentrieren und glitt mit ihren Händen hinter Dar's Hals, während die größere Frau ihre freie Hand um ihre Seite legte. Dieses Mal hatte sie keine Angst oder war verlegen... oder... sie fühlte sich abenteuerlich, genau das war es. Es war, wie wenn sie in etwas neues, aufregendes eintauchte, und sie bemerkte, dass sie eher gefesselt als besorgt war. Während sie sich gegenseitig zärtlich erkundeten, stellte sie fest, das Dar gut küssen konnte. Eine Hand streichelte ihre Seite und sie verschob leicht ihre Position als die Berührung sich verlagerte und zärtlich über ihre Brüste streichelte. Das war ein anregendes Gefühl. Ihrem Körper gefiel es... sie fühlte, wie sich langsam eine Empfindung aufbaute und ihre Haut äußerst sensibel wurde, und als Dar's Fingerspitzen die nackte Haut am Saum ihres Shirts berührten, entwich ihr ein leiser verlangender Ton. Dar's Lippen knabberten an ihren und dann verschob sie sich ein wenig. "Geht es dir gut?" Murmelte sie in Kerry's Ohr und streifte dabei mit ihrer Zunge das weiche Ohrläppchen. "Prima." Schaffte sie zu erwidern. "Willst du, das wir weitermachen?" Erkundigte sich Dar während sie mit einem Finger an ihrem Dekolleté entlangfuhr. Ein Augenblick von Furcht, von Ungewissheit. "Ich... ich weiß nicht ob ich... weiß, was ich tun soll." Antwortete Kerry leise, als sie bemerkte wie sie zu der geschmeidigen Haut von Dar's Hals hingezogen wurde und zärtlich daran knabberte. "Soweit machst du das ziemlich gut." Bekannte die dunkelhaarige Frau. "Ist schon gut... ich werd's dir zeigen." Kerry tastete sich ihren Weg an Dar's Körper herab und streifte mit ihren Fingern über die Kurven ihrer Brüste. "Zeig es mir." Keuchte sie und gab nach als sie den Druck gegen sich spürte und bemerkte wie sie sich seitlich auf der Couch ausstreckte wobei ihr Dar liebevoll half. Die dunkelhaarige Frau legte sich neben sie und nahm wieder ihre Lippen gefangen während sie mit einer Hand an ihrem Körper herunterglitt und ihr Shirt unter dem Gürtel hervorzog. Kerry spürte plötzlich eine elektrisierende Spannung als die warmen Finger ihre Haut berührten und neckend eine Linie von ihrem Bauch bis zum unteren Saum ihres BH's nachspürten. Ihre Muskeln zogen sich in purer Reaktion zusammen, und sie bemerkte wie sie an Dar's Blusenknöpfen zupfte und zwei öffnete was ihr einen freien Zugang zu geschmeidigem Fleisch gab, das sie mehr als alles auf der Welt berühren wollte, streicheln wollte und.... Sie spürte einen kühlen Luftstrom als ihr Shirt hochgehoben wurde, der dann durch Dar's Lippen ersetzt wurde, als diese ihren Weg über ihre Kehle und Körper fanden, und ihr Körper wölbte sich unter ihrer Berührung wobei sich ein Verlangen aufbaute, das stärker war als alles was sie jemals gefühlt hatte. Der Druck ihrer Kleidung schien unerträglich zu werden und sie schrie beinahe auf, als sie spürte wie Dar ihren Gürtel öffnete. Nachdem der Jeansstoff hinunterglitten war, war ihr einen Moment lang kühl, doch dann verbrauchte sie eine rasende Hitze, als ihre Beine sich mit denen der größeren Frau verschlangen, und lange Finger an den Innenseiten ihrer nackten Schenkel entlangstrichen. Es war wie eine Explosion in ihrem Inneren. Sie wusste nicht mehr wo sie sich befand, sie wusste nur, dass sich in ihr ein Druck aufbaute. Ein Druck der sich auf Dar's Berührungen konzentrierte und den Exkursionen ihrer Lippen, und der stetigen, erfahrenen, anregenden Bewegung, die sie näher und näher brachte und schließlich mit einem Beben von Empfindungen über den Rand sandte, die so stark waren das sich jeder Muskel in ihrem Körper zitternd zusammenzog. Sie konnte kaum atmen, während ihr Körper wieder und wieder erbebte, bis es schließlich durch Dar's liebevolle, sachte Bewegungen langsam nachließ. Kerry zitterte und ihre Hände hielten sich schwach an Dar fest, die ihre langen Arme und Beine um sie geschlungen hatte und leise, beruhigend zu ihr flüsterte. "Schh... langsam." Dar streichelte, leicht aufgeschreckt über die heftige Reaktion der kleineren Frau, ihr