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COPYRIGHTHINWEISE DER AUTORIN:
Xena, Gabrielle, Argo usw. sind Eigentum von ©MCA/Universal and Renaissance Pictures. Sie sind nicht mein geistiges Eigentum, sondern ich spiele nur eine Zeitlang mit ihnen, also bin ich ein braves Mädchen und leg sie wieder weg wenn ich fertig bin... Das ganze klingt langsam ein bisschen abgedroschen, doch hey... ich meine es ernst! Es wurde in keinster Weise eine Verletzung der Urheberrechte beabsichtigt. Es ist als Schmeichelei gegenüber den Erschaffern, Schreibern und Schauspielern der Charaktere gedacht. Alle Charakter, die in dieser Geschichte auftauchen stehen unter dem © Copyright von Devlin@xenafan.com. Diese Story darf nicht im kommerziellen Sinne vermarktet oder veräußert werden. Einzig für den privaten Gebrauch dürfen Kopien gemacht werden und ich würde es sehr schätzen, wenn alle Copyright-Vermerke und dieser Hinweis mit aufgeführt werden.

GEWALT-WARNUNG: Es kommt Gewalt vor (hey kommt schon, es handelt sich um die Eroberin). Die Art der Story ist nicht annähernd so düster wie einige Conqueror-Fiction, doch es handelt sich immer noch um eine Sklavin/Herrin Beziehung zwischen Xena & Gabrielle.

ZEITRAHMEN: Den habe ich selbst erstellt. Xena ist die Gebieterin, die Eroberin von Griechenland, doch sie ist beinahe fünfundvierzig Jahre alt als sie auf die Sklavin Gabrielle trifft. Eine Menge von Xena's Untaten sind bereinigt worden, jedoch nicht alle. Ich bezeichne diese Xena als die nachdenkliche Eroberin. Sie ist eine Frau, die versucht das richtige zu tun, doch sie weiß nicht immer wie sie das bewerkstelligen soll.

SEX: Ja, den werde ich haben, danke. Hoppla! Ich wollte sagen, ja, es wird welcher vorkommen. Schließlich sind es unsere beiden Lieblings-Seelengefährtinnen. Es geschieht nicht aufs Geratewohl, jedoch wenn es dazu kommt, dann geht es ganz schön zur Sache. In dieser Geschichte kommt es sowohl zu freiwilligem wie auch zu erzwungenem (Herrin/Sklavin) Geschlechtsverkehr, und ja, es kommt sogar zu einer flüchtigen BDSM-Beziehung zwischen zwei erwachsenen Frauen.

   

EXTREME-PEIN-WARNUNG:
Es wäre lebensbedrohlich, wenn ich diesen Hinweis nicht bei einigen (allen?) meiner Arbeiten geben würde. Von nun an werde ich den Qualindex mit traurigen Gesichtern (Bild) darstellen, eins stellt den geringsten Peinlevel dar und vier Gesichter den größten. Die Story erhält: SmilieSmilie

MINDERJÄHRIGKEITS-WARNUNG:
Hey, der oberste Gerichtshof sagt im Reno v. American Civil Liberties Union (1997), dass Gesetzte gegen bestimmte, online zur Verfügung gestellte anstößige Materialen für Leute unter 18 Jahren verfassungswidrig sind... sieh mal einer an! Außerdem ist dies hier vollkommen anständig. Smilie

Ich erfahre nur durch Feedback was andere von meinen Geschichten halten. Lasst mich wissen was ihr denkt... allerdings gilt dies nicht für diejenigen, die eine krankhafte Angst vor Homosexualität haben. Ich bin unter:
Devlin@xenafan.com?subject=Journey's End zu erreichen.

»Ein besonderer Dank geht an Jim Kuntz, für seine Genehmigung einige Hinweise auf Lion of Amphipolis benutzen zu dürfen.«

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Anmerkung der Übersetzerin:
† LJ Maas ist leider nach einen tragischen Unfall am 30.10.2005 verstorben. †

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The Conqueror Serie

Tale One: Journey's End

by L.J. Maas

 

Prolog

Was für eine seltsame Art eine Geschichte am Ende anzufangen, doch trotz meiner Einwände ist mir gesagt worden ich solle es so machen. Ich bin nur die Regentin dieses Landes, das als Griechenland bekannt ist, und sie ist meine Sklavin, doch dies wird sich in drei Tagen ändern. Mein Geburtsname ist Xena, ich stamme aus Amphopolis, doch die meisten in diesem Land kennen mich unter meinem Titel, Lord Eroberin. Es ist schon viele Jahreszeiten her, dass mich jemand Xena genannt hat, doch nun höre ich den Namen jeden Tag, und es versetzt mein Herz in Aufruhr. Wenn sie es nicht getan hätte, dann hätte ich nie gewusst wie erregend der Klang meines Namens sein könnte, wenn er über die Zunge eines dich liebenden Menschen kommt.