Haar. "Mach langsam... ich hab dich." Dar wusste, das eine körperliche Beziehung Anfangs, für eine gewisse Zeit immer diffizil war, bis man sich aneinander gewöhnt hatte. Doch bei Kerry... verdammt, es war so, als ob sie all ihre richtigen Punkte kannte... Oh Mann. Sie beobachtete wie sich der blonde Kopf langsam an ihre Schulter kuschelte, und sie schlang ihre Arme ein wenig fester um sie und brachte ihre größtenteils nackten Körper etwas enger zusammen. "Bist du in Ordnung?" Meergrüne Augen öffneten sich langsam und durch halb geschlossene Lider blickend nickte Kerry schwach. Langsam bewegte sich abwesend ihre Hand an Dar's Seite auf und ab, das wiederum ein Prickeln durch die Wirbelsäule der größeren Frau sandte. "Hab' ich deine Erwartungen erfüllt?" Erkundigte sich die Direktorin während sie das verstrubbelte Haar aus dem Gesicht ihrer Begleiterin strich. Ihre Berührungen nach unten verlagernd zeichnete sie mehrere Kreise über Dar's Unterleib und schüttelte leicht ihren Kopf. "Ich hatte keine... ich wusste nicht was ich zu erwarten hatte... aber... ähm... weißt du Dar... es hat mir extrem gut gefallen." Sie senkte ihren Kopf, kniff an der weichen Haut von Dar's Brust und beobachtete die Reaktion ihres Körpers. "Jetzt... frage ich mich..." Einen engeren Kontakt wollend rutschte sie ein wenig näher und spürte wie die größere Frau Luft holte. "Mal sehen, ob ich es schaffe..." Sie knabberte sich an Dar's Brust entlang und ließ dann, von ihrer Phantasie geleitet, ihre Hände herumstreifen um ihre Formen und Kurven zu erforschen. Dar war so viel größer als sie und es war schwer überall hinzukommen. Doch sie schaffte es, ein gepeinigtes Stöhnen hervorzukitzeln, als sie für einen besseren Effekt ihre Zähne benutzte während sie Stück für Stück Dar's Haut erkundete und fing dann zuerst mit vorsichtigen Berührungen an, die sicherer wurden, als sie spürte wie sich Dar's Körper krümmte, und die dunkelhaarige Frau sie mit einem beinahe schmerzhaften Griff erfasste. Sie konnte an ihrem Ohr Dar's rasenden Herzschlag hören und sie streichelte sie zärtlich als sie sich gegenseitig in den Armen kuschelten und einfach nur ausruhten. Es war eine vollkommene Harmonie. Es war auf eine Art Vertrautheit die Kerry wirklich nicht verstand. Doch sie wusste, dass sie hier, sicher in Dar's Armen etwas ganz besonderes gefunden hatte. Nun ja. Kerry war freundlich überrascht. Yahoo, du hast keine Ahnung. Sie inhalierte tief Dar's Duft und atmete äußerst zufrieden aus. Aufblickend erwiderte sie reflexartig das halb erstaunte Lächeln der größeren Frau, die sie warmherzig anblickte. Es lag ihr etwas auf der Zunge, das darauf wartete gesagt zu werden, doch sie konnte es einfach nicht hervorbringen. Es war etwas, das sie fühlte als sie Dar anblickte. Etwas, das tief aus ihrem Innersten, direkt von ihrem Herzen kam, etwas das ihr Verstand noch nicht erfassen konnte. Nun gut. Es wird sich ergeben. "Danke... das war ganz schön eindrucksvoll." Dar blickte sie mit einem halb verwirrten und halb ungläubigen Lächeln an. "Gleichfalls..." Murmelte sie. Junge... woher kennt sie mich so gut... wann ist mir das, das letzte Mal passiert? War es Glück? Sie betrachtete Kerry's verträumten Gesichtsausdruck und verlor sich beinahe darin. Egal... Sie küsste die Stirn der blonden Frau und seufzte zufrieden. Ich nehme an, dass ich es richtig gemacht habe. Grübelte Kerry beschwingt. Oh Mann. Es war fabelhaft. Sie blickte auf das kantige Gesicht und sah wie interessierte blaue Augen sie anblinzelten. Ein warmes Gefühl entzündete sich wieder in ihrem Inneren. "Hey..." Sie liebkoste ein Stückchen weiche, gebräunte Haut. "Das Badezimmer da drüben hat einen Whirlpool... hast du Interesse?" Fragte sie, während sie mit einem Finger müßig an einer Rippe entlangfuhr und ihn dann wieder nach oben führte... Während Dar ihre Finger mit ihren Zähnen gefangen nahm und an den Spitzen saugte, kicherte sie leise und tief in ihrer Brust. Sie hatte das Gefühl, dass es eine lange Nacht werden würde.
Es war kein Traum. Dar hörte das schwache Piepsen ihres Pagers, und sie griff hinüber um ihn auszuschalten, dann legte sie ihren Arm wieder um Kerry und ließ einen winzigen Seufzer heraus. Diesmal war es kein Traum. Diesmal war es Wirklichkeit. Kein fremder Wald oder eine unbekannte Hütte... nur sie und Kerry, und ein Gefühl von friedlichem Vergnügen berührte etwas tief in ihrer Seele. Es war so schön mit jemandem aufzuwachen. Sie hatte fast vergessen wie es sich anfühlte. Nein. Sie hatte es absichtlich vergessen. Es war dunkel draußen und Dar wusste, dass sie nicht mehr viel Zeit hatte, um nach Hause zu fahren und sich umzuziehen, bevor sie im Büro sein musste. Sie unterdrückte ein Gähnen, und in der Wärme ihrer tief schlafenden Partnerin schwelgend schloss sie für ein paar Minuten ihre Augen. Auf der Mitte von Kerry's Bett kuschelnd, waren ihre Glieder ineinander verschlungen. Das Bad letzte Nacht, hatte zu einer weiteren langen intimen Erforschung geführt, und als sie sich schließlich müde, jedoch zufrieden entspannten, hatte sich Kerry einfach um Dar's größeren Körper gewickelt und das Licht ausgemacht. Dar fielen eine Handvoll Gründe ein, warum sie hätte gehen sollen, doch keiner kam gegen den Grund an, warum sie blieb. Weil Kerry es so wollte. Also hatte sie die Decken über sie gezogen und umgeben von dem sauberen, süßen Duft des frischen Lakens erlaubte sie sich in einen tiefen Schlaf zu fallen, was großartig war, außer dass sie nun hier lag und sich nicht von dem warmen Platz rühren wollte, um in Bewegung zu kommen. Dar seufzte, dann öffnete sie ihre Augen, und als sie anfing ihren Körper zu strecken hörte sie einen leise gemurmelten Protest von ihrer blonden Partnerin. Kerry festigte den Griff um sie. "Hey..." Flüsterte Dar feinfühlig in das Ohr an ihrem Kinn. "Zeit aufzustehen, Kindchen." "Uhrm." Beschwerte sich Kerry undeutlich. Dar rieb zärtlich ihren Rücken. "Kerrrrrrryy..." Ein schläfriges grünes Auge schielte hoch zu ihr. Die Wimpern blinzelten und dann öffnete sich das andere Auge als Kerry realisierte wo sie war. "Oh. Hallo... entschuldige." Ein charmantes Lächeln strahlte in dem schwachen Licht, das von der Straßenbeleuchtung durchs Fenster kam. "Ich denke ich sollte dich gehen lassen, wie?" Bemerkte die blonde Frau leise. Dar umarmte sie, dann ließ sie Kerry los. "Ich brauche eine Weile bis zur Insel und zurück... und ich habe um 9:00 Uhr eine Sitzung mit Jose und Eleanor." "Mmm." Kerry drückte sie, zog sich dann wiederwillig zurück und rollte sich auf dem Laken, dass sich plötzlich kalt auf ihrer Haut anfühlte, zusammen. "Ich muss heute MTC einen Besuch abstatten... es geht um die Büros in der Stadt." "Viel Vergnügen dabei." Entgegnete Dar und strich zärtlich über ihr Gesicht. "Geht es dir gut?" Kerry nahm ihre Hand gefangen und knabberte daran. "Ich fühle mich prima, danke... wie steht's mit dir?" Die dunkelhaarige Frau lächelte. "Habe mich nie besser gefühlt." Sie sah auf die Uhr. "Ich komm besser in Gang... wenn ich noch ein bisschen länger hier bleibe, dann werden wir beide zu spät kommen." Sie hielt inne, rollte sich auf die Seite, glitt mit ihrer Hand hinter Kerry's Genick und küsste sie zärtlich, doch intensiv. Sie trennten sich wiederwillig, und die Hand, die sie immer noch mit ihrer umfasste streichelnd, schloss Kerry ihre Augen. "Ja sicher... jetzt lass mich einfach hier liegen." Scherzte sie. Dar gähnte, dann rieb sie sich über ihr Gesicht. "Glaub mir, wenn ich eine Wahl hätte, dann würde ich nicht gehen." Erwiderte sie unwillkürlich. "Aber ich denke, dass es schon jemandem auffallen würde, wenn wir beide nicht zur Arbeit erscheinen." Kerry schnaufte leise. "Jemand? Jesus..." Sie verstummte. "Wir müssen vorsichtig sein, oder?" Nachdenkend blieb Dar eine Weile stumm. "Vorsichtig, jedoch nicht zu