Sie sagt, dass ich, wenn ich über sie rede zu schnell vorangehe, ich deute ihr an ruhig zu sein und schiebe sie von meinem Schreibtisch weg. Zuerst wollte sie, dass ich am Ende anfange, jetzt sagt sie, dass ich zu schnell vorangehe. Götter, sie ist das Paradoxon meines Lebens. Sie allein hat die Macht mich auf meine Knie fallen zu lassen, um ihr meine Liebe für sie zu erklären. Sie allein kann bei mir Augenblicke von Liebenswürdigkeit und Leidenschaft entflammen, und sie ist es auch, die mich so erzürnen kann, dass meine Arme, von der Kraftanstrengung sie nicht zu schlagen, müde werden. Sie ist das Licht, und ich bin die Dunkelheit. Früher dachte ich, dass ich alleine in meiner Dunkelheit überleben kann, doch sie hat mir erzählt, dass die Dunkelheit nicht ohne Licht existiert, dass wir nichts wissen würden, wenn es nicht auch das Andere geben würde.

Jetzt will sie, dass ich ihr erkläre was ich damit meine, am Ende anzufangen. Ich reiche ihr die Feder und fordere sie auf selbst zu schreiben, da sie offensichtlich denkt, dass ich es nicht kann. Schmunzelnd wendet sie sich ab, und ich erkenne, dass es noch gar nicht solange her ist, dass sie für eine solche Unverschämtheit zu Tode geprügelt worden wäre, und zwar von mir persönlich. In meinem Leben gab es seit meinem fünfzehnten Sommer nur Dunkelheit, Tod und Zerstörung. Zahlreiche Barden haben euch bereits mit Geschichten über mein Leben erfreut, also werde ich hier nicht in Einzelheiten gehen. Es genügt zu sagen, dass all die düsteren, hässlichen, lüsternen Dinge, die du über Xena, die Eroberin gelesen hast vollkommen der Wahrheit entsprechen. Oh ja, es mag einige geben, die übertrieben haben, doch die meisten zeichneten eine genaues Bild von mir. Zumindest trifft es auf meine Jugend zu. Ich war mit einer unsäglichen Sex- und Blutgier erfüllt, um nur zwei davon zu nennen. Ich war, ob nun im Bett oder auf dem Schlachtfeld, unersättlich und sowohl meine Launen als auch meine Orgien waren legendär.

Ich befand mich gerade in meinem vierundvierzigsten Sommer als sie in mein Leben trat. Damit meinte ich, am Ende anzufangen. Das soll keineswegs bedeuten, dass das vierundvierzigste das Ende meines Lebens ist, im Augenblick fühlt es sich wie ein einzigartiger Anfang an, doch bevor sie in mein Leben trat, war ich an einem Punkt angekommen, wo es sich mit Sicherheit wie das Ende anfühlte. Es ist wahr das ich, sobald ich vierzig war, versucht habe meine dunkle Seite zu mäßigen, jedoch es war nur ein Versuch. Ich war immer noch die Frau, die zu stürmischen Wutausbrüchen und Eifersucht neigte, und meine Libido war immer noch so stark wie über die Hälfte meines Lebens als Kriegerin, doch als ich vierundvierzig war, hatte ich es langsamer angehen lassen, nicht körperlich sondern geistig. Größtenteils deswegen weil mein Leben leer zu sein schien, das einzige was mich tagtäglich umgab war Einsamkeit. Die völlige Wahrheit ist, dass ich für den größten Teil meines Lebens für niemanden etwas empfand oder jemanden liebte, nun beinahe, doch plötzlich fühlte ich mich deswegen allein. Deshalb habe ich, um in meiner Einsamkeit nicht zu verbittern, daran gearbeitet besser zu werden. Ich fing an meine Richtersprüche milder zu fällen; Ich versuchte keine Sachen zu zerstören wenn mein Temperament mit mir durchging, und am meisten versuchte ich die Menschen um mich herum, ob Sklaven oder Adlige, mit mehr Respekt als in der Vergangenheit zu behandeln. Plötzlich spürte ich mein Alter. Ich vermute, dass viele von denjenigen, die nah zu mir standen, dachten dass ich wahnsinnig oder senil geworden war, obwohl ich bemerkt habe, dass sie die alte Xena nicht vermissten. Ich geb' zu, dass es einige Tage gab in denen meine neugefundene Reife mit dem Badewasser ausgeschüttet wurde und ich wieder in meine alten Angewohnheiten verfiel, aber nichtsdestoweniger habe ich es versucht.

Die Wahrheit ist, dass die Geschichte der Eroberin erst beginnt als sie in diese Geschichte eintritt. Die Geschichte der Eroberin kann ohne Gabrielle nicht exakt erzählt werden.

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Kapitel 1: Eine schicksalhafte Begegnung

"Lord Eroberin, es ist eine Ehre, in einer Schlacht an deiner Seite zu kämpfen." Sagte der Statthalter von Thessaly während er meinen Arm, mit einer fast mir ebenbürtigen Stärke, ergriff.

Ich hatte in letzter Zeit darüber nachgrübelt was ich vermisste, war jedoch unfähig zu formulieren, was mich so aus der Fassung brachte. Der Bürgerkrieg der an der Küste nahe bei Ambracia ausgebrochen war, gab mir einen Grund den Palast in Korinth zu verlassen. Ich vermute, dass ich heute, einige von den Männern auf dem Schlachtfeld, sowohl meine eigenen, sowie auch die des Gegners, ganz schön überrascht habe. Die Blutgier ergriff mich nicht mehr so heftig, doch sie war stark genug, um mich auf dem Schlachtfeld schrecklich wüten zu lassen.

"Sag mir Telamon," fragte ich den Statthalter, "erwartest du noch irgendwelchen Ärger von diesen Küstenpiraten?"