vorsichtig." Entgegnete sie und stützte ihren Kopf auf einer Hand ab. "Ich muss zugeben, dass ich niemals..." Sie hielt inne. "Okay, ich denke, dass wir uns einfach ganz normal verhalten sollten." Kerry knabberte an ihren Fingerspitzen. "Wirklich?" Ihre Chefin erstickte ein Kichern. "Ich denke nicht, dass wir die Tatsache verheimlichen sollten, dass wir Freundinnen sind, ich meine... wir sollten nicht so tun, als ob wir nach der Arbeit nicht gelegentlich etwas miteinander unternehmen. Es wird nicht hinhauen, wenn wir versuchen die anderen davon zu überzeugen, dass wir uns kaum kennen." "Wahrscheinlich nicht." Bestätigte Kerry. "Es wird Gerede geben." Dar atmete aus. "Ganz gleichgültig was... bedrückt dich das?" Die grünen Augen verloren leicht ihren Brennpunkt während Kerry nachdachte. "Es ist ein wenig einschüchternd... ich weiß wie widerlich diese Leute sein können... Ich weiß nicht wie ich reagieren werde, wenn ich einer solchen Situation gegenüberstehe." Gestand sie leise ein. "Mmm." Grübelte Dar. "Nun ja... ich habe festgestellt, dass es immer noch am Besten ist nichts zu leugnen." Bemerkte sie. "Wenn Leute Dinge andeuten, dann lächle ich sie einfach an." "Lächeln?" Fragte Kerry mit zusammengezogenen Augenbrauen. Dar demonstrierte es, indem sie ein erotisches, wissendes Grinsen vorführte. "Oh." Die blonde Frau unterdrückte ein Lachen. "Ja klar... sie sind sich nie wirklich sicher was sie damit anfangen sollen." Erwiderte Dar grinsend. "Je mehr Leuten du sagst, dass nichts ist, je mehr denken sie es... wenn du sie einfach anlachst, dann erwarten sie das nicht." "Hmm." Kerry nickte. "Das ergibt eine Menge Sinn... ist das dein Trick? Dieses ganze Selbstvertrauen?" Ein bedächtiges zustimmendes Nicken. "Wenn ich an mich selbst glaube, dann neigen die anderen dazu es auch zu tun." Antwortete sie. "Keiner wird etwas konkretes sagen, doch sie werden es andeuten." Sie kaute an ihrer Lippe. "Du könntest auch die alte Standartversion versuchen und sie fragen was genau sie meinen... das du ihre Frage nicht verstehen würdest." Ein Nicken. "Okay... ich glaube, dass kann ich machen." Entgegnete Kerry zögernd. Dar betrachtete sie mit einem leichten Reuegefühl. "Kerry... wenn das alles zuviel für dich wird... dann werden wir uns etwas anderes ausdenken." Erklärte sie der jüngeren Frau warmherzig. "Ich... ich will nicht, dass das ganze zu schwierig für dich wird." Kerry schüttelte verneinend ihren Kopf. "Nein... nein... es ist in Ordnung... ich muss mich nur ein wenig daran gewöhnen... ich bin nicht wirklich gut darin, Dinge zu verheimlichen." Sie kaute an ihrer Lippe. "Aber ich werde damit zurechtkommen... ich hatte niemals gedacht, dass ich..." Schwer nachdenkend hielt sie inne. "Dar, ich mag dich wirklich." "Nun... auf eine Art habe ich es gehofft." Entgegnete Dar mit einem sehnsüchtigen kleinen Lächeln. "Ich hatte gehofft, dass es nicht nur war, weil du dachtest das es vorteilhaft für deine Karriere wäre." Bemerkte sie halb scherzend, doch es gab da einen geschmerzten Unterton. Kerry hörte ihn heraus und berührte zärtlich ihre Wange. "Du hast das nicht wirklich gedacht, oder?" Dar ließ ihren Blick auf das Laken sinken und fuhr dem Muster nach. "Es ist schon geschehen." Antwortete sie leise. Gott, wenn ich die Person finde, die das getan hat, dann perforier ich sie mit einer Cocktailgabel... Kerry atmete aus. "Das ist nicht was ich beabsichtigte." Sagte sie bestimmt. "Das ist nicht..." Dar wollte ihr nicht in die Augen sehen. "Ich würde mich eher auf der Stelle von dir feuern lassen, als das du das von mir denken könntest." Sie hielt inne. "Tatsächlich werde ich dir diese Möglichkeit nicht geben... ich kündige." Aufgeschreckte blaue Augen sahen auf. "Kerry... warte... so habe ich das nicht..." "Ich meine es aber so." Entgegnete Kerry leise. "Ich kann eine Stelle an Colleen's Arbeitsplatz finden..." Eindeutig verärgert, fing sie an aus dem Bett zu klettern. "Ich werde nicht zulassen, dass du denkst, dass der einzige Grund warum ich..." "Kerry..." "Nein!" Erwiderte die blonde Frau scharf. "Ist dies tatsächlich was du... Jesus Christus." Mit vor Zorn bebendem Körper ging sie zur Tür. Dar schaffte es irgendwie sie aufzuhalten indem sie sie zärtlich an den Schultern abfing und sie herumdrehte. "Hey." Kerry zitterte und sie konnte sehen wie Tränen in ihren Augen aufstiegen. "Warte eine Minute." Sie hielt kurz inne. "Bitte." Die blonde Frau beruhigte sich und sah sie einfach an. "Das habe ich nicht von dir gedacht. Wenn es so wäre, dann hätte ich es nicht wieder so weit kommen lassen." Dies war eine sehr deutliche Aussage. "Glaube mir." Sie spürte wie die Anspannung in Kerry's Schultern nachließ. "Ich will nicht das du gehst. Ich will nicht, dass du kündigst... jetzt wo ich endlich jemanden gefunden habe dem ich vertrauen kann und der mir bei diesem Job einiges von meinen Schultern nehmen kann... wenn ich das nun verliere, ich..." Dar machte eine Pause und seufzte. "Das wäre nicht gut." Kerry stieß ihren Atem hinaus, streckte vorsichtig eine Hand aus und streichelte über die weiche Haut des Bauches der größeren Frau. "Das macht alles komplizierter." Gestand sie ein und blieb für einen Augenblick schweigend, während Dar einfach nur wartete. "Ich würde lieber meinen Job verlieren als..." Sie hielt verlegen inne. "Als dich zu verlieren." Kerry konzentrierte ihren Blick auf Dar's Schlüsselbein. "Jesus... das muss sich für dich so verdammt naiv anhören." Dar schlang liebevoll ihre Arme um sie und zog sie an sich. "Nein." Sagte sie mit sehr ruhiger Stimme. "Nicht im mindesten." Sie wusste, dass es ein großes Risiko war. Doch Dar war schon immer ihren Instinkten gefolgt, und ihre Instinkte sagten ihr, dass sie Kerry vertrauen konnte, gleichgültig was vorher geschehen war und was alles dagegen sprach. "Wir werden das schaffen... es wird alles in Ordnung sein, Kerry... ich... ich verspreche... das alles in Ordnung sein wird." Die blonde Frau ließ ihre Stirn gegen Dar's Schulter fallen. Sie wollte die Gesellschaft wirklich nicht verlassen. Sie wollte Dar wirklich nicht verlassen, da sie spürte, dass die Direktorin aufrichtig wollte, das sie blieb. "Okay." Sie blickte auf und in dem trüben Licht sah sie Dar's Gesichtzüge schwach umrissen in Gold- und Silberlinien und die Kristallfunken ihrer Augen. "Ich werde es versuchen." Sie kippte ihren Kopf nach hinten als Dar ihren Hals beugte, und die weiche Berührung ihrer Lippen und das Prickeln als ihre Körper zusammenkamen begrüßend, küsste sie sie. Es war so unglaublich... sie hatte niemals erwartet, dass es sich so anfühlen würde... nicht dieser tiefe und wilde Hunger, der ihr den Atem und ihre Würde raubte, und den Wunsch entfesselte sich an Dar zu reiben wie eine rollige Katze. Die Hände der größeren Frau bewegten sich langsam an ihren Seiten herunter und als sie um ihren Rücken herumglitten stöhnte sie leise gegen Dar's Lippen. Welches erwidert wurde, als die dunkelhaarige Frau etwas zurückschritt und über ihre Gesichtshälfte streichelte. "Wenn wir so weiter machen, dann schaff ich es nie zur Arbeit." Seufzte sie bedauernd. Kerry tätschelte ihren Arm und schielte sie an. "Puh... oh ja... ich glaube, das ich eine Dusche brauche." Sie hielt inne. "Eine kalte Dusche." Murmelte sie nachträglich. Dar kicherte und gab ihre einen Kuss auf den Kopf. "Mach das... ich finde alleine heraus." Bemerkte sie. "Seh ich dich im Büro?" "Aber sicher." Bestätigte Kerry nickend. "Ich werde Pastalitos mitbringen." Sie grinste über die Art wie Dar's Augen aufleuchteten, dann blinzelte die Direktorin und tapste aus dem Raum, während das Licht von der Straßenbeleuchtung Schatten