Telamon war ein kleiner, jedoch sehr muskulöser Mann, und der eingesetzte Statthalter lachte herzhaft. "Ich glaube, Lord Eroberin, dass ich ihnen in der Zukunft nur noch erzählen muss, dass die Eroberin von Griechenland gegen sie antritt und sie werden so schnell davonrennen, wie Ratten ein sinkendes Schiff verlassen."

Mehrere laute Rufe und ein oder zwei Schreie konnten von der großen Halle gehört werden und wir alle schienen uns in diese Richtung zu bewegen, als die weiblichen Gefangenen herausgebracht wurden. Es war üblich, dass der offiziell eingesetzte Beamte des Gebietes das Recht hatte, sich die beste Gefangene herauszusuchen, bevor die anderen auf dem Auktionsklotz als Sklavinnen verkauft wurden. Dementsprechend brachte Telamon's Oberleutnant, Darius, sämtliche weiblichen Gefangenen zur Begutachtung heraus.

"Lord Eroberin," fing Telamon an, "respektvoll überlasse ich dir mein Vorrecht, dir die Beste herauszusuchen."

Ich seufzte. Das machten sie das immer, da sie dachten damit meine Gunst zu gewinnen. Einige ehrenwerte Männer wie Telamon, taten es einfach, weil es eine respektvolle Haltung mir gegenüber war. Das Problem war nur, dass ich es hasste. Oh ja, da gab es eine Zeit da hätte ich nachgeprüft wer von ihnen noch eine Jungfrau war, und hätte diese dann als meine neue Körpersklavin genommen, doch mein Leben hatte sich geändert. Seit den letzten zwei Jahreszeiten hatte ich mein Bett, außer einer gelegentlichen Hure, mit niemandem geteilt. Zuweilen war ich darüber beunruhigt, warum mich mein Sexualtrieb verlassen hatte. Ich hatte jedoch einen Ruf aufrechtzuerhalten, also nahm ich mir gewöhnlich ein Mädchen, und gab eine große Vorstellung, indem ich sie den ganzen Abend auf meinem Schoss sitzen ließ, während meine Soldaten und ich bis zum Morgengrauen tranken. Ich stellte sicher, dass Jeder meine geilen Bemerkungen hören und sehen konnte auf welche Weise ich sie berührte. Dann, wenn die Sonne aufging, brach ich auf meinem Bett zusammen und mein Hauptmann Atrius fand das Mädchen in der Burgküche vor.

Ich setzte einen anzüglichen Blick auf mein Gesicht und stolzierte recht prahlerisch an den jungen und alten Frauen vorbei, die den Piraten abgenommen worden waren. Jenseits jeder Begierde wollte ich einfach das Angebot des Statthalters ablehnen, als zwei Frauen zur Seite traten und den Blick auf einen blonden Kopf freigaben, der auf seine nackten Füße starrte. Nun ja, ich weiß nicht warum das Mädchen meine Aufmerksamkeit erregte. Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, außerdem war sie ein winziges Wesen, Götter, ich würde sie wahrscheinlich wie einen Zweig auseinanderbrechen, wenn ich mit ihr irgendeiner Vorliebe im Bett nachgegangen wäre. Allerdings gab es da etwas an ihr.

Als ich auf das Mädchen zuschritt, traten die Leute vor ihr zur Seite. Sie blickte nicht auf, doch sie muss, durch meinen Schatten der über ihren Körper fiel, gewusst haben, das ich vor ihr stand. Ich griff mit zwei Fingern unter ihr Kinn und hob es hoch. Ich bin mir nicht sicher wie lange ich ohne zu atmen dagestanden habe, doch ich weiß, dass ich mich räuspern musste, um die große Luftaufnahme zu bewältigen als ich schließlich einatmete. Und obwohl ich nun ihr Kinn fest nach oben hielt, versuchte sie meinen Augen auszuweichen.

"Sieh mich an." Befahl ich und sie sah mir zögernd in die Augen.

Sie schien nicht fähig zu sein ihren Blick zu halten und wieder senkte sie unterwürfig ihre Augen. Ich hob meine Hand, um die schmutzigen Locken, die ihr übers Gesicht gefallen waren wegzuschieben, und da habe ich es gesehen. Als ich meine Hand zu ihr hob zuckte sie zusammen. Nicht körperlich, doch ich sah es in ihren Augen. Ihre Augen schreckten zurück und ich erkannte, dass sie, durch die Art wie ein so junges Mädchen reagierte, für den größten Teil ihres Lebens eine Sklavin gewesen sein muss.

"Wie ist dein Name?" Fragte ich sie, doch bevor sie antworten konnte, hörte ich von den Soldaten ein vielstimmiges unterdrücktes Schnauben und Gelächter.

Für eine Erklärung wandte ich mich mit funkelnden Augen an Telamon's Oberleutnant Darius.

"Vergib den Ausbruch, Lord Eroberin, doch du solltest eine andere wählen."

"Und warum sollte ich das?" Fragte ich.

"Diese hier ist so oft benutzt worden, dass noch nicht einmal die Soldaten sie wollen." Erwiderte er, was zu noch mehr Gekicher bei den Männern führte.

Ich wandte mich wieder zu dem jungen Mädchen. "Ich habe dich nach deinem Namen gefragt."

"Gabrielle, meine Gebieterin." Antwortete sie, und ich wusste ich war in Schwierigkeiten. Diese Augen zogen mich an und diese Stimme klang wie feine Seide. Das seltsame daran ist, dass sie mich, meine Gebieterin, nannte, so als ob sie mir bereits gehörte. Jeder sprach mich nur mit Lord Eroberin an.