über ihre nackte Gestalt warf. Als Kerry die Dusche aufdrehte, hörte die jüngere Frau wie sie in ihre Kleidung schlüpfte und dann das leise Klicken der Tür als diese geschlossen wurde. "Oh Mann." Kerry lehnte sich gegen das Waschbecken und blickte nüchtern auf ihr Spiegelbild. Mit Sicherheit war es die gleiche Person die am vorherigen Tag zurückgeblickt hatte. Das gleiche beinahe kindliche, leicht rundliche Gesicht. Die gleichen grünen Augen. Warum fühlte sie sich dann so anders? Nun ja, okay... es war also das erste Mal das sie mit einer Frau geschlafen hatte. Und wenn sie dafür jemand hätte heraussuchen müssen, dann war Dar wahrscheinlich eine gute Wahl... sie war erfahren, jedoch zärtlich, leidenschaftlich und doch verspielt. Es war eine großartige Erfahrung. Aber warum zitterten dann ihre Knie? Warum hatte sie das Gefühl, als ob sich Schmetterlinge in ihrem Magen versammelt hätten? Sie dachte an Dar und spürte wie ein heftiger Sturm von Empfindungen sie ergriff und sie musste sich überrascht nach vorne beugen. Was zum Teufel war mit ihr los? "Komm schon Kerrison... nimm dich zusammen... und dusch dich. Du hast zu arbeiten." Seufzend schleppte sie sich zum dampfenden Wasser und war entsetzt, dass sie ernsthaft betrachtete nicht Dar's anhaftenden Duft abzuwaschen. "Heiliger Strohsack." Seufzte sie und trieb sich selber an. "Ich glaube ich verliere meinen Verstand."
"Guten Morgen, Maria." Dar lehnte sich in ihren Sitz zurück und schloss ihre Augen als das warme Sonnenlicht durch ihre Scheiben strömte. Sie war geduscht und angezogen, und befand sich auf der Fähre zum Festland, und das alles nur einige Minuten später als gewöhnlich. Nicht schlecht. "Buenos Dias, Dar." Antwortete die Stimme ihrer Sekretärin. "Ich habe hier eine Nachricht von Mr. Dreafus... gibt es da einen Bericht den sie ihm gestern Abend geben sollten?" Oh Scheiße! Dar schlug sich vor Bestürzung fast vor die Stirn. "Ich habe ihn hier... ich bin... ihn immer noch am überprüfen, Maria." Sie zog den Reißverschluss von ihrer Laptoptasche auf und bootete den Computer. "Ich hatte ein paar Probleme mit einigen von den... ähm... er hat einige..." Sie überflog mit ihren Augen den Bericht, als die Fähre in einem großen Bogen zum Dock eindrehte. "Oh ja... er hat hier einige Zusätze die keinen Sinn ergeben." "Ich werde ihm sagen, Dar... dass sie noch nicht fertig damit sind." Erzählte ihr Maria. "Okay?" "Ja... ich werde ihn rüberschicken sobald ich im Büro bin." Dar blätterte durch den Rest des Berichts. "Oh... ich habe da einen Satz Statistiken von denen ich bis 9:00 Uhr Kopien brauche... sie sind in der Ausgangsbox. Können sie sich darum kümmern?" "Gewiss." Versicherte ihr die Sekretärin. "Okay... Danke... ich muss jetzt von der Fähre." Murmelte Dar als sie den Wagen startete an anfuhr. "Ich bin in einigen Minuten bei ihnen, Maria." "Fahren sie vorsichtig, Dar." Sagte Maria wie gewöhnlich. "Es gibt eine Menge verrückter Leute da draußen." Oh ja. Dar manövrierte den Lexus von der Fähre auf die Strasse und bog links auf die Chaussee ab, während sie sich im Stillen dafür tadelte, dass sie Duks Bericht vergessen hatte. "Komm schon, Dar... komm wieder zu dir... du hast hier einen Unternehmensbereich zu leiten." Bemerkte sie kopfschüttelnd. Die kurze Fahrt gab ihr Zeit ihre Gedanken zu konzentrieren und in der Zeit als sie auf ihren Parkplatz fuhr schaffte sie es ihren Verstand auf die Tagesprobleme zu richten, und das verwirrende Wunder der vergangenen Nacht beiseite zu schieben. Nun, beinahe. Sie fuhr mit ihren Fingern durch ihr dunkles Haar als sie das Bürogebäude betrat und war rechtzeitig bei den Fahrstühlen, dass Duks die Tür für sie aufhalten konnte. "Guten Morgen, Duks." Sagte sie mit einem kurzen Blick zu ihm. "Ich habe einige Fragen bei diesem Bericht... ich werde sie dir