Als die Männer ihr Gelächter nicht ersticken konnten traten Tränen in ihre Augen. Sie machte keinen Versuch sie wegzuwischen, oder sich von mir zurückzuziehen und ich fühlte die Nässe auf meine Finger tröpfeln.

"Warum weinst du Mädchen? Ist es, weil Darius nicht die Wahrheit gesagt hat?" Drängte ich sie, während ich mir wünschte, sie würde mit dem Weinen aufhören. Ich verstand nicht warum, doch es machte mich verlegen.

"Nein, meine Gebieterin." Entgegnete sie leise. "Der Grund für meine Tränen ist der, das der Oberleutnant die Wahrheit gesagt hat." Und schlagartig wurde es im ganzen Raum still.

Ich bin mir immer noch nicht sicher warum, jedoch hörte ich meine Stimme wie aus einem anderen Munde. "Atrius," rief ich zu meinem Hauptmann. "Sorge dafür, dass sie zu meinem Quartier gebracht wird, und kümmer dich darum, dass sie etwas zu Essen bekommt, gebadet und ordentlich gekleidet wird. Es könnte sein, dass ich ihre Dienste in Anspruch nehme."

Als ich mich umdrehte um die große Halle zu verlassen, wartete ich einen Augenblick um zu sehen ob irgendeiner der Soldaten den Nerv hatte, oder so einfältig war jetzt zu lachen. Keiner tat es. Sie taten es nie.

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Eines war sicher, ich spürte den Wein, doch die befriedigende Tatsache war, dass der größte Teil der Männer, die mich zu diesem Wetttrinken herausgefordert hatten, schon lange vor mir in Ohnmacht fielen. Mit der Gewissheit, dass noch ein wenig Jugend in mir war, machte ich mich von der Banketthalle auf den Weg zu meinem Raum. Man muss gehört haben, dass ich eine leichte Schlagseite hatte, da plötzlich Atrius da war, und wenn ich nicht die ganze Nacht in den Fluren herumwandern wollte, dann musste ich mich darauf verlassen dass er mich zu meinem Quartier führen würde.

"Brauchst du heute abend noch irgendetwas, Lord Eroberin?" Fragte er, als ich meine Tür öffnete.

"Nein, ich bin heute abend fix und fertig." Als er sich abwandte um zu gehen rief ich ihn noch einmal. "Atrius... ähm... danke."

Atrius sprach nie viel. Er beugte leicht seinen Kopf und grinste mich kurz an. Wir waren beide Krieger und er wusste wie sehr ich mich bemühte eine gütigere Herrscherin, geschweige denn ein anständiger Mensch zu werden. Er akzeptierte mein zögerndes Danke mit einer Höflichkeit die für einen Soldaten einzigartig war.

Ich betrat meinen Raum und fiel beinahe über das Mädchen, das kniend vor dem Fußende meines Bettes saß.

"Wer zum Hades bist du?" Brüllte ich sie an. Sie überraschte mich, und ich mag keine Überraschungen.

Das kleine Gesicht sah sofort erschrocken nach oben, und ich erkannte diese Schönheit mit ihrem goldenen Haar und frisch geschruppten Gesicht kaum wieder.

"Oh." Sagte ich, unfähig etwas anderes herauszubringen. Ich erkannte nur mit Mühe die Sklavin, die ich früher am Tage ausgewählt hatte.

Sie beugte wieder ihren Kopf und schien auf einen Befehl von mir zu warten. Es war schon einige Zeit her, dass ich eine Körpersklavin besessen hatte und dieses Verhalten war inzwischen recht ungewohnt für mich. Nun, da sie gewaschen war, sah sie atemberaubend aus und ich bemerkte, das meine persönliche Dienerin sie mit einer meiner älteren Seidenroben bekleidet hatte. Die Robe war viel zu groß für die kleine Gestalt, und über einer Schulter herunterhängend gab sie den Blick auf eine liebliche blasse Haut frei. Wenn sie dieses Manöver nicht geplant hatte, dann hätte sie es tun sollen. Es war so verführerisch wie es nur sein konnte.

Ich gebe zu, dass ich nicht sehr nüchtern war, doch trotzdem ging ich quer durch den Raum um mir ein Glas Wein zu holen. Nachdem ich das halbe Glas hinuntergestürzt hatte wandte ich mich wieder dem Mädchen zu, das immer noch in der gleichen, unterwürfigen Position, auf dem Boden kniend am Fußende meines Bettes verharrte. Ich kann nur vermuten, dass ihr dieses Verhalten so gelehrt worden war. Oder meine Dienerin Sylla hatte sie angewiesen das zu tun.

Ich glaube meine Libido ging ungefähr letztes Jahr in Richtung Süden, doch als ich zu der kleinen Blonden sah, deren Haar über ihren gebeugten Kopf fiel und ihr Gesicht bedeckte, da fühlte ich, wie ein warmes Bedürfnis meinen Magen zusammenzog. Um meine beginnenden Kopfschmerzen zu unterdrücken kippte ich den Rest Wein hinunter. Mein Genick wurde langsam steif und mein Rücken fing an weh zu tun, ein sicheres Zeichen, dass ich am Morgen einen fürchterlichen Kater haben würde.

Ich ging zum Bett und sank schwerfällig auf die weiche Matratze. Ich hatte Schwierigkeiten mit meinen Fingern die Verschnürung meines Hemdes zu öffnen und gab es schließlich auf. Wie war noch mal der Name des Mädchens?

"Wie war dein Name?" Fragte ich einlenkend.

"Gabrielle. Meine Gebieterin."

"Gabrielle, ich brauche dich." Erwiderte ich, und sie stellte sich vor mich und ließ ihre Robe auf den Boden fallen.

Alles was ich tun konnte, war den herrlichen Körper vor mir anzustarren. Dafür das sie eine Sklavin war, hatte sie wenn überhaupt nur wenige Peitschenhiebe auf ihrem Körper. Gewöhnlich gab es nur einen Grund eine Sklavin in einem solchen guten körperlichen Zustand zu halten, das sie in dem was sie tun gut sind. Dieser Gedanke sandte einen weiteren verlangenden weißglühenden Stoss durch meinen Magen.

"Gabrielle, zieh deine Robe wieder an." Sagte ich schnell, während ich auf meine Stiefel blickte.

Ich weiß nicht was mich zurückhielt dieses Mädchen einfach zu nehmen, so wie ich es gewöhnlich tat. Wenn ich etwas sah was ich wollte, dann nahm ich es mir einfach. Nun ja, das hatte ich gewöhnlich getan. Ich gab mir Mühe junge Frauen nicht mehr so sehr zu terrorisieren. Irgendwann empfand ich nichts mehr dabei Frauen in meinem Bett zu haben nur weil ich es ihnen befahl. Für diese kleine Blondine empfand ich etwas jenseits von körperlichem Verlangen, und das machte mir Sorgen, doch diese Nacht wollte ich dieser Art Dämon nicht gegenübertreten.

Gabrielle griff nach ihrer Robe und ich konnte die Verwirrung auf ihrem Gesicht sehen. Ich erkannte nun auch, warum die Soldaten unten sie nicht haben wollten.

Diese Sorte von Männern wollten eine Frau die sich geringfügig wehrte, auch wenn es nicht der Realität entsprach so vermittelte es ihnen das Gefühl miese Kerle zu sein, wenn sie eine Frau gegen ihren Willen nahmen, als ob diese Art eine wehrlose Frau zu nehmen aus jedem einen Mann machen würde. Ich sah auf die kniende Sklavin vor mir hinunter, die ihren Kopf gebeugt hatte. Wer hat all deinen Wiederstand aus dir herausgetrieben, Kleines? Es war wahrscheinlich nicht nur einer, sondern hundert verschiedene Herren. Sie lebte in einer Sklavenwelt erfüllt von Erniedrigung und Bettelei um Vergebung. Sie tat genau das was ihr gesagt wurde, und dafür blieb sie am Leben. Sie war ein junges Mädchen, doch ich denke nicht, dass ich jemals zuvor einen Menschen, ob Mann oder Frau, gesehen habe, dessen Augen solch eine völlige Unterwerfung ausstrahlten. Anscheinend konnte sie nicht eigenständig denken, und warum sollte sie auch. Den grössten Teil ihres Lebens muss ihr gesagt worden sein was man tut und wann man es tut. Ich bin mir sicher, dass man ihr in sehr jungen Jahren beigebracht hat, dass denkende Sklaven nicht lange leben.

"Vergib mir meine Gebieterin, ich dachte... es war nicht meine Absicht anzunehmen, dass du sexuell erregt werden wolltest." Entschuldigte sie sich.

"Das will ich nicht... ich meine ich will, versteh... nur nicht heute Nacht, okay?" Stotterte ich untypisch. Ich denke, ich war ein wenig enttäuscht, dass ihr Körper wieder bedeckt war.

"Hilf mir beim Ausziehen, Gabrielle." Befahl ich und augenblicklich machte sie sich an die Arbeit.

Sie zog mir meine Stiefel aus, ohne sich darum zu kümmern, das sie noch voller getrocknetem Blut und Dreck von der Schlacht waren.

"Du kannst dir deine Hände dort drüben in der Schüssel waschen, in dem Krug ist Wasser." Wenn ich nichts gesagt hätte, dann bin ich mir sicher, dass sie sich vor dem Wegnehmen meiner restlichen Kleidungsstücke, ihre Hände an sich selbst abgewischt hätte.

Sie öffnete die Verschnürung meines Hemdes und ich zog es über meinen Kopf. Sie sah nur einmal auf, so als ob sie um Erlaubnis fragte als sie sich darauf vorbereitete die Kniehose, die ich unter meiner Hose trug auszuziehen. Es war das letzte Kleidungsstück was ich anhatte und sie hielt inne. Aus irgendeinem Grund war ich mir nicht sicher ob ich ihre Hände so nah an meinem Verlangen haben wollte und ich zog meine Unterwäsche selbst aus.

Ich rollte mich auf die Mitte des Bettes und auf meinem Bauch liegend umschlang ich mit meinen Armen ein weiches Kissen. Auf meiner von Natur aus erhitzen Haut fühlte sich das Laken kühl an und ich nahm einen tiefen Atemzug von dem frischen Leinen. Der Geruch erinnerte mich an eine sehr lang zurückliegende Zeit, als ich noch ein kleines Kind war.

"Eine Rückenmassage, Gabrielle. Das brauch ich jetzt." Murmelte ich schließlich zu dem knienden Mädchen.