schicken, wenn ich in meinem Büro bin." "Einverstanden." Duks lehnte sich gegen die Wand des Fahrstuhls zurück. "Sei auf dieser Sitzung heute morgen vorsichtig... ich habe gehört, dass Jose einige Tricks im Ärmel haben soll. Er versucht die Regierungsverträge abzustoßen... die Gewinnspanne ist für sie zu niedrig." Dar schnaufte leise. "Irgendwann wird er lernen, dass Quantität nichts bringt, wenn man keinen Gewinn damit erzielen kann." Sie verlagerte ihr Laptop ein wenig. "Hat er nichts aus dem Fiasko mit den Olympischen Spielen gelernt?" Duks schüttelte seufzend seinen Kopf. "Schwerlich... hey, hör zu... Mariana dachte das sie einige Leute für Freitag abend bei Monty's zusammenbringen könnte... bist du interessiert?" Dar sah in leicht verwirrt an. Gewöhnlich machte Mariana die Vereinbarungen wenn sie ausgingen. "Ähm... ich glaube nicht, dass ich etwas vorhabe... sicher... sag ihr sie soll mich benachrichtigen wenn sie fertig ist." "Okay." Stimmte Duks liebenswürdig zu. "Sie dachte, dass sie Mark Polenti, Barbara... und... hey, sie hat erwähnt... ob du glaubst das Kerry daran interessiert sein würde?" Oha. Dar schaffte es ihre Reaktion auf ein schwaches Schulterzucken zu beschränken. "Woher soll ich das wissen? Fragt sie... sie hat niemals eine Allergie gegen Meeresfrüchte oder eine Angst vor dem Ozean erwähnt, also..." "Das werden wir." Versicherte ihr der Finanz-VP. "Mariana sagt, dass sie ein nettes Kind sei... schließlich kommt sie mit dir zurecht, also wird sie wahrscheinlich eine nette Ergänzung für unsere Gruppe sein." Dar kicherte trocken. "Ich bin sicher, dass sie sich geschmeichelt fühlen wird, wenn ihr sie fragt." Sie hielt die Tür für Duks auf um vor ihr den Fahrstuhl zu verlassen. "Nun ja, Mariana wollte zuerst sicher gehen... dass du nichts dagegen hast... schließlich musst du mit ihr arbeiten... du könntest etwas dagegen haben noch mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen." Sie währe fast... beinahe wäre sie in hilfloses Gelächter ausgebrochen. "Ach... was macht schon ein Abend?" Brachte sie heraus während sie ein Grinsen unterdrückte. "Keineswegs, sie ist in Ordnung... sie hat einige gute Ideen und sagt was sie denkt. Eine nette Abwechslung." "Schön zu hören." Bemerkte Duks nickend. "Sehen wir uns zum Mittagessen?" Die dunkelhaarige Frau zuckte kurz mit ihren Schultern. "Das hängt davon ab, wie langatmig Jose ist." Sie winkte ihren Freund kurz zu. "Ich ruf dich an wenn ich da raus komme." Sie öffnete die Tür zu ihrem Vorzimmer und schlüpfte hinein. "Hallo, Maria." Die kleine Frau blickte von ihrem Telefongespräch auf und winkte, dann hielt sie ihr schweigend einen Stapel Papiere hin. Dar ging zu ihr, nahm den Stapel entgegen und ging in ihr Büro. Die Tür hinter sich schließend ging sie über den Teppich und blieb stehen als sie auf ihren Schreibtisch blickte. In der Mitte stand ein kleiner Teller auf dem schön angeordnet einige Gebäckstücke lagen und daneben stand eine abgedeckte Tasse. Dar spürte wie ein Lächeln ihre Lippen verzog als sie um ihren Schreibtisch ging, sich hinsetzte, ihren Computer einschaltete und ihre Laptoptasche abstellte. Sie suchte sich ein Gebäckstück heraus und biss vergnügt hinein. Es war immer noch warm und sie genoss den Geschmack zusammen mit den süßen Kaffe in ihrer Tasse. Sobald ihr Computer hochgefahren war klickte sie das von ihr selten genutzte interne Kommunikationssystem an und tippte Kerry's Netzwerkadresse ein.
Tippte sie ein und drückte die Enter-Taste. Nach einigen Bissen kam die Antwort.
Dar kicherte sarkastisch.
Schrieb sie zurück. Sie wechselte zu ihrem E-Mail-Programm und schickte Duks eine Kopie seines Berichtes mit einigen Anmerkungen. Nachdem sie einige Minuten Dinge nachgeprüft und den Rest der Gebäckstücke verspeist hatte erhielt sie eine weitere Nachricht.