Ich hörte wie ihre Robe zu Boden fiel und diesmal gestatte ich ihr sich zu entkleiden. Ich dachte mir, wenn ich nackt war, dann könnte sie es auch sein. Ich spreizte meine Beine und sie nahm die wortlose Einladung um sich zwischen meine Beine zu knien und knetete die Muskeln auf meinem Rücken. Diese kleinen Hände hatten eine unglaubliche Stärke, die sich gleichzeitig sanft und sinnlich anfühlten und ich merkte ich wie sich meine Muskeln langsam unter ihrer Berührung erwärmten und geschmeidig wurden. Als sie sich zu einem anderen Fleck bewegte schien sie genau zu wissen wo sich meine Schmerzen und alten Verletzungen befanden und sie wandte sich ihnen als erstes zu.

Sie renkte einige Gelenke in meinem Rücken ein und ich spürte wie der Schmerz bereits nachließ. Als sie sich zu meiner Schulter bewegte muss ich wohl zusammengezuckt sein, da sie überschwänglich um Entschuldigung bat. Mit immer langsamer werdenden kreisenden Bewegungen ihrer Hand massierte sie dieses schmerzhafte Gebiet weiter bis sie plötzlich innehielt.

"Das könnte weh tun, meine Gebieterin. Soll ich weitermachen?" Fragte sie.

Meine Erlaubnis brummend konnte ich fühlen, wie sie das Gewicht ihrer kleinen Gestalt auf ihre Hand presste. Es gab einen hörbaren Knall und ein stechender Schmerz der sofort verebbte. Ich erkannte, das meine Schulter, die ich mir bei einer Routineübung ausgerenkt hatte, nicht richtig eingerenkt worden sein musste. Während der Schlacht heute morgen hatte ich sie wieder ausgerenkt. Ich machte mir eine geistige Notiz, vor meiner Abreise nach Korinth, dem Schlachtfeld-Heiler des Statthalters einen Besuch abzustatten. Er und ich mussten uns über seine Fähigkeiten unterhalten.

"Wo hast du das gelernt?" Erkundigte ich mich schließlich und versuchte nicht vor Vergnügen zu stöhnen, während ich sprach.

"Einer meiner Herren hatte einen Heiler aus dem Land Chin. Er war sehr glücklich, mich in seiner Art der Heilkunst zu unterrichten."

Ich war mit Chin und den Heilkünsten dieses Landes sehr vertraut. In meiner Jugend lernte ich eine ganze Menge von einer kurzfristigen Geliebten. Seit langer Zeit hatte ich nicht mehr an Lao Ma gedacht. Sie war wahrscheinlich die einzige Frau die mich um meinetwillen liebte. Zu dieser Zeit besaß ich nichts außer meiner Jugend und Wildheit, und sie zähmte mich auf zauberhafte Weise. Doch ich war auch übermütig, unerfahren und besessen nach Macht. Als ich sie und ihr geliebtes Land verließ dachte ich, ich würde niemals dorthin zurückkehren. Doch ich tat es ungefähr zehn Jahre später. Ich schnitt dem Kaiser, der sich selbst der Grüne Drache nannte, die Kehle durch. Ich wusste nicht wer er war, doch sobald ich Chin erreichte wurde mir erzählt, das er Lao Ma für ihren friedfertigen Glauben gefoltert und getötet hatte. Warum sie es zugelassen hat, werde ich niemals verstehen. Sie verfügte über eine gewaltige Macht und ich frage mich bis heute, warum sie diese nie bei jenem Scheißkerl angewandt hat.

Ich spürte wie sich Gabrielle gegen mich lehnte und mit ihrem Handballen in kleinen Kreisen über den unteren Teil meines Rückens rieb. Ich fühlte wie sich ihre Schenkel gegen die Innenseiten meiner drückten, und als sie ihr Gewicht mehr auf ihre Hand verlagerte konnte ich spüren, wie die seidigen Locken ihres Hügels leicht meinen Hintern berührten, und diese Hitze in meinem Unterleib kehrte mit Macht zurück. So, als ob sie nicht wusste in welcher Richtung sie weitermachen sollte, hielt sie einen Moment inne als sie meine Hüfte erreichte. Ich war noch nicht bereit, auf das Gefühl ihrer Hände auf meinem Körper zu verzichten und gab ihr den Befehl weiterzumachen.

"Tiefer," war meine einzige Anweisung.

Während sie das Fleisch meines Hinterns knetete umfasste ich das Kissen in meinen Armen fester, und ich fragte mich, ob sie eine Ahnung hatte wie nass sie mich machte. Schließlich bewegte sie sich an jedem meiner Schenkel und den Rückseiten meiner Beine hinunter, und die Dinge die sie mit ihren Daumen auf meinen Fußsohlen tat, ließen mich lustvoll stöhnen.

Es war der erste Laut den ich von mir gab und ich glaube, das es sie erschrocken hat. Während der Zeit, als sie sich langsam zu meinem Hinterteil hocharbeitete, stöhnte ich ununterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt war es schwer mein Verlangen zu verbergen, da ich mir sicher war, das sie sehen konnte wie nass mein Geschlecht war. Teilweise war es der Wein, doch der andere Teil waren die wunderbaren Dinge die das Mädchen bei ihrer Massage mit meinem Körper tat. Ich kann mich nicht daran erinnern, das ich jemals einem Mann oder einer Frau erlaubt hatte mich in einer solch unterwürfigen Stellung zu nehmen, doch ein Knie anziehend spreizte ich meine Beine und gab einen Befehl.

"Berühr mich." Krächzte ich.

Sie wusste was ich wollte, und durch ihre zögernde Berührung konnte ich erkennen, dass sie sich über die Position selbst wunderte. Mit einer Hand knetete sie weiter das Fleisch meines Hinterns und mit den Fingern der anderen Hand begann sie ihre magische Arbeit in dem nassen Fleisch zwischen meinen Beinen. Es war, als wenn man einen rotglühenden Stahl mit Wasser übergießen würde. Ich wunderte mich, das keine Dampfwolken aufstiegen und bei der köstlichen Berührung stöhnte ich laut und ausgiebig.

Ich erinnerte mich an eine Zeit, wo mir drei Frauen auf einmal sexuelles Vergnügen bereiten konnten und ich niemals einen Ton von mir gegeben und mich jederzeit unter Kontrolle hatte. Sogar beim Orgasmus hatte ich mich unter Kontrolle. Ich weiß nicht ob es der Alkohol war oder nicht, doch ich denke das ich in der Minute, als ich dieses Mädchen mich berühren ließ all meine Kontrolle verloren habe. Nun war sie zwischen meinen Beinen, und wies sie stöhnend an nicht aufzuhören.

Es wurde schnell offenbar, warum Gabrielle keine Anzeichen von Peitschenhieben hatte. In dem was sie tat war sie extrem gut. Um sie zu zwingen ihre Hand härter gegen meinen Kitzler zu pressen, stieß ich mit meiner Hüfte in die Matratze. Es reichte mir immer noch nicht und ich grollte frustriert.

"Dring ein... jetzt!" Befahl ich und grunzte als ein warmes genugtuendes Gefühl mich durchwogte.

Ihre Finger drangen in mich ein und ich stieß heftig dagegen um ein noch tieferes Eindringen zu ermöglichen. Es war so lange her, das ich das Verlangen hatte jemanden zu nehmen, geschweige denn mich von jemandem nehmen zu lassen. Es interessierte mich nicht was für einen Eindruck es machte, oder wie es sich für jemand anderen anhören musste. Ich war verdammt geil und ich wollte nicht, das dieses Vergnügen aufhörte.

Sie hielt einen perfekten Rhythmus ihrer Stöße, um dem Tempo den meine Hüfte diktierte gleichzukommen. Mit ihrer freien Hand wanderte sie zu meinem Hintern, spreizte ihre Finger darüber und fuhr mit ihrem Daumen über die Spalte zu meinem Zentrum. In dieser Art fortfahrend verteilte sie meine Säfte, bis ich spürte was sie vorhatte. Sie hielt inne und zärtlich fing sie an das gerunzelte Fleisch dieser dunklen Öffnung zu reiben und presste leicht dagegen, doch ohne einzudringen. Um ehrlich zu sein, erregte mich dieses Gefühl wahnsinnig.

Während meines ganzen Lebens hatte mich nie jemand dort berührt, und ich hatte sexuelle Vergnügungen von den Besten erfahren. Ich konnte nicht erklären, warum ich nie jemandem Zugang zu diesen Körperteil erlaubte, es war, als ob ich ein Stück von mir selbst niemals aufgeben wollte, doch das alles war nun hinfällig. Gabrielle stieß weiterhin ihre Finger in mich und ich konnte spüren wie nah ich war. Sie fuhr fort ihren Daumen vor und zurück zu streichen um mehr Gleitfähigkeit zu erzeugen, und bei jeder Rückkehr drückte sie ein wenig fester zu. Schließlich hielt sie inne und stieß, mit ihrem von meinen Säften bedeckten Daumen, gegen die sich sträubende Öffnung. Ich spürte wie sie minimal in mich eindrang und plötzlich hatte ich das unbändige Verlangen, das sie dort völlig in mich eindrang.

"Meine Gebieterin?" Fragte sie vorsorglich.

Es war, als ob jemand anderes meinen Körper kontrollierte, als ich mich in meiner tiefen Stimme antworten hörte.

"Götter, ja!" Knurrte ich, und mit einer weichen Bewegung durchdrang sie mit ihrem Daumen diese enge Öffnung.

Sie machte mit dem weiter, was sie meiner Vermutung nach am besten konnte, und nahm mich bis ich dachte meine Befreiung nicht länger zurückhalten zu können. Ich begann furios gegen ihre beiden Hände zurückzustoßen, und als ich meinen eigenen Schrei hörte, glaubte ich, das diese Töne nicht von mir stammen konnten.

Langsam zog sie ihren Daumen zurück, doch ich spürte ihre andere Hand noch in mir, und bevor die letzten Beben meines kräftigen Höhepunktes verebbten, begann sie wieder zu stoßen. Ihre Finger verdrehend rieb sie den hoch und tief innen liegenden samtweichen Punkt, und ich stöhnte wieder laut hinaus. Sie brachte mich wieder zum Orgasmus und mit dieser Technik schließlich ein drittes Mal, bis mein Körper in unverkennbarer Erschöpfung nach vorne einstürzte.

Die Kombination aus der Schlacht, dem Wein und dem leidenschaftlichen Sex erschöpfte sogar meinen Körper. Ich spürte wie sich die Sklavin vom Bett erhob und sich die Hände wusch. Kurz bevor ich mit meinem Gesicht in den Kissen einschlief, schrieb ich meine Erschöpfung meinem Alter von vierundvierzig Jahren zu.