Sandte Dar zurück. Sie legte den Stapel Papiere, den Maria ihr gegeben hatte hinunter und fing an sie zu überprüfen, und versah einige Dinge mit einem grellen, purpurnen Kreis, den die Verkaufsmanager mit tiefer Leidenschaft verabscheuten. Das Telefon summte. "Ja?" "Dar, General Easton auf Numero dos." Sie blickte zum Telefon und drückte die Verbindungstaste. "Hallo Gerry." "Hallloooooo Dar." Erschallte die kräftige Stimme des Generals. "Ich wollte dich nur wissen lassen, das das mit dem Flugzeug eine reine Nachlässigkeit war. Es ist zwar eine Schweinerei und die Leute tun mir leid, aber es hatte nichts mit dir zu tun meine Freundin." Dar nickte schweigend. "Ich wollte nur sichergehen das alles in Ordnung ist, Ger... Senator Stuart's Tochter war auch auf dem Flug und er hatte in dieser Hinsicht einige Bedenken." Ein leiser Pfiff. "Oh Mann... allein durch deine Intelligenz kannst du das nicht wissen... wie zum Teufel hast du davon erfahren?" "Sie ist meine Assistentin." Erzählte ihm Dar trocken. "Es war nicht so schwer." Sie umkreiste einen weiteren Wiederspruch mit ihrem Farbstift und kicherte in sich hinein. Es hatte vor eine erfreuliche Sitzung zu werden. Easton lachte. "Und wieder versetzt du mich mit deiner verdammt umfassenden Detailorientierung in Erstaunen... das ist köstlich... du hast das Kind von diesem Bastard eingestellt? Sehr guter politischer Schachzug, Dar... sehr nett." Bemerkte er billigend. "Es schadet niemals Freunde auf dem Olymp zu haben." Oh ja... er würde mich liiieeben. Dar biss sich auf ihre Lippe um sich vom Lächeln abzuhalten. Hallo Herr Senator konservativ-wie-das-wachsende-Gras aus Michigan... Ich treffe mich mit ihrer Tochter. Schön sie kennenzulernen... Hoppla... geben sie auf den Boden acht, bevor sie hinfallen... er ist ein wenig hart. "Oh ja, nun... das hatte ich nicht in Erwägung gezogen, aber ich werde es im Verstand behalten." Easton kicherte. "Was immer du sagst... hör zu, möchtest du uns am Truthahntag besuchen? Ich habe für dich einen reservierten Platz am Tisch mit deinem Namen darauf." Mit ihrem Füller spielend zögerte Dar. Sie wusste, dass Kerry während des ganzen Wochenendes zu Hause in Michigan sein würde. Der Gedanke in ihrem Apartment alleine zu sein war ihr plötzlich sehr unsympathisch. "Das würde mir gefallen, Gerry." Erwiderte sie leise. "Danke." Man konnte sein Lächeln durch das Telefon hören. "Phantastisch... ich werde es meiner Frau sagen... sie wird sich wahnsinnig freuen." Er hielt inne. "Und mein Kind auch... seh ich dich am Mittwoch abend?" "Sicher." Stimmte Dar zu. "Ich werde alles nötige veranlassen... nochmals danke, Gerry." Er legte auf und sie lehnte sich nachdenklich zurück. Kerry's Familie wird eine Menge Druck auf sie ausüben, wenn sie zu Hause ist, folgerte Dar trotz der Tatsache, dass die jüngere Frau sehr ungern mit ihr über ihre Familie sprach. Nun ja, Washington war näher an Michigan als Miami. Nur für den Fall. Sie drückte auf den Knopf für die Gegensprechanlage. "Maria?" "Si?" "Ich brauche für den Mittwoch vor Thanksgiving ein Flugticket nach Washington National... Rückflug am Sonntag." "Aye... dafür ist es schon recht spät, Dar... ein Ticket?" Dunkle Augenbrauen zogen sich zusammen. Was für eine seltsame Frage. "Ja, ein Ticket... General Easton hat mich über die Feiertage eingeladen... Ich weiß, dass es teuer wird. Versuchen sie einfach ihr Bestes." "Ich werde mich darum kümmern, Dar." Versicherte Maria, dann trennte sie die Verbindung zur Gegensprechanlage, und Dar wandte sich wieder ihrem Bericht zu, in dem sie eine offensichtliche Lüge erkannte und tippte fröhlich kichernd darauf. "Oha... Jose... Jetzt hab ich dich bei den Eiern, kannst du fühlen wie ich zudrücke?"
~~~ ENDE - Kapitel 9 ~~~
Wie es weiter geht könnt ihr in Kapitel 10 lesen.
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