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Mit dem Gefühl, das sich noch jemand im Raum befand wachte ich schlagartig auf. Der Himmel draußen zeigte das Grau der ersten Morgendämmerung und mein Kopf hämmerte schmerzend. Ich bemerkte einen Krug mit Wasser neben dem Tisch an meinem Bett und in zwei Schlücken stürzte ich es hinunter, die Sklavin musste ihn dort hingestellt haben. Eigenartig aufmerksam für eine Sklavin, doch ich entspannte mich mit dem Wissen, das die Anwesenheit die ich fühlte, das Mädchen sein musste. Sie lag nicht neben mir im Bett, und so sah ich mich in dem trüben Licht des Raumes um und entdeckte sie.

Sie kniete neben meinem Bett, genau wie sie es früher am Abend getan hatte. Ihr Kopf ging auf und ab und ich fragte mich verwundert, ob sie auf diese Art schlief oder darum kämpfte wach zu bleiben. Egal was es war, es berührte irgendwie meinen schläfrigen Verstand. Ich hatte sie noch nicht entlassen, und wie es eine gehorsame Sklavin tat, verharrte sie in ihrer Unterwürfigen Position. Zum Hades, wie war ihr Name? Ach ja.

"Gabrielle?"

Mit einem Schlag war sie wach, doch blickte mit müden smaragdgrünen Augen zu mir auf.

"Meine Gebieterin?" Fragte sie mit schläfriger Stimme.

"Komm ins Bett, Gabrielle. Wenn wir in Korinth sind, wirst du eigene Räume haben, doch bis dahin mußt du in meinem Bett schlafen." Erklärte ich.

Sie schien über mein unorthodoxes Ersuchen unsicher zu sein, doch, so wie ich es vorhersah, gehorchte sie. Sie legte sich hin, und wie es sich für eine gute Sklavin geziemte deckte sie sich nicht zu, doch ich war zu müde um daraus einen Vorteil zu ziehen. Ich zog das Laken über ihren Körper und rollte mich mit meinem Gesicht von ihr abweisend auf die Seite.

"Gute Nacht, Gabrielle."

"Gute Nacht, meine Gebieterin." Antwortete sie.

Ich hätte beinahe über den Klang ihrer Stimme gelacht. Sie war verwirrt und dachte wahrscheinlich das die Eroberin in ihrem Alter zu einer senilen Närrin wurde. So wie ich sie behandelte fragte ich mich das selber. Ich hatte mich nie darum geschert was eine Frau von mir dachte, geschweige denn was eine Sklavin dachte oder fühlte. Sklaven waren Objekte; Dinge die einem gehörten und du hattest das Recht sie zu behandeln wie es dir gefiel. Sie wurden nicht als Menschen mit echten Gefühlen und Empfindungen betrachtet. Ich behandelte jedes Pferd in meinem Besitz besser, als irgendeinen Sklaven den ich jemals in meinem Bett hatte. Ich glaube nicht, das ich in den zwanzig Jahren als Herrscherin von Griechenland jemals Mitleid mit denjenigen hatte, die das Schicksal zu Sklaven gemacht hatte. Ich machte mir nie die Mühe über sie oder die Umstände unter denen sie lebten Gedanken zu machen.

Dieses Mädchen berührte mich aufs äußerste und ich hörte mich Dinge sagen, von denen ich nicht glauben konnte, das sie von mir kamen. Warum erzählte ich ihr wo sie schlafen würde, wenn wir in Korinth waren? Ich behielt nie Frauen, die mir angeboten wurden. Warum sagte ich ihr, das sie im Palast eigene Räume haben würde? Ich dachte an das Vergnügen, das sie mir vorher bereitet hatte und diese Erinnerung verursachte eine Spannung zwischen meinen Schenkeln. Ich dachte daran, das sie vollständig verfügbar neben mir lag und obwohl mein Geist willig war, so verlangte mein Körper nur nach Schlaf.

In Momenten wie diesen wusste ich, woher meine kürzliche Melancholie kam. Die Hälfte meines Lebens hatte ich damit verbracht, denjenigen die schwächer oder weniger glücklich waren als ich, abscheuliche und verächtlichte Dinge anzutun. Ich musste erst älter werden um zu erkennen, dass diese brodelnde Wut und die Taten meiner Jugend dafür verantwortlich waren, dass ich ohne Familie, Freunde oder einem geliebten Menschen war. Irgendwo tief in meinem Inneren fragte ich mich, ob diese keine Blondine, die kaum die Hälfte meines Alters hatte, einen dieser Verluste lindern konnte.

In diesem kurzen nebeligen Augenblick, bevor Morpheus mich in sein Reich entführte, erkannte ich, dass ich diese Sklavin auf jeden Fall behalten würde, und obwohl ich nicht richtig verstand warum, fühlte ich mich zu ihrer stillen und fügsamen Gehorsamkeit hingezogen. Und somit zog Gabrielle nicht nur in meinen Palast, sondern auch in mein Leben ein. Ich fühlte Bedürfnisse nach dieser kleinen Blonden, die ich nicht immer beim Namen nennen konnte, doch zum erstenmal in meinem Leben schlief ich mit der Frage ein, was jemand anderes von mir dachte.

 

~~~ ENDE ~~~

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Wie es weitergeht könnt Ihr in Kapitel 2: Erprobung neuer Gewässer lesen.

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